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Mit Vollgas die Trendwende einleiten

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Fernwald (fro). Nach zwei Spieltagen steht der FSV Fernwald gemeinsam mit dem ebenfalls noch punktlosen Aufsteiger SV Unter-Flockenbach am Ende der Tabelle der Fußball-Hessenliga. Die Elf von Trainer Daniyel Bulut musste nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen den SV Steinbach am vergangenen Mittwoch eine aufgrund eines strittigen Handelfmeters in der 96.

Spielminute 2:3-Derbyniederlage beim Regionalliga-Absteiger FC Gießen quittieren. Zum Ende der englischen Woche soll nun im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison ein Sieg gegen den Aufsteiger TSV Steinbach II her.

FSV Fernwald - TSV Steinbach II (Sa., 15 Uhr)

Daniyel Bulut, der unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Gießener Waldstadion keine Äußerungen zum Spiel abgeben wollte, hatte tags darauf wieder zu seiner ruhigen, sachlichen und fachlich analytischen Art zurückgefunden. Vom Ergebnis hatte sich seine Meinung aber bezüglich der entscheidenden Derby-Aktion nichts geändert. »Ich habe am Mittwoch schwer auf die Zunge beißen müssen, um mich nicht zu einer Äußerung hinreißen zu lassen, für die ich anschließend bestraft worden wäre. Ich war extrem aufgewühlt, obwohl es nicht meine Art ist, die Ereignisse so nah an mich heranzulassen. Immerhin ist es nur Fußball - und so kann ich mit dem gebotenen Abstand anders mit der Sache umgehen. Nichtdestotrotz habe ich mir die Situation 20 Mal im Video angeschaut und dabei kein einziges Mal ein strafbares Handspiel erkennen können. Wir haben aber keine Zeit, um lange zu lamentieren, sondern bereits schon wieder die nächste schwere Aufgabe vor der Brust«, sagt Bulut.

Der TSV Steinbach II hat sich den Aufstieg zur Hessenliga durch die Meisterschaft in der Verbandsliga Mitte souverän gesichert.

Zum Saisonstart zeigte die Regionalliga-Reserve beim Mitaufsteiger SV Unter-Flockenbach Comeback-Qualitäten, als man einen 1:2-Rückstand mit einem Doppelschlag in der 87. und 90. Minute in einen 3:2-Sieg drehte. Auch gegen den Top-Favoriten der Liga, den TSV Eintracht Stadtallendorf, hielt die Elf von TSV-Trainer Maik Six lange gut mit, ehe das entscheidende Gegentor zum 2:4-Endstand in der 88. Minute kassiert wurde.

»Zu Beginn der Saison sind alle Mannschaften auf Augenhöhe. Dies zeigt die Tatsache, dass nach zwei Spieltagen kein Team sechs Punkte hat. Du musst in deinen starken Phasen des Spiels wach sein und die sich dann bietenden Gelegenheiten kaltschnäuzig nutzen«, so Bulut. Der FSV-Trainer spielt dabei auch darauf an, dass seine Elf die erste Halbzeit im Derby gegen den FC Gießen komplett verschlafen hat. »Da sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Unsere Aktionen nach vorne waren zu träge und wenn sich dann mal die Gelegenheit zum Torabschluss ergeben hat, fehlte uns die Ruhe am Ball«, analysiert Bulut.

Das sich das Selbstvertrauen und die Automatismen bei seiner jungen Elf erst noch entwickeln müssen, ist für den FSV-Trainer normal. »Die Jungs sammeln im Moment Erfahrungen. Hierfür gebe ich ihnen die nötige Zeit. Wir können uns nur selbst helfen. Dazu müssen wir aber von Beginn an Gas geben und nicht erst - wie am Mittwoch - ab der 55. Minute. Wenn es nicht spielerisch funktioniert, dann muss man auch mal auf die zweiten Bälle gehen und mehr über die Außen spielen«, spielt Bulut auf die von FC-Routinier Michael Fink im Derby mit Bravour geschlagenen Diagonalbälle an.

Personelles: Der FSV-Trainer kann bis auf Kevin Göbel (Kreuzbandriss) aus dem Vollen schöpfen. »Derzeit habe ich die Qual der Wahl. Niclas Mohr könnte auf alle Fälle eine Option werden«, sagt Bulut über den Zugang vom FC Gießen.

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