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Neues Handball-Jahr startet mit Oberliga-Derby

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Bereits im Hinspiel hat der Pohlheimer Trainer-Bruder Stefan Lex (hier in doppelter Manndeckung) mit der HSG Wettenberg alle Hände voll zu tun. © Schepp

Am Freitagabend empfängt die HSG Wettenberg die HSG Pohlheim zum ersten Derby im neuen Jahr. Im Vorfeld blicken die beiden Trainer, Axel Spandau und Andi Lex, auf die bevorstehende Partie.

Gießen. Lediglich das Weihnachts- und das Neujahrswochenende blieb den heimischen Handballern der Männerhandball-Oberliga, um ein wenig auszuspannen. Bereits am Freitagabend startet nämlich die Rückrunde in Hessens höchster Spielklasse, wenn sich zum Auftakt die HSG Wettenberg und die HSG Pohlheim in Launsbach (20.15 Uhr) im Derby gegenüberstehen.

HSG Wettenberg - HSG Pohlheim (Fr., 20.15 Uhr)

Vor dem Aufeinandertreffen haben wir uns mit den beiden Trainern Axel Spandau und Andi Lex über den bisherigen und den weiteren Saisonverlauf und natürlich über das direkte Aufeinandertreffen unterhalten.

Auch wenn sie ob der Aufteilung der Oberliga arg kurz ausfiel, wie fällt Ihr Fazit zur Hinrunde aus?

Spandau: Mit unseren 4:8 Punkten sind wir natürlich hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben, denn eigentlich sollten es nach der Hinrunde acht Pluspunkte sein. Aber dafür hätten wir im Heimspiel gegen Kleenheim-Langgöns, in Großenlüder oder auch in dem engen Spiel in Petterweil etwas mitnehmen müssen. Auch wenn alle gewisse Ausfälle zu beklagen hatten, muss man aber sagen, dass es uns da mitunter schon arg erwischt hatte, was das Punkten in einer ausgeglichenen Staffel wesentlich schwieriger machte.

Lex: Wir sind mit der Hinrunde natürlich sehr zufrieden und liegen absolut im Soll. Einzig bei der knappen Niederlage in Melsungen hätten wir uns natürlich zumindest einen Punkt gewünscht, der über den Spielverlauf auch gerecht gewesen wäre. Aber bislang haben wir in den Spielen auch das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Daran wollen wir auch im neuen Jahr anknüpfen.

Die Winterpause konnte diesmal kaum als solche bezeichnet werden. Wurde dennoch eine eingelegt oder praktisch durchtrainiert?

Lex: Wir haben lediglich vor Weihnachtstagen eine Woche Pause eingelegt und das Training danach direkt wieder aufgenommen. Daher sind wir topfit und bereit für die Rückrunde. Positiv ist zudem, dass mir bis auf Torben Weinandt (Kreuzbandriss) der gesamte Kader zur Verfügung steht. Auch Max Rühl und Johannes Träger sind nach ihren Verletzungen mittlerweile zurückgekehrt.

Spandau: Ich bin ja nun schon einige Jährchen dabei, an eine solche kurze Pause kann ich mich nicht erinnern. Und trotzdem muss es einem erst einmal gelingen, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, sodass das sicherlich nicht einfach wird am Freitag. Zumal wir nicht unbedingt mit vielen gemeinsamen Einheiten in das Spiel gehen können.

Am Freitag beginnt das Jahr direkt mit einem mittelhessischen Duell. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Spiel?

Spandau: Dass Pohlheim in diesem Spiel der Favorit ist, ist klar und auch an der Tabelle abzulesen. Doch wie heißt es so schön: Jedes Spiel muss erst gespielt werden. Natürlich wollen wir versuchen, an einer Überraschung zu arbeiten. Trotzdem wissen wir, was da vor allen Dingen an individueller Klasse auf uns zukommt. Deswegen müssen wir versuchen, mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegenzuhalten. Das war in den letzten Jahren ja immer eine der Wettenberger Stärken. Mit Julius Thrun und auch Lukas Becker werden uns aber gleich Mittelspieler weiterhin fehlen.

Lex: Selbstverständlich ist es unser Ziel, dass wir dieses Spiel gewinnen. Aber wir wissen um die Schwere dieser Aufgabe. Wettenberg hat uns im Hinspiel lange Zeit vor große Aufgaben gestellt, beispielsweise mit offensiven Deckungsvarianten. Aber wir haben da mittlerweile gute Lösungen kreiert, wie wir beispielsweise gegen Kleenheim-Langgöns gezeigt haben. Deshalb bin ich guter Dinge, dass wir unseren guten Lauf auch zum Start des neuen Jahres fortsetzen können.

Über das Derby hinausgeblickt: Wie sind ihre Erwartungen für die Restrunde?

Lex: Wir haben ein ganz klares Ziel definiert, und das heißt Aufstieg. Daher wollen wir auch weiterhin zeigen, dass wir dieser Favoritenrolle gerecht werden. Die Meisterrunde ist selbstverständlich ein Muss. In dieser wollen wir dann natürlich auch zeigen, dass wir sowohl die Breite als auch die Qualität im Kader haben, um dieses Ziel auch erreichen zu können.

Spandau: Wir haben unser Ziel, die Top Vier zu erreichen, noch nicht aus den Augen verloren. Die Tabelle sagt, dass uns dafür nur zwei Punkte fehlen. Wenn man Pohlheim und Melsungen mal ausklammert, die für mich die stärksten Teams darstellen, liegen viele weitere Mannschaften doch eng beisammen. Da kannst du gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren. Das hat die Hinrunde gezeigt. In diesen direkten Duellen wird es dann für uns zählen. Da müssen wir hart arbeiten, um erfolgreich zu sein.

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Axel Spandau, Trainer der HSG Wettenberg, will zum Rückrundenauftakt gegen die HSG Pohlheim für eine Überraschung sorgen. © PeB

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