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Groß-Bieberau (mol). Die U23 des TV Hüttenberg hat in ihrer zweiten Partie in der Männerhandball-Oberliga ihre zweite Niederlage einstecken müssen, sich aber teuer verkauft. Am Freitagabend hatte das Team von Dirk Happel und Tim Spengler bei den Falken HSG Bieberau-Modau dennoch keine Chance und musste sich beim Drittliga-Absteiger, der auch als Favorit auf die Meisterschaft gelten dürfte, mit 22:

28 (9:17) geschlagen geben.

HSG Bieberau - TV Hüttenberg U23 28:22

»Wir waren doch in der ersten Halbzeit ein wenig erstarrt vor dem großen Namen. Dass wir auf Till Uth und Paul Bährens verzichten mussten und Simon Dahlhaus praktisch nicht gespielt hat, war schwer zu kompensieren. So haben wir uns doch ein paar Fehler zu viel erlaubt und hatten dann keine Chance. Aber sehr positiv war, dass wir zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und bis zum Ende um jedes Tor gekämpft haben«, lobte Dirk Happel sein Team im Allgemeinen und Kaspar Krauhausen sowie Patrick Jockel im Besonderen.

Zu Beginn wechselten die Kräfteverhältnisse in der Sporthalle »Im Wesner« praktisch im Fünf-Minuten-Takt. Die Falken starteten standesgemäß und legten direkt eine 4:0-Führung (5.) vor. Doch nach dem ersten Tor durch Kraushausen waren die Hüttenberger im Spiel angekommen und konnten durch einen Doppelpack von Moritz Schäfer auf 4:5 (10.) verkürzen. Weitere 300 Sekunden später musste das Hüttenberger Trainergespann aber bereits seine erste Auszeit ziehen, denn Bieberau-Modau war nach einem Treffer von Robin Büttner auf 10:5 (15.) enteilt.

Doch das Timeout zeigte nur wenig Wirkung, da die Gastgeber nach der neuerlichen klaren Führung diesmal nicht nachließen und die Hüttenberger deshalb nicht nochmal herankamen. Im Gegenteil: über das 13:7 (22.) zogen die Hausherren zur Pause schon vorentscheidend auf 17:9 davon.

Auch nach der Halbzeit ließ Bieberau-Modau, das im Sommer erstmals nach 39 Jahren in den Ligen zwei und drei wieder den Gang in die Oberliga antreten musste, nichts anbrennen und baute den Vorsprung nach 40 Minuten durch ein Tor von Denys Isanchuk erstmals auf zehn Treffer auf (22:12). Trotz des klaren Rückstandes und der großen Qualität der Falken war bei den jungen Hüttenbergern der Wille, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, jederzeit erkennbar. Die Happel/Spengler-Truppe steckte bis in die Schlusssekunden hinein nicht auf und kam nach Krauhausens 22:28 zu einem respektablen Endergebnis.

Bieberau: Witkowski, Ivankovic, Reingardt - Castillo, Büttner (8/4), Isanchuk (4), Grusovnik, Kunzendorf (4), Hübscher (8/4), Nehrdich (3), Ripper, Knieps (1), Szanto.

Hüttenberg: Rüspeler (1) - Stankewitz, Nandzik, Naumann, Schäfer (2), Knorz (1), Lins (1), Martin (2), Jockel (5), Krauhausen (5), Dahlhaus, Wrackmeyer (2/1), Rüpprich (1), Tietböhl (2/2).

Schiedsrichter: Häfner/Schmitt (Gelnhausen) - Zuschauer: 300 - Zeitstrafen: drei - eine (Tietböhl) - Siebenmeter: 9/8 - 6/3.

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