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Neu-Fünfzigerinnen verstärken Rot-Weiß

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Von: Norbert Englisch

Gießen (ne). Es wird augenscheinlich erneut auf einen Titel-Zweikampf mit dem TC Singen hinauslaufen. In der vor der Tür stehenden Saison sieht sich Damen-Tennis-50-Regionalligist TC RW Gießen aber in einer besseren Position, denn durch die beiden Neu-Fünfzigerinnen Ellen Peters und Anke Ordemann hat man sich verstärkt - und das hat auch zu einer Steigerung der Motivation der übrigen Mannschaftskameradinnen geführt.

Allein Mannschaftsführerin Katja Gröninger ist aktuell leicht angeschlagen, »es geht sonst allen gut und wir sind guten Mutes«. Da man aber in der komfortablen Lage ist, auf den Positionen 4 bis 7 nach Bedarf zu rotieren, kann der ein oder andere Ausfall gut verkraftet werden.

Ein wenig bedauert wird, dass man in der kommenden Runde nur fünf Spiele haben wird. »Aber es wollte keiner aufrücken. Und es ist dann schon ein bisschen komisch, dass man mit sieben Matches Deutscher Meister werden kann«, charakterisiert Gröninger den aktuellen Zustand der Regionalliga. Als angenehm empfindet man, dass man von den fünf Saisonbegegnungen drei Heimspiele hat. Und da hofft man auf die Unterstützung durch den eigenen Anhang.

Bereits der erste Spieltag (14. Mai) hat es in sich, denn da treffen die vermeintlichen Hauptkonkurrenten Böblingen und Singen aufeinander. Die Rot Weißen empfangen den TC Winnenden (13 Uhr auf der Anlage an der Grünberger Straße): »Das geht nicht so nebenbei«, warnt Gröninger. Eine eher leichte Nummer erwartet die Gießenerinnen bei Tennis Eschborn am 21 Mai. Die Begegnung am 28. Mai gegen den TC Seeheim dürfte dann endgültig zur Standortbestimmung werden, denn die Südhessinnen schätzt man ähnlich stark wie sich selbst ein. Dann steht das diesjährige vermeintliche Spitzenspiel am 25. Juni gegen den TC Singen an. Gröninger selbstbewusst und kampfeslustig: »Nach zwei Niederlagen hintereinander sind wir wieder mal dran«. Auch die letzte Partie der Saison (2. Juli) ist nicht von Pappe, denn Böblingen verfügt durch einige Neuzugänge über ein Team mit Regionalliga-Erfahrung.

Für die 50er Damen des TC RW Gießen mit Barbara Seeger und Katja Gröninger an der Spitze stehen die Chancen, endlich wieder die DM-Endrunde zu erreichen jedenfalls nicht schlecht.

Aufstellung: 1 Barbara Seeger, 2 Katja Gröninger, 3 Silke Liebchen-Moneke, 4 Anke Ordemann, 5 Andrea Rolshausen, 6 Nicola Häffner, 7 Ellen Peters, 8 Jacqueline Kubsch-Larrad, 9 Michaela Lysa, 10 Sigrid Diehl, 11 Jana Kühn, 12 Petra Feye, 13 Kamilla Allertova, 14 Petra Gaul

In der Südwest-Liga ist Magdalena Happel die Nummer 1 beim TV Watzenborn . Nachdem sich in der Vorsaison das Thema Klassenerhalt durch den Rückzug des TC Landau von vornherein erledigt hatte, geht Mannschaftsführerin Andrea Hermann nach diesem erfolgreichen Abschneiden davon aus, »dass der Klassenerhalt auch dieses Jahr machbar ist«. Bedauert wird ein wenig, dass es nur vier Begegnungen geben wird, und »dass man zu den Auswärtsspielen weite Reisen hat«.

Exakt in der gleichen Besetzung des vorjährigen Teams hat es nur eine kleine Veränderung gegeben: Magdalene Happel musste aufgrund der LK-Werte auf die Spitzenposition rücken. Zunächst müssen die Watzenbornerinnen am 14. Mai ins Saarland zum TC Niederwürzbach: »Gegen die haben wir im Vorjahr sehr unglücklich verloren«, klingen bei der Mannschaftsführerin ein wenig Rachegelüste durch.

Den TC Bad Vilbel bezeichnet Hermann als »knackig«, aber man kann gegen den TC zu Hause (28. Mai/13 Uhr) antreten. Die Spielerinnen des TV Heimgarten kommen am 25. Juni nach Watzenborn, und hier rechnet man sich gute Siegchancen aus. Bereits Saisonende ist für den TV Watzenborn früh am 2. Juli mit der Auswärtsbegegnung beim TC Maxdorf, einer für Hermann unbekannten Mannschaft.

