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Neues Jahr, aber alte Probleme bleiben

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). In der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) hatten die Gießen Pointers am Sonnabend ihre bereits 13. Niederlage im 14. Pflichtspiel zu quittieren. Bei den Itzehoe Eagles (6.) kam das mittelhessische Staffel-Schlusslicht, das über weite Strecken gut mithielt, nicht über eine 65:75-Pleite hinaus.

Itzehoe Eagles - Gießen Pointers 75:65

»Das Spiel war eigentlich relativ ausgeglichen«, bilanzierte Pointers-Co-Trainer Dejan Kostic nach dem Abpfiff eines Spiels, das die tabellarische Lage der Lahnstädter nicht einfacher macht. Denn gegen die Nordlichter kamen die Gäste zu einer ordentlichen Spieleröffnung und lagen nach den ersten 150 Sekunden mit 6:2 in Front. Nachfolgend gestaltete sich das Geschehen ausgeglichen (13:13, 7.), nach den ersten absolvierten zehn Spielminuten wiesen die Eagles nur einen 23:19-Vorteil (10.) auf.

Als wesentlichen Knackpunkt für die spätere Niederlage machte Kostic das anschließende zweite Quarter (19:7) aus. Zwar starteten die Pointers hier mit einem starken 6:0-Lauf - brachen kurz danach aber komplett ein und markierten ab der 13. Minute (25:26) bis zur Halbzeitpause keinen einzigen Treffer mehr. »Das war eine Phase, in der wir kopflos agiert haben, das hat uns am Ende des Tages geschadet«, bilanzierte Dejan Kostic, der nicht nur bemängelte, dass seine Spieler im Abschluss zu häufig die falschen Optionen gezogen hatten: »Wir haben da insgesamt einfach zu individuell gespielt.« Die Konsequenz: Zum Kabinengang freuten sich die Schleswig-Holsteiner, bei denen sich US-Point Guard Walter McBride (23 Punkte) als bester Punktesammler in die Scoring-Liste eintrug, über einen 42:26-Vorsprung (20.).

Entschieden war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch lange nichts. Pointers-Headcoach Daniel Dörr und Dejan Kostic schafften es, ihre Schützlinge wieder in die Spur zu bringen. »Nach der Pause haben wir uns gesteigert«, so der Co-Trainer. Mit einem 8:0-Run meldeten sich die Mittelhessen im dritten Durchgang auf dem Court zurück und verkürzten ihren Rückstand bis zur 30. Minute auf nur noch 45:51 aus eigener Sicht.

Schiedsrichter beenden guten Run

Nun hatte Gießen Blut geleckt und brachte Itzehoe im finalen Abschnitt weiter in Bedrängnis. Nach einem Drei-Punkte-Treffer durch David Amaize klopften die Gäste den Hausherren an die Schulter, lagen lediglich noch mit zwei Punkten zurück (56:58, 35.). Anschließend allerdings kam es zu umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen aus Sicht des Dörr-Teams, die den Norddeutschen wieder etwas Puffer und Auftrieb verschafften. In den letzten drei Minuten der Partie machten die »Adler« dann mit einem 9:4-Lauf alles klar.

»Das Gute ist, dass wir trotz eines 16-Punkte-Rückstands zur Pause nicht aufgegeben und uns wieder reingekämpft haben. Wir haben uns wieder die Möglichkeiten erarbeitet, um das Spiel zu drehen. Leider hat uns dann am Ende etwas das Glück gefehlt. Aber das gibt uns dennoch Mut für die nächsten Begegnungen«, so Kostic rückblickend.

Ferner hielt der Gießener Co-Trainer fest: »Es ist häufig so, dass zwei oder drei Bälle in einem Spiel über Sieg und Niederlage entscheiden. In dieser Saison hatten wir dabei meist Pech und ich hoffe sehr, dass wir in den nächsten Spielen etwas mehr Glück an der Stelle haben werden. Wir müssen aus diesem Tabellenkeller raus und da können uns nur Trainingseinheiten und eine positive Stimmung helfen. Daran arbeiten wir - Charakter haben wir aber auch in diesem Spiel gezeigt.«

Gießen Pointers: Ledoux (25), Carl (2), Schneider, Maruschka (7), Troussel (10), Njie (3), Kenntemich (3), Lischka (2), Amaize (13).

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