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Nach der Pause reißt der Faden

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Von: Rolf Birkhölzer

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Unfreiwillig Platz genommen und den Gegner als Hocker genutzt: Mica Hendrich vom FSV Fernwald. Foto: Schepp © Schepp

Fernwald auf bestem Weg zum Sieg, am Ende aber mit 2:2 gegen starke Baunataler nicht unzufrieden

Steinbach . Der FSV Fernwald war in der Fußball-Hessenliga auf dem besten Weg, die Erfolgsserie von zehn ungeschlagenen Spielen des KSV Baunatal zu stoppen. Bis zur Halbzeit jedenfalls, als die Mannschaft von Trainer Daniyel Bulut, die ohne die angeschlagenen Louis Goncalves und Erdinc Solak auf dem Kunstrasenplatz auflief, 2:0 führte. Am Ende aber mussten sich die Gastgeber beim 2:2 mit einem Punkt zufriedengeben.

FSV Fernwald - KSV Baunatal 2:2

»Drei Punkte waren drin, aber nach einem Hin und Her in einem offenen Spiel war es am Ende wichtig, nach zwei Niederlagen zu punkten. Auch wenn wir nach dem 2:0 Konterchancen für ein 3:0 hatten«, war Bulut nachher nicht unzufrieden. Ähnlich sah es sein Baunataler Kollege Tobias Nebe: »Am Ende sind wir mit dem 2:2 zufrieden. Wir haben nach den Gegentoren zunächst nicht mehr zu unserem Spiel gefunden, haben uns aber zur Pause gesammelt und sind super in die zweite Halbzeit gekommen.«

In einem zunächst offenen Schlagabtausch ging der FSV in der 14. Minute in Führung, als Nicolas Strack im Nachschuss zum 1:0 traf, nachdem Tom Woiwod das Leder nach einer flachen Hereingabe von Mica Hendrich mit der Fußspitze nicht an KSV-Keeper Yannik Wilke vorbeigebracht hatte.

Die Nordhessen blieben auch in der Folge immer gefährlich und suchten den schnellen Weg Richtung FSV-Tor. Aber Brian Mukasa fasste sich nach gut einer halben Stunde ein Herz, zog aus gut 30 Metern ab und traf den Ball so gut, dass er im unteren Toreck der Gäste zum 2:0 (32.) einschlug. Von nun an dominierten die Fernwalder die Partie klar gegen einen nun mit offenerer Defensive spielenden Gegner und kamen zu mehreren aussichtsreichen Tormöglichkeiten. Zwei Minuten nach seinem Treffer strebte Mukasa allein auf das KSV-Tor zu, traf aber bedrängt das Leder nicht richtig. Wenig später vertändelte Tom Woiwod (37.) bei einem Konter leichtfertig den Ball, wurde Yannis Grönkes (39.) Distanzschuss noch abgefälscht und Woiwods Kopfball (40.) nach einer Ecke von Wilke gehalten. Dass diese Dominanz von den Gastgebern nicht zu Zählbarem genutzt wurde, sollte sich später rächen. Die Gäste aus der VW-Stadt waren in dieser Phase vor der Pause nur bei Standards torgefährlich, allerdings ohne Erfolg.

Das sollte sich nach dem Wechsel ändern, als beim gastgebenden Tabellenachten der spielerische Faden wie abgerissen war, die Pässe zu ungenau kamen, zu viele Zweikämpfe verloren gingen, kaum Abschlüsse gelangen und in manchen Situationen auch das Glück fehlte. Die Gäste dagegen rissen das Geschehen an sich und schafften nach vier Minuten den 1:2-Anschluss, als nach einem leichtfertigen Ballverlust des FSV Julian Berninger-Bosshammer eine Flanke von Hüseyin Cakmak aus kurzer Distanz nutzte. Während der KSV Baunatal nun vehement auf den Ausgleich drängte, kamen die Gastgeber nur zu Entlastungsangriffen. Und in der 57. Minute versenkte Nicolai Lorenzoni das Leder dicht vor dem FSV-Gehäuse nach einer Hereingabe von Patrick Krengel zum 2:2.

In der Schlussoffensive der weiter bemühten Fernwalder verpassten Mukasa (73.), der aus spitzem Winkel nur die Lattenoberkante traf, und Grönke (90.), dessen Schuss gerade noch zur Ecke abgewehrt werden konnte, die erneute Führung. Und damit den Sieg.

FSV Fernwald: Kleinheider - Kaguah, Muhic, Bender, Burger - Mukasa, Grönke, Hofmann, Hendrich (76. Schäfer) - Strack, Woiwod (86. Dervishi).

KSV Baunatal: Wilke - Schäfer, Blahout, Borgardt, Krengel - Cakmak, Recker (86. Siebert), Lorenzoni (76. Üstün), Klein (77. Schneider), Springer - Berninger-Bosshammer (68. Schmeer).

Tore: 1:0 (14.) Strack, 2:0 (32.) Mukasa, 2:1 (49.) Berninger-Bosshammer, 2:2 (57.) Lorenzoni - Schiedsrichter: Pfeifer (Rimbach) - Zuschauer: 160.

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