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Nicht den Hauch einer Chance

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Melsungen/Gießen (mol). Die HSG Wettenberg hat in der Männerhandball-Oberliga in einer Nachholpartie eine krachende Niederlage einstecken müssen. Das personell dezimierte Team von Trainer Axel Spandau, das am Dienstagabend auf Thrun, Panther, Olbert, Schmidt und Torhüter Stroh verzichten musste, hatte bei der MT Melsungen nicht den Hauch einer Chance und musste sich bei einem der Topfavoriten auf den Aufstieg mit 18:

34 (7:21) geschlagen geben.

MT Melsungen II - HSG Wettenberg 34:18

»Trotz der 21 Gegentore in Halbzeit eins standen wir im gebundenen Spiel gar nicht schlecht. Allerdings haben wir ein trauriges Angriffsspiel hingelegt und mehr als zehn Treffer aus Gegenstößen kassiert. Das war ein Debakel. In der zweiten Halbzeit war das offensiv deutlich besser, vor allem auch unser Rückzugsverhalten. Da haben wir dann wirklich noch ein akzeptables Ergebnis erreicht«, so der HSG-Coach, der zudem Torhüter Joshua Laudt für seine starke Leistung in Hälfte zwei lobte.

In der Melsunger Stadtsporthalle standen die Wettenberger von Beginn an auf verlorenem Posten. Nach dem schnellen 0:3 (4.) gerieten die Gäste nach gut zwölf Minuten bereits mit 3:8 in Rückstand, was Spandau zu seiner ersten Auszeit veranlasste. MT-Linkshänder Julian Fuchs, der bereits in der Bundesliga debütiert hatte, hatte bis dato sieben der acht Gastgeber-Treffer angebracht. Doch Besserung war auch nach dem Timeout nicht in Sicht, da sich die HSG an der Melsunger Abwehr immer wieder die Zähne ausbiss, zudem Fehler produzierte und dem Tempospiel des Favoriten nichts entgegenzusetzen hatte. So baute das Team von Trainer Georgi Sviridenko die Führung über 11:4 (17.) und 15:5 (22.) zur Pause auf 21:7 aus und hatte die Partie damit nach 30 Minuten bereits entschieden.

Nachdem die Spannung früh aus der Partie war, konnten die Wettenberger dank eines 5:1-Laufes zunächst auf 12:22 (41.) verkürzen, gerieten nach zehn torlosen Minuten aber gar mit 12:28 ins Hintertreffen. Mit diesem Rückstand ging es in die Schlussminuten (16:32, 57.) und beim 34:18-Endstand durch Merlin Kothe letztlich auch in die restliche Woche, an deren Ende (Samstag, 20 Uhr) sich beide Teams in Launsbach bereits zum Rückspiel gegenüberstehen.

Melsungen: Büde, Herbst - Dorbriczikowski (3/1), Grolla (4), Rietze (4), Beekmann (3), Kothe (2), Pegler, Kompenhans (3), Andrei, Reinbold, Sahin (2), Fuchs (10/2), Kuntscher (3).

Wettenberg: Laudt - Schwarz (2), Anhäuser (2), Werner, Becker, Weidner (2), Rabe (4), Warnke (2), Weber (1), Oyono (1), Lauber (2), Weise (2).

Schiedsrichter: Heinzel/Wieprecht (Wallau/Massenheim). - Zeitstrafen: keine - drei . - Siebenmeter: 3/3 - 2/0.

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