1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mizan und Beissert finden Rhythmus

Erstellt: Aktualisiert:

gispor210322-rsvlahndill_4c
Der Lahn-Diller Jannik Blair wird durch Lisa Nothelfer (l.) und Carsten Crombach (r.) in doppelte Manndeckung genommen. © Röczey

Wetzlar. Zwei besondere Schulstunden erlebten drei Schulklassen, unter anderem von der Grundschule Fellingshausen, als Besucher des Hauptrundenabschlusses der Rollstuhlbasketball-Bundesliga mit dem RSV Lahn-Dill gegen die Frankfurt Skywheelers. Denn der erwartbare 72:38 (36:14)-Erfolg des Tabellenzweiten gegen das Ranglistenschlusslicht und damit Absteiger in die zweite Liga hatte einen besonderen Charakter, wozu die Mädchen und Jungen auf den Rängen bestens passten.

RSV Lahn-Dill - Frankfurt Skywheelers 72:38

Während bei den Gästen vom Main mit Nico Dreimüller einer der ehemaligen RSV-Akteure fehlte, mussten die Gastgeber Kapitän und Topscorer Thomas Böhme ersetzen. Der 30-Jährige hatte sich im Training eine Rückenverletzung zugezogen und schon beim mit 70:60 gewonnenen Nachholspiel am Donnerstag bei den Rhine-River Rhinos gefehlt. »Er soll sich schonen«, begründete Management-Mitglied Nico Zeltinger das Fehlen Böhmes.

Das war mit ein Grund für eine völlig ungewohnte Auftaktformation mit Dominik Mosler, Hiroaki Kozai, Catharina Weiß, Quinten Zantinge und Mark Beissert. »Wir haben teilweise mit Line-ups gespielt, die wir fast gar nicht trainiert haben«, blickte Cheftrainerin Janet Zeltinger nach dem Spiel zurück. Und die taten sich teilweise schwer, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatten. Wie benannte Anfangsformation. Mit 0:4 lagen die Lahn-Diller in der Buderus-Arena nach knapp drei Minuten zurück. Hier machte sich aber der erwähnte Schulbesuch bemerkbar. Denn die Nachwuchs-Fans unter den 600 Zuschauern bejubelten anfangs jede gelungene Aktion der Mittelhessen lautstark. So auch den ersten Gleichstand durch Kozai beim 4:4 in der vierten Minute, genauso wie das 8:8 wieder durch den japanischen Routinier zwei Minuten später. Und nach einer Auszeit Zeltingers stellte Kozai beim 10:8 erstmals auf Führung für den Champions-League-Sieger vom Vorjahr, dieser Vorteil hieß nach dem ersten Viertel 18:8. Natürlich lautstark bejubelt durch die Schulklassen. In der Folge ließ der Jubel auf den Plätzen zwar etwas nach, der Vorsprung wurde aber auf dem Feld stetig ausgebaut.

Zeltinger mit Lob

»Jede Line-up hat ihren Rhythmus gefunden«, freute sich Janet Zeltinger. »Das zeigt, wie breit unsere Mannschaft besetzt ist.« Denn mit Peyman Mizan und Mark Beissert erhielten zwei Edelreservisten genauso viel Spielanteile wie der Rest der Crew beim RSV. »Sie arbeiten jeden Tag im Training hart und haben es verdient«, begründete die Cheftrainerin die Hervorhebung des Duos. Das es entsprechend zurückzahlte. Mit zwölf (Mizan) und neun Punkten (Beissert) waren sie auch mit die besten Werfer ihrer Farben. Nur allzu gut passte da ins Bild, dass Mark Beissert mit einem Dreier den 72:38-Endstand herstellte.

Jetzt warten die Lahn-Diller auf ihren Halbfinalgegner im Playoff zur Deutschen Meisterschaft 2022. Entweder die Mannschaft von Hannover United oder die Rhinos werden am Wochenende 2./3. April zum Semifinal-Hinspiel laden, ehe am 13. April das möglicherweise schon entscheidende Heimspiel im Kampf um den Finaleinzug ansteht. Vielleicht sind dann die Schulklassen auch wieder mit von der Partie.

RSV Lahn-Dill: Mosler (10), Brown, Blair (2), Mizan (12), Bell (13, 1 Dreier), Mizan (12), Kozai (14), Weiß, Zantinge (6), Fujimoto (6), Beissert (9/1).

Frankfurt Skywheelers: Gail (6), Nothelfer, Spitz (8), Lang (6), Robins (10/2), Diedrich, Kind (2), Dehart (2), Crombach.

Auch interessant