1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Natürlich sind wir Favorit«

Erstellt: Aktualisiert:

gispor_0104_zeltinger_01_4c
In den kommenden Wochen verstärkt gefragt: RSV-Trainerin Janet Zeltinger. © Röczey

Wetzlar. Als punktgleicher Tabellenzweiter mit Spitzenreiter und Titelverteidiger Thuringia Bulls (bei jeweils einer Niederlage) gehen die Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill in die Halbfinals der Playoff-Runde der Saison 2021/22. Gegner ist das Team von Hannover United als Rangdritter.

Die erste Begegnung steigt am Samstag (18 Uhr) in Hannover. Das zweite Treffen ist dann aber erst am Mittwoch, 13. April (19.30 Uhr), in der Buderus-Arena in Wetzlar angesetzt. Ein mögliches drittes und entscheidendes Treffen fände am Sonntag darauf an der Lahn statt. Im zweiten Semifinale treffen die Bulls auf die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden

Vor dem Halbfinal-Auftakt stand RSV-Cheftrainerin Janet Zeltinger Rede und Antwort.

Schmerzt es noch sehr, nicht als Tabellenführer in die Playoffs gehen zu können?

Es war in der Tat unser Ziel, den ersten Platz zu belegen. Die jetzige Situation ändert aber nicht viel. Wir müssen genauso oft gewinnen, wenn wir am Ende ganz oben stehen wollen. Jetzt spielen wir aber nicht ganz so viel zu Hause.

Aber Hand aufs Herz. Ist es jetzt nicht egal, ob Hannover oder Wiesbaden Halbfinalgegner ist? Der RSV Lahn-Dill gilt als klarer Favorit.

Natürlich sind wir Favorit. Aber das sind beide sehr starke Mannschaften. Wir haben zwar beide Spiele gegen Hannover gewonnen. Aber sie sind im Laufe der Saison besser geworden. Und Playofffs sind immer etwas anderes. Wir müssen auf jeden Fall gut vorbereitet sein.

Ist denn Thomas Böhme nach seiner Trainingsverletzung wieder genesen? Und steht der gesamte Kader zur Verfügung?

»Tommi« hat letzte Woche schon wieder mittrainiert und er ist wieder vollständig einsetzbar. Bei den anderen Spielern weiß ich von nichts anderem, als dass sie alle dabei sind (schmunzelt).

Spielverlegungen wegen Corona, ausgefallene Europapokalrunden. Wie schwierig ist die Trainingsplanung und -steuerung in diesen Tagen?

Wir haben versucht, die Intensität auf das Training zu legen und den Fokus auf uns gelegt. Wir haben viel gegeneinander gespielt und das Niveau hochgehalten. Natürlich ist es schade, dass so viel ausgefallen ist. Aber das gilt ja auch für die anderen Mannschaften. Wir müssen einen Weg da durchfinden und haben das bisher ganz gut gemacht.

Was ist die Stärke des RSV in dieser Saison? Woran muss weiter gearbeitet werden?

Wir haben so viele Spieler, die gut treffen können. Wir müssen immer wieder sehen, dass wir das Beste da rausbekommen. Es sind oft Kleinigkeiten, die dafür den Ausschlag geben, und das ist nicht immer so einfach. Aber wir arbeiten ständig an diesen Kleinigkeiten.

Anfang Mai geht es im Europapokal nach Erfurt. Sind diese Spiele schon im Blick?

Wir haben noch genügend Zeit nach den ersten Playoff-Spielen, um uns darauf vorzubereiten. Wir wissen, gegen wen wir spielen. Und ich habe mich auch schon ein bisschen informiert. Aber spanische Mannschaften (zuerst geht es gegen Bidaideak Bilbao, Anm. d. Red.) spielen international oft anders als in Spanien. Wir haben das im Hintergrund, gehen aber Schritt für Schritt voran.

Sowohl in der Champions League als auch in der Meisterschaft können die Thuringia Bulls der große Gegner werden. Sehen Sie Ihre Mannschaft gerüstet für die Spiele gegen die Thüringer?

Wir bereiten uns schon auch auf die Bulls vor. Wir wissen, wie stark sie sind. Wir wissen aber auch, was wir verbessern können und müssen. Gerade in solchen Spielen kommt es auf die erwähnten Kleinigkeiten an. Wir müssen unseren Rhythmus finden und halten. Aber erst einmal geht es gegen Hannover.

Auch interessant