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Mit Heimspiel-Atmosphäre zu Silber

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Schöner Erfolg für den TTC Wißmar II mit von links: Hannah Cloos, Emily Stanko, Linda Seibert und Katharina Krätschmer. Foto: Steffen Kreiling © Steffen Kreiling

Gießen. Über einen großen Erfolg durften sich die Damen des TTC Wißmar II freuen. Sie gewannen bei den deutschen Pokalmeisterschaften für Tischtennis-Verbandsklassen in Hamm die Silbermedaille. Das Wißmarer Kreisliga-Team hatte sich mit den Pokalsiegen auf Kreis-, Bezirks- und Hessenebene für das Bundesturnier qualifiziert.

Hier setzten die jungen TTC-Spielerinnen ihre Siegesserie in den ersten beiden Gruppenspielen fort. Zunächst trafen sie auf den Wandsbeker Turnerbund und behielten mit 4:1 die Oberhand. Die Zähler in diesem Match besorgten Emily Stanko (2), Linda Seibert und das Doppel Emily Stanko/Katharina Krätschmer. Den Verlustpunkt musste Katharina Krätschmer durch ein 10:12 im Entscheidungssatz hinnehmen.

Im Anschluss ging es gegen den SV Holzen. Auch diese Partie wurde 4:1 gewonnen. Krätschmer und Stanko besorgten dabei die 2:0-Führung, ehe Hannah Cloos das Nachsehen hatte. Im Doppel glichen Stanko/Krätschmer einen 0:2-Satzrückstand aus und errangen durch ein 11:9 im fünften Durchgang das 3:1. Der Siegpunkt ging auf das Konto von Emily Stanko. So stand für die Wißmarerinnen am Ende des ersten Wettkampftages der Einzug ins Halbfinale bereits fest.

Am folgenden Vormittag ging es dann in der Begegnung mit dem SV Neusorg um den Gruppensieg. Gegen das bis dahin ebenfalls zweimal erfolgreiche Team sprang nur ein Zähler durch Stanko heraus. Am spielfreien Nachmittag blieb Zeit für die Besichtigung des größten Elefanten der Welt. Dabei handelt es sich um eine begehbare Glasplastik, die an die 35 Meter hohe ehemalige Kohlenwäsche der Zeche Maximilian angebaut wurde. Von dort ließ sich die Aussicht auf den Finaltag genießen.

Dieser begann mit dem Vorschlussrundenmatch gegen den SV Helfendorf. Der verlustpunktfreie Sieger der Gruppe A ging 3:1 in Führung. In diesem Spielabschnitt mussten die TTClerinnen drei knappe Niederlagen einstecken. Krätschmer unterlag 10:12 im vierten Durchgang, während Cloos die Sätze drei und vier mit 10:12 und 9:11 verlor. Noch enger war es im Doppel, das Stanko/Krätschmer 9:11 im Fünften abgaben.

Den bis dahin einzigen Punktgewinn erspielte Emily Stanko. Die nötige Aufholjagd wurde von den mitgereisten TTC-Anhängern stark unterstützt. In Heimspiel-Atmosphäre verkürzte Stanko auf 2:3, bevor Krätschmer (11:8, 11:9, 10:12, 11:9) und Cloos mit Viersatzsiegen den kaum noch für möglich gehaltenen Einzug ins Finale perfekt machten.

Zu einem Wiedersehen mit dem SV Neusorg kam es im Endspiel. Das verlief deutlich enger als die Partie in der Gruppenphase, obwohl Wißmar erneut mit 1:3 in Rückstand geriet. Nach der 1:0-Führung durch Stanko, hatte Krätschmer gegen die Neusorger Nummer eins hauchdünn mit 11:13 im fünften Satz das Nachsehen. Cloos und das Doppel Krätschmer/Seibert mussten ebenfalls ihren Kontrahentinnen gratulieren. Im Duell der Spitzenspielerinnen gelang Emily Stanko dann gegen Christina Stock-Schönfelder die Revanche für die Niederlage im Gruppenspiel.

Es folgte der letzte Krimi des Tages. In diesem erzwang Hannah Cloos den fünften Durchgang, trotz eines 0:2-Satzrückstandes. Im Schlussabschnitt blieb das Match bis zum Stand von 4:5 offen, doch dann sicherte Saskia Sacher den Pokalsieg für Neusorg. Der Endstand lautete 2:4 mit 11:14 Sätzen.

Der Vorsitzende des TTC Wißmar, Steffen Kreiling, bilanzierte zufrieden: »Es war ein spannendes Endspiel gegen eine sehr sympathische Mannschaft aus Neusorg. Trübsal gab es keines zu blasen, denn die Silbermedaille ist die beste Platzierung, die der TTC Wißmar in seiner Vereinsgeschichte auf Bundesebene erreicht hat. Die Spielerinnen können mit ihren Leistungen sehr zufrieden sein.«

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