1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit Rücken zur Wand klar gesteigert

Erstellt:

Gießen (ral). In der Volleyball-Oberliga der Herren gestaltete der USC Gießen sein erstes Heimspiel siegreich, musste es aber hinnehmen, dass bei dem Fünfsatzsieg die Gäste aus Hünfeld einen Zähler entführten. Der Landesligaaufsteiger USC Gießen III feiert ein erfolgreiches Debüt und entführt mit seinem Fünfsatzsieg aus Kassel zwei Punkte.

Oberliga

USC Gießen - Hünfelder SV 3:2 (19:25, 25:19, 23:25, 25:21, 15:10): Der USC, bei dem Erkin Calisir wieder als Mittelblocker agieren musste, erwischte in Durchgang eins einen Fehlstart (0:5, 1:8), die Gäste gaben in der Folgezeit diese Führung nicht aus der Hand, auch wenn die Gießener zwischenzeitlich von 14:22 auf 18:22 verkürzten.

»Wir waren nervös, haben die Bälle nicht auf den Boden bekommen und Hünfeld mit einem Ex-Erstligisten aus Litauen viel Druck mit den Aufschlägen gemacht«, so Mannschaftssprecher Johannes Lottner. Auch im zweiten Satz lagen die Gäste zunächst vorne (9:6), beim 13:11 erstmals der USC, der dann zum 18:12 den entscheidenden Zwischenspurt einlegte. »Da hatte sich unsere Annahme stabilisiert und wir im Angriff uns mehr auf das Blockanschlagen verlegt.« Im dritten Satz konnte sich kein Team absetzen, beim 23:23 verpassten es die Gießener, sich mit einem Sideout einen Satzball zu erarbeiten und verloren auch diesen Durchgang.

Die Gäste hatten damit bereits einen Zähler sicher, Gießen stand mit dem Rücken zur Wand, erarbeitete sich nach dem 10:10 erstmals einen Vorsprung (14:10, 18:13), blieb aber wackelig, sodass sich Coach Adrian Wroblewski beim 18:15 zu einer Auszeit genötigt sah. Diese zeigte Wirkung (21:16), Gießen erzwang den Satzausgleich. Im Tiebreak gelang Philipp Kunze die vorentscheidende Aufschlagserie vom 5:4 zum 11:4. »Da haben uns die Gegner mit einem Aufstellungsfehler und einer Roten Karte wegen Meckerei geholfen. Gegenüber der Vorwoche haben wir uns gesteigert und sind zufrieden. Erkin Calisir hat auf der Mitte wieder einen guten Job gemacht.«

Lottner sieht der weiteren Saison wieder etwas zuversichtlicher entgegen: »Nach unseren Abgängen hatten wir uns fast schon mit dem Abstieg abgefunden, aber jetzt könnte dich noch was Richtung Klassenerhalt gehen«.

USC Gießen: Lottner, Golombek, Focking, Klinger, Calisir, Budzinsky, Hünnekes, Schulz, Aden, Kunze.

Landesliga

VSG Kassel/Wehlheiden II USC - Gießen III 2:3 (17:25, 25:21, 23:25, 25:22, 13:15): Der USC III ging ersatzgeschwächt in diese Partie, u. a. fehlte der Toppangreifer Hannes Hübner. Das Kasseler Team setzte sich aus jungen und sehr ambitionierten »Beachern« zusammen, die von über 100 Zuschauern unterstützt wurden. Im ersten Satz erspielten sich die Gäste früh einen kleinen Vorteil (3:1, 10:6) und zogen schließlich durch eine Aufschlagserie von Frederik Wirarak von 16:16 auf 24:16 davon.

Umgekehrte Vorzeichen im zweiten Satz. Kassel erkämpfte sich ein 10:6 und holte sich diese Führung nach dem 16:16-Ausgleich postwendend zurück (21:16). Der USC verkürzte noch einmal auf 21:22, dann machte Kassel den Deckel drauf. »Der Hänger hat uns die Chance gekostet, das Ding mit 3:0 nach Hause zu bringen«, ärgerte sich Stefan Eder im Nachhinein, dass sein Team diesen Durchgang noch aus der Hand gegeben hatte. Der dritte Satz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 22:23 aus Gießener Sicht, dann kam Markus Debus an den Aufschlag und Gießen führte mit 2:1-Sätzen.

Kassel gab sich längst nicht auf und erzwang den Tiebreak. Dort erwischte der USC einen Fehlstart (0:5), hatte beim 9:9 das Momentum endgültig auf seiner Seite bis zum 14:10, brauchte dann aber vier Versuche, um dann den Matchball zu verwandeln.

»Der letzte Satz war dann eine reine Nervensache, das haben wir dann mit unserer Routine nach Hause gebracht«, freute sich Eder über den gelungenen Landesligaeinstand. »Wir sind noch nicht so lange im Hallentraining, entsprechend mit den Neuen noch nicht eingespielt. Hannes Hübner wird noch zweimal fehlen, bis dahin müssen wir uns durchhangeln.«

USC Gießen III: Schuch, Stumpf, Klingelhöfer, Schneider, Erber, Weiß, Debus, Wirarak, Eder

Auch interessant