Neuer Trainer ohne Stallgeruch für Sportfreunde Oberau

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OBERAU - Trainerwechsel beim Fußball-Gruppenligisten Sportfreunde Oberau: Mario Anthis übernimmt in der kommenden Saison den Posten von Ralph Rackensperger.

"Oberau betreibt eine gute Nachwuchsarbeit und führt viele Talente an den Seniorenbereich heran. Mario ist ein Trainer, der sehr gut mit jungen Spielen arbeitet. Deshalb versprechen wir uns viel von dieser Zusammenarbeit, die unabhängig von der Klassenzugehörigkeit nach der Sommerpause beginnen wird", sagt Peter Kuhl. Zudem sei es dem Spielausschusschef der abstiegsgefährdeten Sportfreunde wichtig, ein in Oberau unbeschriebenes Blatt zu verpflichten. "Wir wollen endlich jemanden ohne Stallgeruch."

Vor zwei, drei Wochen kontaktierte die Vereinsspitze ihren Wunschkandidaten das erste Mal. "Da war ich schon überrascht", gesteht Anthis, der etwas Bedenkzeit benötigte. "Zum einen habe ich kürzlich meinen Job gewechselt und wollte erst einmal sehen, wie es anläuft. Zum anderen habe ich noch nie einen Gruppenligisten trainiert, obwohl ich schon über 20 Jahre als Spielertrainer oder Trainer im Geschäft bin", erklärt Anthis. Am Samstag gab der in Wolf lebende Produktionsleiter den Sportfreunden seine Zusage und freut sich nun "auf diese reizvolle Aufgabe".

Einmal schrammte Anthis ganz dicht am Aufstieg in die siebthöchste Spielklasse vorbei, als er mit Germania Ortenberg an der Relegationsrunde zur Gruppenliga teilnahm. Die Trainer-Bilanz des 53-Jährigen, der aktuell den Kreisoberligisten TV Kefenrod betreut, kann sich trotzdem sehen lassen. Er feierte sechs Aufstiege und stieg nur einmal ab. Unter anderem trainierte Anthis noch die SG Ober-Mockstadt, SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen, den FSV Dauernheim, die SG Aulendiebach/Wolf und den KSC Volkartshain/Völzberg.

Aktuell belegen die Sportfreunde mit neun Punkten aus zehn Partien Tabellenplatz 17 - nehmen also einen Abstiegsrang ein. Kuhl geht allerdings davon aus, dass die wegen Corona unterbrochene Runde annulliert wird. "Der Hessische Fußball-Verband sollte Auf- und Abstieg aussetzen und mit den jetzigen 20 Mannschaften der Gruppenliga Frankfurt Ost in die neue Spielzeit gehen. Im nächsten Schritt würde ich die Liga in zwei Gruppen, am besten nach regionalen Gesichtspunkten, aufteilen und in der zweiten Hälfte der kommenden Saison eine Art Auf- und Abstiegsrunde spielen", so Kuhl, der nach der Trainerverpflichtung mit der Kaderplanung für die nächste Spielzeit beginnt. "Jetzt können wir die Akteure unserer beiden Mannschaften ansprechen und uns im Anschluss Gedanken über Neuzugänge machen."

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