1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit Schützenfest in die Meisterrunde

Erstellt: Aktualisiert:

gispor070222-leihgestern_4c_1
Mit der Meisterrunde im Visiser ist die Leihgesternerin Jessica Dias Carneiro von ihren Gegenspielerinnen Toni Schuldt (l.) und Luisa Risse nicht zu bändigen. © Röczey

Linden. Nach dem klaren 30:18-Erfolg in der Vorwoche hat die TSG Leihgestern auch das zweite Heimderby in der Frauenhandball-Oberliga binnen acht Tagen klar für sich entschieden. Gegen die HSG Wettenberg feierte das Team von Trainerin Jonna Jensen ein 27:8 (16:5)-Schützenfest, festigte damit die Tabellenführung und machte seinen Meisterrunden-Startplatz damit endgültig klar.

TSG Leihgestern - HSG Wettenberg 27:8

»Das war natürlich eine Wahnsinnsabwehr, die meine Mädels heute gespielt haben. Jede hat für jede gekämpft, wir waren schnell, aggressiv und haben richtig clever verteidigt. Zudem haben wir noch guten Tempo-Handball und, trotz einiger vergebener Chancen, richtig gute Sachen im Angriff gespielt«, freute sich die TSG-Trainerin, nahm den unterlegenen Kontrahenten aber auch in Schutz. »Einige Fehler Wettenbergs waren natürlich ganz klar dem Harz geschuldet. Wir haben es im Hinspiel zu spüren bekommen, als wir ohne spielen mussten. Es ist einfach eine blöde Situation, aber leider ist es, wie es ist.«

Dementsprechend schnell ist die Geschichte des Derbys erzählt, denn ehe Toni Schuldt in der zehnten Minute von der Siebenmeterlinie der erste Treffer für die Wettenbergerinnen gelang, hatten die starken Gastgeberinnen schon sechs Mal zugeschlagen. Als Sandra Penning nach 19 Minuten zum 12:2 eingeworfen hatte und erstmals bereits zehn Treffer zwischen den beiden Derby-Kontrahenten lagen, war die Partie eigentlich schon entschieden.

Bis zur Pause gelang es der Nober-Sieben, den Rückstand nicht deutlicher anwachsen zu lassen (5:16), ehe weitere elf torlose HSG-Minuten nach dem Wechsel für ein 21:5 Leihgesterns sorgten. Da die TSG in der Defensive bis zum Schluss nicht nachließ, schafften es die Damen aus dem Gleiberger Land trotz Kampfgeistes nicht, zweistellig zu treffen. Merle Carstens gelang in der Schlussminute der letzte Treffer eines sehr einseitigen Nachbarschaftsduells.

»Wir haben es in der ersten Hälfte leider nicht geschafft, unsere gewohnte Abwehrleistung aufs Parkett zu bekommen. Im Angriff hatten wir natürlich große Probleme mit dem Haftmittel und haben dadurch auch gute Chancen leider nicht nutzen können. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wirklich gut verteidigt, ich kann meiner Mannschaft auch keinerlei Vorwürfe machen«, stellte sich Wettenbergs Trainer demonstrativ vor seine Mannschaft.

TSG Leihgestern: Stövesand, - Zieger (1), Clausius (1), Seiffarth (2), Carstens (2), Penning (5), Eiskirch (3), Dias Carneiro (5/2), Kerdi (3), Appel, Reeh (2), Schulz (2), Faber (1).

HSG Wettenberg: Habermehl, Rinn - Schuldt (4/3), Büsselberg, Goncalves, Tafferner, Pohl (2), Schwab, Risse, Tröller, Till (1), Schneider (1), Emmelius, Schön.

Schiedsrichter: Kerth/Knodt (Erfelden). - Zeitstrafen: eine (Dias Carneiro), eine (Tröller). - Rote Karte: Clausius (41.). - Siebenmeter: 2/2, 4/3.

Auch interessant