1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit Reuschling zum Überraschungscoup

Erstellt:

Gießen (pie). In der Handball-Landesliga der Frauen nichts Neues könnte man fast schreiben. Wenn da nicht der erste Saisonsieg der HSG Wettenberg II gegen die HSG Kleenheim-Langgöns II gewesen wäre. Der Zweiteilung der Liga tut das dennoch keinen Abbruch, da mit dem TV Hüttenberg, der HSG Hungen/Lich und der HSG Eibelshausen/Ewersbach weiterhin drei Teams ungeschlagen an der Spitze ihre Runden drehen.

TSG Oberursel - TSG Leihgestern II 28:27 (17:16): »Ein insgesamt äußerst enttäuschender Auftritt von uns«, machte TSG-Trainer Florian Rosch aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dazu saß der Stachel nach miserabler Abwehr in Halbzeit eins und chaotischem Angriff in Halbzeit zwei zu tief. »Wir verlieren gegen einen Gegner, den man definitiv schlagen könnte, vielleicht sogar müsste. Zu keinem Zeitpunkt bringen wir die Leistung auf den Platz, zu der wir fähig sind und versauen uns erneut ein Spiel durch fehlende Cleverness.« Mit nur einem Unentschieden auf dem Konto steht die TSG auf dem letzten Tabellenplatz. Beim nächsten Spiel gegen den TSV Griedel muss dringend eine Leistungssteigerung her. »Dazu muss es mir gelingen, die Mannschaft besser einzustellen«, ist Rosch selbstkritisch. »Ich erwarte aber auch von jeder einzelnen Spielerin im Training eine Reaktion. Positiv hervorheben möchte ich Manuela Sanchez Perez, die als Unruhestifterin in der Gegnerischen Defensive enorme Torgefahr ausstrahlte und ein sehr gutes Spiel zeigte.«

Tore Leihgestern: Junker (3), Käs (5), Walther (3), Eiskirch (2), Sanchez Perez (2), Klarner (1/1), Port (3), Engel (5/2).

HSG Goldstein/S. - HSG Hungen/Lich 23:30 (9:15): Es war bei weitem nicht die beste Saisonleistung, die die HSG Hungen/Lich auf das Parkett zauberte. Coach Tim Straßheim war mit dem Sieg insgesamt zufrieden, legte aber auch den Finger in die Wunde. »Wir hatten Probleme im Positionsangriff, wo wir nicht die nötige Tiefe hatten. Und wir haben uns nicht so gut bewegt, um die Goldsteiner Abwehr vor größere Probleme zu stellen.« Dazu kamen fünf verworfene Siebenmeter. Immerhin konnten sich die Gäste auf ihre Defensive verlassen, neun Gegentore in der ersten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache. Anfangs der zweiten Halbzeit wurde es noch einmal eng, verkürzte Goldstein binnen vier Minuten auf 14:17. Die Gäste kämpften sich zurück ins Spiel und nahmen letztlich souverän zwei Punkte mit nach Hause. »Auch solche Spiele müssen gewonnen werden«, zog Straßheim sein Fazit.

Tore Hungen: Richter (4), Steinruck (4), Knoblauch (6), Mulch (6), Rink (1), Emely Nau (6), Greta Nau (2), Schön (1/1).

HSG Dutenhofen/M. - HSG Eibelshausen 25:27 (11:14): »Kämpferisch kann man der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen«, schickte Lars Will, der Dutenhofener Betreuer, voraus. Die Gastgeberinnen kamen gut in die Partie und führten nach neun Minuten mit 4:1. Doch es kam, wie es in dieser Saison wohl kommen musste. Mit technischen Fehlern stellte sich die HSG selbst ein Bein und überließ den Damen aus Eibelshausen die Führung. Das Hinterherlaufen kostete Kraft, zumal die Gäste stellenweise mit sechs Toren in Front lagen. Am Ende sprang für Dutenhofen/Münchholzhausen nichts raus. Außer der Erkenntnis, dass man auf der »kämpferischen Leistung aufbauen kann«, so Will.

Tore Dutenhofen/Münchholzhausen: Klein (2), Schoppe (8), Schmidt (1), Neul (3), Okpara (1), Naumann (2), Walter (3), Weimer (1), Schäfer (4).

HSG Wettenberg II - HSG Kleenheim-Langgöns II 34:25 (15:14): Die HSG Kleenheim-Langgöns II fuhr als Favorit zur HSG Wettenberg II. »Wir waren aber fest entschlossen, diese Punkte bleiben in Wettenberg«, erklärte Coach Michael Chadim.

Zwar fehlte Kapitänin und Abwehrchefin Carla Weise, doch die Mannschaft fing den Ausfall gut auf. Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen und so ging es mit 15:14 in die Pause. In der zweiten Hälfte kam Wettenberg besser in die Partie. »Endlich hatten wir bessere Lösungen für die offensive Deckungsweise der Kleenheimer gefunden«, lobte Chadim. »So konnten wir in der zweiten Halbzeit den Druck noch erhöhen und Kleenheim endgültig in die Schranken weisen. Unsere stabile Abwehr und die tolle Leistung unserer Torhüterin Lena Reuschling brachte uns auf die Siegerstraße.« HSGKL-Trainer Christian Manderla war dementsprechend angefressen. »Das war mit Abstand die schlechteste Saisonleistung, um nicht zu sagen die schlechteste Leistung der letzten vier Jahre. Bei 12:9 war bei uns der Stecker gezogen, ich kann es nicht verstehen. Es müssen sich Trainer und Spielerinnen hinterfragen, ob so weitergearbeitet werden kann.«

Tore Wettenberg: Müller (4), Fischermanns (8), Blumrich (1), Drommershausen (2), Risse (2), Frank (3), Krombach (8/7), Ebert (6).

Tore Kleenheim-Langgöns: Wulf (1/1), Heidt (3), Paliga (2), Bretz (4), Wolf (1), Ulm (1), Klug (7/4), Arch (2), Manfraß (2), Bühler (1), Knop (1).

SV Seulberg - TV Hüttenberg 30:45 (18:19): Beim SV Seulberg taten sich die Damen des TV vor allem in der ersten Halbzeit schwer. Es fehlte die nötige Laufbereitschaft in der Abwehr, wodurch man nach 30 Minuten bereits 18 Treffer kassiert hatte, bei 19 selbst erzielten Toren. »Das haben wir in der Pause natürlich thematisiert«, erklärte Trainer Peter Tietböhl. Im zweiten Durchgang überzeugte der TVH mit schnellen Beinen in der Abwehr, generierte damit etliche Ballgewinne und zeigte ein gutes Umschaltspiel. »Auch im Angriff haben wir im Rückraum viel variantenreicher gespielt«, so Tietböhls Fazit.

Tore Hüttenberg: Rüspeler (3), Lisa Tietböhl (5), Naumann (9/4), Happel (8), Ida Tietböhl (3), Fischer (2), Braun (2).

Auch interessant