Aufstellung: 1 Magdalene Happel, 2 Ulrike Lotz, 3 Marie Szewczyk, 4 Michaela Cronau, 5 Jutta Sievers, 6 Ute Weckmann, 7 Barbara Rustige, 8 Andrea Hermann, 9 Anne Schäfer, 10 Ulrike Eschenburg

Der TC Wettenberg als Verbandsliga-Aufsteiger der Saison 2019 hatte vergangene Runde den Klassenerhalt in der Hessenliga Damen 40/4er relativ problemlos geschafft, und hofft auch für die kommende Runde auf einen Platz im hinteren Mittelfeld. Allerdings werden die Wettenbergerinnen zu Saisonbeginn durch zwei Coronafälle geschwächt. Mannschaftsführerin Sabine Luh ist sich darüber im Klaren, dass es auch eine spannende Saison bezüglich des Klassenerhalts werden könnte, erhofft sich aber, dass die Klasse gehalten werden kann »ohne zu zittern«.

Auf dem Papier ergeben sich Chancen gegen Rüsselsheim, Bad Homburg, Darmstadt und Schwanheim. Ein kleiner Vorteil ergibt sich auch aus der Tatsache, dass man viermal zuhause antreten kann und nur dreimal reisen muss. »In erster Linie wollen wir aber gemeinsam Spaß haben«, betont Luh erneut.

Aufstellung: Sabine Luh, Kirsten Julia Müller, Christina Jäger, Evi Ampt, Susanne Schiffke, Ulrike Fritzsche, Stephanie Granzer, Claudia Freitag, Karla Stroh, Gabriele Kalischewski, Romy Jäger, Claudia Kramer

Den beiden heimischen Herren-Hessenligisten steht erneut eine schwere Saison bevor. Während der TV Watzenborn (Herren 65) optimistisch bezüglich des Klassenerhalts ist, ziehen beim TC Grünberg (Herren 30) angesichts der Personalenge doch ein paar dunkle Wolken am Horizont auf. Wenn man in den beiden Schicksalsspielen in Arheiligen und beim TV Marburg nichts holt, dann könnte es für die Grünberger ganz eng werden.

Die Grünberger hatten über den Winter das Training auch pandemiebedingt etwas reduziert, jetzt aber wieder hochgefahren. Nach dem vorhersehbaren Weggang von Patrick Schunack und Phillip Dallmann waren die Grünberger froh, als sich mit Olaf Zupancic ein Spieler aus persönlichen Gründen auf eigene Initiative gemeldet hat, um beim TC mitzuspielen.

Der aus Süddeutschland stammende Zupancic wird regelmäßig zum Einsatz kommen, anders die beiden gemeldeten Portugiesen. »Die Wahrscheinlichkeit bei José Nunes ist gering, aber Goncalo Pereira wird für zwei/drei Spiele kommen«, erklärt Mannschaftsführer Steffen Nebeling. Gegen Arheiligen und den TV Marburg hofft man Erfolge einzufahren, zu diesen beiden machbaren Gegnern muss man allerdings reisen. Als Favoriten auf die Meisterschaft gelten ST Lohfelden und der TEVC Kronberg.

Aufstellung: José Nunes, Goncalo Pereira, Robin Wagner, Marc-René Müller, Steffen Nebeling, Andreas Lenz, Alexander Dickmann, Florian Runzheimer, Jochen Müller, Christopher Schmier,

Die Herren 65 des TV Watzenborn wollen die Hessenliga halten. Zu Favoritenerklärt Mannschaftsführer Richard Kania die nordhessischen Kontrahenten aus Ahnatal und Kassel, äußert sich bezüglich des eigenen Abschneidens aber optimistisch zum Erreichen des Klassenerhalts. Beginnen werden die Watzenborner mit Kania, Erwin Lewitzki, Adam Gibel und Erwin Burgmaier. Helmut Hofmann wird wohl erst im August verfügbar sein und auch Jiri Peschek wird die ersten zwei oder drei Spiele fehlen. »Wir hoffen auf eine Runde mit überall guter Atmosphäre«, wünscht sich Kania. Im Doppel wird neben Kania/Lewitzki und Gibel/Burgmaier nach Gegebenheit auch Gerhard Böck zum Einsatz kommen.

Aufstellung: Richard Kania, Helmut Hofmann, Jiri Peschek, Erwin Lewitzki, Adam Gibel, Gerhard Böck, Hans-Joachim Weber, Alexander Burgmaier, Michael Köhler, Gebhard Mandler

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