Mit Selbstbewusstsein und Feuer gegen Hessenliga-Reserve

Gießen (tsu). Zwei per Freistoß, eins mit einem Solo und eins per Kopf: Gleich vier Assists, zumal auf diese unterschiedliche Art und Weise, sind nicht alltäglich. Geschafft hat das am vergangenen Sonntag beim 5:0-Erfolg über den FC Waldbrunn Marius Klotz, seines Zeichens Linksverteidiger von Mitte-Verbandsligist FC TuBa Pohlheim. »Das gelingt nicht jedes Spiel«, sagt der 23-Jährige, der sich mit Gino Parson die Standardsituationen aufteilt.

Haften geblieben ist beim Flügelmann vor allem das 2:0 gegen Waldbrunn, das er mit einem Tempodribbling initiiert hatte: »Da hat alles gepasst, der Doppelpass und die Laufwege haben gestimmt.« Trainer Sherwin Rahmani lobt Klotz als »hervorragenden Fußball mit einem sehr guten linken Fuß, der taktische Dinge sehr gut umsetzt. Wenn er sich physisch weiterentwickelt, kann er noch einen Schritt machen. Und er könnte noch mehr den Weg zur Grundlinie und ins vordere Drittel suchen. Wenn er das tut, führt das zu gefährlichen Situationen, da er entsprechende Hereingaben schlägt.«

SC Waldgirmes II - TuBa Pohlheim (So., 14 Uhr)

Vor dem letzten Pflichtspiel im Jahr 2021 (und dem Ende der Hinrunde) beim SC Waldgirmes II spricht Marius Klotz, der in der Jugend des VfB 1900 Gießen und der TSG Wieseck ausgebildet worden ist, über ...

... die Bedeutung von Torvorlagen im Aufgabengebiet eines Außenverteidigers:

Trainer Sherwin Rahmani gibt vor, dass ich offensiv denken soll. Aber das erste Ziel als Abwehrspieler ist es, die Null zu halten. Das sehe ich als noch wichtiger an als Vorlagen zu geben oder Tore zu machen. Wobei ich denke, dass ich beispielsweise mit meinen Offensivläufen einen positiven Einfluss auf das Spiel der Mannschaft habe.

... die Perspektiven der Mannschaft, die als aktuell Vierter sieben Punkte Rückstand auf den Rangdritten SV Niedernhausen und deren elf auf Spitzenreiter TSV Steinbach II hat:

Ich denke, wir sind gut damit gefahren, dass wir - seit der Rückkehr von Sherwin als Trainer - kein klares Ziel wie den Aufstieg oder einen bestimmten Tabellenplatz ausgegeben haben, sondern wirklich von Spiel zu Spiel schauen. Wir sind allerdings selbstbewusst genug, dass wir in jedem Spiel einen Sieg rausholen wollen.

... TuBa in der vierten Saison als »Wohlfühlverein« für ihn:

Ich bin damals mitten in der Runde gekommen und habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Der Verein ist sehr famliär, ich komme auch privat sehr gut mit den Mannschaftskollegen aus. Da sind enge Freunde dabei, das hat seinen Einfluss. Wir sind ja keine Profis. Ich verstehe mich auch mit dem Trainer und der Vereinsführung sehr gut. Auch als Angebote von anderen Vereinen da waren, habe ich mich nicht danach umgeschaut.

... persönliche Ziele als Fußballer:

Erstmal ist ein Ziel, überhaupt Fußball zu spielen. Die letzte Corona-Pause war unendlich lang und jeder hat sich danach gesehnt, wieder zu spielen. Ich war einfach froh, kicken zu können. Ansonsten wäre es schön, aufzusteigen und in Hessens höchster Amateurklasse zu spielen. Die Hessenliga spielt meistens samstags. Das wäre zwar für mich schwierig, weil ich beruflich ziemlich eingebunden bin und auch am Samstag arbeite (Klotz ist Filialleiter eines Supermarkts, Anm. d. Redaktion) - aber das würde sich im Fall des Falls klären lassen. Als die Saison 2019/20 abgebrochen wurde, waren wir sehr nah dran und sind nur am damaligen Punktabzug gescheitert.

... die Erwartungen für die Partie am Sonntag beim SC Waldgirmes II:

Ich kenne einige der Waldgirmeser Jungs bereits seit der Jugendzeit. Das sind immer spannende Duelle, sehr intensiv und schnell. Für die Zuschauer ist das attraktiv mit viel Feuer drin.

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