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Nach der Pause Torgefahr

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Von: Rolf Birkhölzer

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Umkämpftes Spiel: Hier klärt Mica Hendrich energisch vor Walldorfs Christian Matheisen. Foto: Schepp © Schepp

Fernwald . An der Tabellensituation beider Teams in der Fußball-Hessenliga hat sich nach dem Vergleich des Rangsiebten FSV Fernwald mit dem Sechsten Rot-Weiß Walldorf am Samstag beim 0:0 nichts geändert. »Wir haben Kontakt zu Walldorf gehalten, und uns hilft jeder Punkt weiter«, zeigte sich FSV-Coach Daniyel Bulut nach einem intensiven Spiel zufrieden mit der Punkteteilung und mit der Vorstellung seines Teams:

»Das hat die Mannschaft ordentlich gemacht.« Sein Trainer-Kollege Artur Lemm sah »ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide abwartend agiert haben« und warf seinen Spielern nur vor, dass »sie mehr aus ihren Chancen hätten machen müssen.«

»Das ist ein typisches 0:0-Spiel!« Diese Einschätzung eines Zuschauers war zur Halbzeit genau richtig - und sollte ja auch am Ende zumindest vom Ergebnis zutreffen. Denn in den ersten 45 Minuten gab es kaum Situationen, die zum Torerfolg hätten führen können. In Minute elf wurde Erdinc Solak nach schönem Doppelpass mit Tom Woiwod gerade noch von Rot-Weiß-Torwart Julian Koch gestoppt, fünf Minuten später fischte sein Kollege Pierre Kleinheider einen Schuss von Julian Ludwig aus dem unteren Toreck, und der Kopfballversuch des ehemaligen Waldgirmesers Laurin Vogt (31.) und der ungenaue Distanzschuss von Solak (33.) waren nicht gerade zwingend.

FSV Fernwald - RW Walldorf 0:0

Ansonsten lieferten sich beide Teams einen offensiven Schlagabtausch, mit viel Einsatz schon im Mittelfeld und teils erbitterten, aber stets fairen Zweikämpfen, und wenig aussichtsreichen Abschlüssen. »Spielt einfach!« Diese mehrfache Aufforderung von Bulut an sein Team in dieser Phase zeigt die Schwächen der Gastgeber im Spielaufbau hin zu Torraumszenen auf. »Beide Defensivreihen standen gut, und keiner wollte Fehler machen«, hatte Bulut eine plausible Erklärung dafür.

Das sollte sich nach dem Wechsel deutlich ändern, als gleich Tempo aufgenommen wurde und es auf beiden Seiten zahlreiche Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung gab. Eine Minute nach Wiederbeginn bereitete Walldorfs Maximilian Huß FSV-Keeper Kleinheider mit seinem Schuss aus spitzem Winkel große Mühe. Wenig Gefahr brachte ein Distanzschuss von David Siebert (56.). Erster größerer Aufreger nach gut einer Stunde, als RW-Keeper Koch einen strammen 35-Meter-Freistoß von Johannes Hofmann, der noch tückisch aufsprang, abprallen ließ und der nachsetzende Solak (64.) das Leder knapp übers Tor setzte. Eine Zeigerumdrehung später verfehlte Vogt mit seinem Kopfball das FSV-Gehäuse nur knapp. Weiter wurde um jeden Ball hart gekämpft, aber die Gastgeber verbuchten nun mehr Spielanteile. Und die Torhüter rückten mehr in dem Mittelpunkt. So Koch, der gegen Woiwod (66.) nach einer Solak-Hereingabe parierte, einen Seitfall-Schlag von Siebert (73.) bravourös abwehrte und auch zur Stelle war, als Kevin Kaguah (85.) nach einem Solak-Eckball das Leder aus kurzer Distanz Richtung RW-Tor weiterleitete.

Aber auch die südhessischen Gäste vergaben aussichtsreiche Tormöglichkeiten, als ein Kopfball des freistehenden Mittelfeldorganisators Vogt (65.) den FSV-Kasten nur knapp verfehlte, ein Freistoß von Ludwig (68.) etwas zu hoch angesetzt war, und der halblinks freigespielte Mikael Neway (72.) mit seinem Schuss am super reagierenden Kleinheider scheiterte. Es war halt scheinbar doch ein typisches 0:0-Spiel.

FSV Fernwald: Kleinheider - Burger, Bender, Kaguah, Muhic - Mukasa (78. Goncalves), Solak, Hendrich (71. Schäfer), Hofmann, Siebert (86. Mohr) - Woiwod (76. Strack).

RW Walldorf: Koch - Kosch (87. Spamer), Herberg, Sallan, Matheisen - Ludwig, Vogt, Mladenovic, Huß - Neway (76. Konate), Matondo (66. Herdt).

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Loschke (Kassel) - Zuschauer: 200.

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