1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Nach der Serie ist vor der Serie

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Rüdiger Dittrich

Fernwald . 420 Zuschauer bildeten eine angemessene Kulisse, der Kunstrasen sorgte für gutklassigen Tempofußball zweier technisch versierter Mannschaften - und auf der Bank der Gäste saß mit Alexander Meier immerhin ein hessischer Fußballgott (im Ruhestand). Ein Fußballfest auf Hessenliganiveau ganz zweifelsohne, das den stets nüchtern analysierenden Trainer des FSV Fernwald, Daniyel Bulut, aber genervt zurückließ.

FC Eddersheim - FSV Fernwald (So., 15 Uhr)

0:1 hatte sein zuvor mit imposanter Erfolgsserie ausgestatteter FSV Fernwald gegen die U21 der Frankfurter Eintracht verloren, gemessen an den Spielanteilen (vielleicht) gerecht, die größeren Chancen aber besaßen die Platzherren. Ganz aus dem Kopf ist die Partie dann auch noch nicht beim Vorschaugespräch auf den morgigen Auswärtsauftritt beim FC Eddersheim. »Das Gegentor in der 87. Minute war ein denkbar blöder Zeitpunkt, hätte man auch verteidigen können, aber man muss es auch einmal abhaken«, so Bulut, der den Auftritt im Frankfurter Stadteil morgen als »nächstes 50:50-Spiel beurteilt«. Fernwalds Trainer hat Eddersheim beim Auftritt im Waldstadion gesehen und viel Respekt: »Das war eine Mannschaft, die Gießen 90 Minuten Paroli geboten hat, die defensiv hervorragend steht, wobei bei ihnen eher offensiv der Schuh drückt.« Nun muss sich sein FSV Fernwald freilich nicht vor Eddersheim verstecken, denn auch die Mannschaft aus dem Sportkreis hat den Gießenern bereits zweimal über 90 Minuten Paroli geboten. Eine durchaus interessante Begegnung also zwischen dem Tabellenachten (FSV) und -elften (FCE), wobei die Gäste mit der zweitbesten Offensivabteilung auf die zweitschlechteste Sturmreihe treffen. Trotzdem weiß Bulut, dass »sie einen enormen Tempofußball spielen und sehr diszipliniert ihr System durchhalten.« Nach der ersten Niederlage nach langer Serie soll mit dem Auswärtsauftritt in Eddersheim ein neuer (positiver) Anfang gemacht werden. »Unser Ziel ist es immer zu punkten«, sagt Daniyel Bulut, der aber nicht sorgenfrei in den Süden reist: Neben den langzeitverletzten Niclas Mohr und David Siebert, hatten sich Erdinc Solak mit Erkältung und Elmitr Muhic mit Magenproblemen abgemeldet, bei beiden könnte es aber was werden. Wieder in den Kader rückt Nico Strack, während Louis Goncalves und Lucas Burger (beide privat verhindert) wohl fehlen werden.

Auch interessant