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»More Drama, Baby!«

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Hüttenberg. »More drama, baby!« - Bruce Darnell, einst Juror bei Germany’s Next Topmodel, hätte seinen bekannten Spruch am Samstagabend im Hüttenberger Sportzentrum nicht zum Besten geben müssen.

TV Hüttenberg U23 - TSG Offenbach-B. 23:22

Denn wie schon im letzten Heimspiel gegen die ESG Gensungen/Felsberg (22:21) bot die U23 des TV Hüttenberg den 240 Zuschauern in der Oberliga-Partie gegen die TSG Offenbach-Bürgel reichlich Drama und darüber hinaus eine bärenstarke Leistung. Und so musste mit den Südhessen ein weiteres Liga-Schwergewicht nach dem 23:22 (8:8)-Sieg des Happel/Spengler-Teams Mittelhessen ohne Zählbares wieder verlassen. »Obwohl wir personell wieder improvisieren mussten, waren das wieder Mentalität, Kampf und Leidenschaft pur. Nach unserem starken Start haben wir doch leider zunächst Standhandball gespielt, das hat mir nicht gefallen. Wir haben aber Zähne gezeigt, uns wieder reingebissen und insgesamt eine tolle Performance gezeigt. Wir haben gegen eine reife Mannschaft eine bockstarke Mannschaftleistung gezeigt, auf die ich wirklich stolz bin«, so TVH-Coach Dirk Happel.

Wie gegen Gensungen/Felsberg, so zog der Neuling auch Offenbach-Bürgel zu Beginn mit einer ebenso aggressiven wie beweglichen 3:2:1-Deckung den Zahn. Zudem funktionierte die Offensive, früh enteilte Hüttenberg auf 8:3 (15.) und schien auf einem tollen Weg zu sein. Kurioserweise war der Treffer von Jannis Wrackmeyer nach 14:11 Minuten aber schon der letzte der Hüttenberger in den ersten 30 Minuten. Und so konnte sich die TSG herankämpfen und durch Markus Wagenknechts Siebenmetertor kurz vor der Pause ausgleichen (8:8).

Till Uth beendete mit dem 9:8 dann direkt nach dem Wechsel die TVH-Torflaute, erneut kamen die Gastgeber auch insgesamt besser aus den Kabinen (13:10, 38.). Doch Offenbach-Bürgel kämpfte sich schnell zurück und lag dank eines 6:1-Laufes bis zur 45. Minute dann selbst mit 16:14 in Führung.

Nach einer Auszeit Hüttenbergs war der Ausgleich aber schnell hergestellt (16:16, 49.), bis in die Schlussminute hinein stand die Partie dann auf des Messers Schneide (18:18., 53., 22:22, 58.). Und das Drama gipfelte dann in den letzten 20 Sekunden.

Nach einer Auszeit erarbeitete sich Offenbach-Bürgel einen Siebenmeter, doch Wagenknecht, der zuvor alle sechs Versuche von der Linie im Hüttenberger Tor untergebracht hatte, scheiterte am toll parierenden Rüspeler. Und so zog Happel drei Sekunden später seine letzte Auszeit und besprach mit seinem Team den finalen Angriff. Und in dem setzte Kaspar Krauhausen fünf Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer zum 23:22 und verwandelte das Hüttenberger Sportzentrum in ein Tollhaus. Mehr Drama ging am Samstagabend wirklich nicht!

Hüttenberg: Rüspeler, Machleit - Stenkewitz (1), Nandzik, Naumann, Schäfer (1), Dahlhaus (1), Martin (1), Uth (4), Krauhausen (4), Wrackmeyer (8/4), Bährens (1), Rüpprich (2), Tietböhl.

Offenbach-Bürgel: Bolling, Hoppenstädt - Hoffmann (2), Eck (2), Röll, Kosch, Pjanic, Kretschmann (2), Wagneknecht (7/6), Lenort (5), Cohen (2), Schlereth, Kaiser (2).

Schiedsrichter: Häfner/Schmitt (Gelnhausen) - Zuschauer: 240 - Zeitstrafen: zwei (Dahlhaus, Martin) - vier (Kosch zwei, Lenort, Cohen) - Siebenmeter: 4/4 - 7/6.

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