Neue Serie: "Meine Traumelf"

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BLEICHENBACH - In unserer neuen Lokalsportserie "Meine Traumelf" stellen Fußballer eine Mannschaft aus Spielern zusammen, auf die sie während ihrer aktiven Zeit getroffen sind. Dabei muss es sich nicht nur um Mitspieler handeln - es können auch Gegner sein, die in Erinnerung geblieben sind. Den Anfang macht der Bleichenbacher Christoph Werner (34).

Werner kann auf bewegte Karriere-Jahre zurückblicken. Bei den Sportfreunden Oberau und Eintracht Frankfurt ausgebildet, schoss der Stürmer seine ersten Tore im Seniorenbereich für den Büdingen Kreisklub Sportfreunde Oberau in der früheren Bezirksoberliga Frankfurt Ost. Im Sommer 2006 heuerte der damals 20-Jährige beim hessischen Oberligisten SV Bernbach an und schoss sich mit elf Toren in die Notizbücher mehrerer Bundesligaklubs. Werner wechselte schließlich nach nur einem halben Oberliga-Jahr zum 1. FC Kaiserslautern unter feierte am 2. März 2007 unter Trainer Wolfgang Wolf beim Auswärtsspiel in Aue sein Zweitliga-Debüt. Es blieb bei diesem einen Kurzeinsatz. Werner kam nach einem Trainerwechsel nur noch im B-Team der Lauterer zum Einsatz. "Trotzdem bleibt diese Zeit nicht nur wegen der Unterzeichnung meines Profivertrages unvergessen. Sie war - zumindest mit dem B-Team - auch erfolgreich. Unter anderem stiegen wir mit in die Regionalliga auf."

Der Polizist spielte zudem für Regionalligist FC Bayern Alzenau, den TSV Grebenhain, Viktoria Nidda, die SG Meilingen und nochmal für die Sportfreunde Oberau. Dort gewann er in der Saison 2011/12 den Kreisoberliga-Torschützenpokal (30 Treffer).

Im Juli 2017 trat Werner seine erste Spielertrainerstelle an und führte den KSV Aulendiebach von der A-Klasse in die Kreisoberliga. Seit Sommer 2020 steht er dem KSV nur noch als Aushilfsspieler zur Verfügung. "Nach drei Jahren als Trainer in Aulendiebach musste ich etwas Energie tanken. Sobald Corona wieder einen geregelten Spielbetrieb zulässt, wäre ich für eine neue Aufgabe bereit, vielleicht auch als Co-Trainer bei einem höherklassig spielenden Verein", betont der 34-Jährige, der seine Traumelf ausschließlich mit früheren oder aktuellen Mitspielern bestückt hat (in Klammern der Klub zu gemeinsamen Zeiten). Seine Begründung: "Mit diesen Jungs verbinde ich viele persönliche Abenteuer. Und natürlich können sie gut kicken."

Torhüter

Carsten Fillsack: Extrem ehrgeizig, der Musterprofi im Amateurbereich. Weil sein Zweitwohnsitz Mallorca ist, kennt er sich an der Playa aus.

Abwehr

Marcel Correia: Harter portugiesischer Abwehrspieler, der aktuell noch für den SC Paderborn aktiv ist. Er war meistens meine Begleitperson im Lauterer Nachleben.

Jonas Jacobi: Ist 39 Jahre alt, sieht aber aus wie 16. Er ist ein großartiger Kämpfer, der einen guten linken Fuß und eine Sprungkraft wie ein Känguru hat. Daher sehr kopfballstark.

Jens Pascher: Kopfballstark, Pferdelunge, feines rechtes Füßchen. In einem Spiel für die Sportfreunde Oberau schoss er einmal gefühlt 37 Abstöße ins Seitenaus.

Alexander Bauer: Knallharter Manndecker, Wadenbeißer, Vogelsberger Urgestein, Spaßvogel und Kirmesboxer.

Mittelfeld

Stefan Lexa: Flankengott und ein positiv verrückter Kerl. Hatte definitiv die schönste Frisur während seiner aktiven Bundesliga-Zeit.

Tino Schmitt: Aggressive Rennmaschine und Hallengott. Unterhält sich leider zu gerne mit den Schiedsrichtern.

Benny Wenzel: Guter Kicker, toller Entertainer, super Typ. Weiß zum Karriere-Ende wahrscheinlich immer noch nicht, welcher sein starker Fuß ist.

Sturm

Maxi Fischer: Tormaschine, Kapitän und ein Spieler, der sich nie schont. Einziges Manko: Er verträgt keinen Alkohol.

Benny Goedecke: Perfekter Kopfballspieler und absolut zuverlässig. Er war im Bus mein Sitznachbar, wenn es mit Bayern Alzenau zu den Regionalliga-Auswärtsspielen ging.

Daniel Kristek: Starker linker Fuß, quasi der Messi von Aulendiebach. Keine Lust aufs Training, dafür als erster Spieler an der Tränke. Zudem ist er ein Tanzgott.

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