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Mohr erfreut über Wahl

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Henry Mohr Kreisfußballwart © Thomas Wißner

Gießen (rd). Kreisfußballwart Henry Mohr hat den DFB-Bundestag mit der Wahl Bernd Neuendorfs zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball Bundes selbstverständlich aufmerksam verfolgt, denn als Funktionär an der Basis hat er an den sportpolitischen Entwicklungen eine Etage obendrüber größtes Interesse.

Weiß aber auch, dass »die Vereine vor Ort jetzt nicht unbedingt das dringende Bedürfnis hatten, zu schauen, wer da gewählt wird, da geht es schon mehr um die Bratwurst und den eigenen Sieg«. Für den KfW aber »ist es nach diesem Wahl-Wochenende des DFB-Bundestags »Gott sei dank so gekommen, wie ich es mir gewünscht habe«, zeigt sich Mohr mit dem deutlichen Votum für Neuendorf sehr einverstanden - und hat beobachtet, dass »sogar die Profis nicht ungeteilt Peter Peters ihre Zustimmung gegeben haben.«

Neuendorf gilt als Mann des Ausgleichs, aber vor allem als Mann, der die Basis und Amateure fest im Blick hat, der aber andererseits den Verband nicht zu neuen Konfrontationen führen wird. Was angesichts der »unsäglichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre« auch für Mohr ein ganz entscheidendes Kriterium ist. »Es ist ungeheuer wichtig, dass da wieder Ruhe einkehrt in den Verband«, sagt Mohr, dass die schon lange andauernden Querelen den größten Einzelsportverband der Welt mächtig an Renomeé gekostet haben. »Neuendorf wird die verschiedenen Seiten wieder zusammenbringen«, hofft der 66-Jährige, der den neuen Präsidenten auch schon persönlich kennengelernt und mit ihm ein Gespräch geführt hat. »Es ist auch positiv, dass etliche Frauen in den Gremien dazugekommen sind. So scheint es doch einen echten Aufbruch geben zu können, der hoffentlich dazu führt, dass es künftig seriöser und ruhiger zugeht, aber auch die Themenfelder der Basis wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Anstelle irgendwelcher Machtspielchen.« Dass Rainer Koch nach einer »unsäglich schlechten Rede« abgestraft wurde, sieht Mohr differenziert, denn »das war keine Wahl pro Silke Sinning, sondern gegen Koch, der an der Basis ja fast schon verhasst ist.« Dem bayerischen Dauer-Vize gesteht Gießens Kreisfußballwart aber zu, dass er »sich schon für die Amateure stark gemacht hat«, allerdings oft verknüpft mit »vielen Eigeninteressen.« Wichtig sei aber, dass »wir trotz der Pandemie an der Basis tolle Zahlen präsentieren können. Es spielen wieder mehr Kinder Fußball. Wir müssen uns vorort darum kümmern, dass das so bleibt und noch weiter wächst.« Wahl hin, Wahl her. Am Ende zählt eben doch die Bratwurst am Verkaufsstand neben und die Wahrheit auf dem Platz. Foto: Wißner

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