1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit Schwung an den Rhein

Erstellt:

Gießen (sks). Der Knoten bei den Gießen Pointers ist geplatzt. Nach dem 91:88-Sieg gegen Schwelm will der Basketball-Drittligist nun nachlegen. Gegner am Samstag (18 Uhr) sind die Gastgeber der RheinStars Köln. Der Sieg gegen Schwelm wurde auf und abseits des Parketts frenetisch gefeiert. Über 200 Zuschauer waren in die Osthalle geströmt, um das Team von Coach Daniel Dörr anzufeuern.

Am Ende einer spannenden Schlussphase war dann endlich Jubel angesagt - zum ersten Mal in dieser Saison.

Rhein-Stars Köln - Gießen Pointers (Samstag, 18 Uhr)

Gießen geht damit zwar dennoch als Tabellenletzter in die Rückrunde, hat aber Rückenwind. »Die Integration unserer neuen Spieler ist erfolgreich abgeschlossen«, lobt Dörr die Leistungen von Jacob Ledoux und Timothee Troussel. »Sie machen einen guten Eindruck. Hoffentlich geht es so weiter. Es war eine schwierige Saison bis hierhin. Jetzt geht es gegen Köln, gegen die es vor ein paar Wochen noch eine böse Niederlage setzte«, blickt der Trainer nach vorne.

63:102 hieß es Ende November gegen die Rheinländer. »Wir wollen zeigen, dass das ein Ausrutscher war. Wir sind keine 40 Punkte schlechter als Köln. Da müssen wir Wiedergutmachung leisten.« Überragender Mann der Domstädter ist der kanadische Aufbauspieler Ali Sow. Über 26 Punkte im Durchschnitt schreibt sich Sow in den Scorebogen, 3.5 Assists und knapp sechs Rebounds legt er oben drauf. Er ist damit in ähnlichen Sphären unterwegs wie Neu-Pointer Ledoux (31 Punkte, 4.7 Assists, 5.3 Rebounds). Sow ruft diese Werte aber bereits die ganze Saison ab, Ledoux »erst« seit drei Partien. Vor der kurzen Weihnachtspause fertige Köln Derbygegner Rhöndorf deutlich ab und stand über den Jahreswechsel so auf dem vierten Rang der Nordstaffel. Im gesamten Dezember legte das Team von Manager und Trainer Stephan Baeck drei Siege aus vier Spielen aufs Parkett und hielt damit Anschluss zum oberen Tabellendrittel. Gießen reist so als Außenseiter an und sollte diese Rollenverteilung nutzen.

Nach wie vor verletzt fehlen wird Tim Schneider. David Wiegard stieg in dieser Woche wieder ins Teamtraining ein, hinter dem Einsatz steht aber noch ein Fragezeichen. Auch die Erkältungswelle setzt dem Team zu: »Mal schauen, wer spielen kann«, lässt sich Dörr nicht in die Karten blicken. Fest steht, dass den Lahnstädtern über kurz oder lang nur Siege helfen, um aus dem Tabellenkeller noch herauszukriechen.

Gerne loslegen darf es damit natürlich direkt am Samstag in der ASV-Sporthalle.

Auch interessant