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Neues Team, neue Chancen

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Die HSG Lumdatal mit hinten von links: Trainer Marcel Köhler, Physiotherapeutin Jutta Hasenkamp, Leona Parma, Franziska Müller, Katharina Smajek, Pia Hummerich, Carmie Schneider, Nina Hasenkamp, Kim Fuhrländer, Antonia Fürst, Hanna Schwabauer, Co-Trainer Philipp Totev. Vorne von links: Noemi Schneider, Lea Bulling, Stefanie Schütz, Ann-Kathrin Schäfer, Ela Schuster, Madeleine Müller, Lena Böcher. Es fehlen: Torwarttrainer Julian Schneider und Svenja Mohr. Foto: HSG © HSG

Lumdatal (mol). Neben der HSG Kleenheim-Langgöns hat es mit der HSG Lumdatal in der vergangenen Saison auch noch einen zweiten mittelhessischen Club »erwischt«, der den Gang aus der Dritten Frauen-Liga in die Oberliga Hessen angehen muss.

Doch ein Beinbruch war das für das Team von Trainer Marcel Köhler nicht, viel mehr hat dessen Team das Abenteuer in Deutschlands dritthöchster Klasse genossen. Nun aber nicht erneut in Abstiegsgefahr zu geraten, sondern eine sorgenfreie Saison 2022/23 ist das Ziel der HSG, was ob diverser personeller Verluste aber kein leichtes werden dürfte.

»Für uns wird es in erster Linie darum gehen, dass wir uns in der Klasse etablieren. Hätten wir die Mannschaft der Vorsaison, dann hätte ich schon gesagt, dass wir oben mitspielen wollen, aber wir haben jetzt schon einen Umbruch hinter uns. Deswegen wollen wir es schaffen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und das Mittelfeld zu erreichen. Eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte ist unser Ziel«, betont Lumdatals Coach Köhler.

Dieser muss im Vergleich zur Vorsaison auf die Flügelzange Selina Sauer Linksaußen) und Doreen Schlapp (Rechtsaußen) verzichten, die wie Torhüterin Julia Olemotz ihre Karriere im Sommer beendet haben. Aufgrund ihrer Schwangerschaft wird auch »Käptn« Madeleine Müller in der kommenden Saison nicht spielen können, während Hanna Schwabauer noch an einer Ende der Saison erlittenen Knieverletzung laboriert, die die Mittelspielerin wohl noch geraume Zeit ausfallen lassen wird.

»Das sind natürlich eine ganze Reihe etablierter Spielerinnen, die uns nicht mehr oder zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Unabhängig von der Qualität, die dadurch fehlt, müssen sich natürlich auch Hierarchien neu bilden und andere Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen, in eine Führungsrolle hineinwachsen. Aber in dieser Hinsicht hat uns das Drittliga-Jahr auch schon sehr geholfen«, beschreibt der HSG-Coach.

Mit Antonia Fürst und Pia Hummerich konnten vom Bezirksoberligisten HSG Marburg/Cappel zwei Spielerinnen gewonnen werden. Ela Schuster steht nach ihrer Babypause wieder als Torhüterin parat. Ansonsten wurde der Kader mit Eigengewächsen aus der zweiten Mannschaft ergänzt. Auch aufgrund vieler junger Spielerinnen wurde viel Wert in der nun zu Ende gehenden Vorbereitung auf die körperliche Fitness und die Athletik gelegt, in diesem Bereich bestand und besteht oftmals noch Nachholbedarf.

»Zudem arbeiten wir auch weiterhin viel an unserer Deckung und wollen neben unserer klassischen 6:0- auch noch eine zweite offensivere Variante etablieren, zumal uns auch einige wichtige Innenblock-Spielerinnen weggebrochen sind. Dass wir zudem am Tempospiel weiter feilen und uns auch im Angriff verbessern wollen, versteht sich von selbst«, so Köhler, dessen Team mit der schweren Auswärtspartie beim TuS Kriftel am Sonntag (11. September, 18 Uhr) in die neue Runde startet. »Da haben wir aber keinen Druck und nichts zu verlieren. Denn wenn sie ihren Kader gehalten haben, werden sie sicherlich wie Leihgestern oder auch Kleenheim-Langgöns in der Tabelle oben mitspielen!«.

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