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Niederlage im Topspiel

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Nichts zu holen: Luis Figge und die Gießen 46ers fahren mit leeren Händen von Vechta wieder nach Mittelhessen zurück. Foto: Schepp © Schepp

Gießen. Die Serie ist gerissen. Ausgerechnet bei Ligaprimus Rasta Vechta mussten die Zweitliga-Basketballer der Gießen 46ers nach zuletzt vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage einstecken, in Niedersachsen unterlag das Team von Headcoach Branislav »Frenki« Ignjatovic in einem lange Zeit umkämpften und ausgeglichenen Spiel mit 89:96. »Leider haben wir kein perfektes Spiel geliefert und in den ersten drei Vierteln immer schlecht begonnen.

Wir haben in diesen Phasen zu einfache Punkte zugelassen und mit letztendlich 96-Gegenpunkten kannst du einfach nicht in Vechta gewinnen«, so der Gießener Übungsleiter nach Spielschluss.

Rasta Vechta - Gießen 46ers 96:89

Es war ein starkes ProA-Spiel von beiden Mannschaften, die insbesondere griffig in der Defense waren und den Ball gut laufen ließen. Den ersten kleinen Lauf beanspruchten aber die Hausherren für sich, ein erfolgreicher Dreier-Versuch durch Tajuan Agee sowie zwei weitere Zähler von Siler Schneider brachten einen schnellen 0:5-Rückstand aus Gießener Sicht (1.). Diese konterten zwar ihrerseits fix, ließen in der Verteidigung aber sieben weitere Vechta-Punkte zu (4:12, 3.). Ein großes Manko schon jetzt im 46ers-Spiel: Die Versuche aus der Nah- und Mitteldistanz fanden zu selten ihr Ziel. Da Vechta aber ebenso mit vielen Dreier-Versuchen daneben langte, kamen die Lahnstädter nicht nur wieder heran, sondern erzielten durch Jordan Barnes auch ihre erste Führung (18:17, 7.). Diese sollte auch bis zur ersten Pause Bestand haben (25:22, 10.).

Dieses Bild änderte sich auch im zweiten Viertel nur marginal. Zwar erhöhte Roland Nyama von jenseits der 6,75m-Markierung für die 46ers, auf der anderen Seite lief nun aber Vechtas Topscorer Joel-Sadu Aminu heiß (30:32, 12.). Wieder hatte die Führung gewechselt, das zwang Coach Ignjatovic zur ersten Auszeit. Diese schien zunächst auch zu fruchten, Gießen präsentierte sich nun wieder ein wenig gefährlicher: Stefan Fundic, Nico Brauner und Roland Nyama wendeten für ihre Farben erneut das Blatt (37:32, 15.). Eine zweite Auszeit seitens »Frenki« Ignjatovic direkt nach dem abermaligen 37:38-Rückstand (17.) sollte wieder Ruhe ins Gießener Spiel bringen, Vechta blieb in dieser kurzen Phase aber präsenter unter den Körben (39:45, 19.). Weil Justin Martin aber kurz darauf von der Drei-Punkte-Markierung erfolgreich war, beim Wurf aber wegen eines möglichen Foulspiels protestierte, kassierte der Gießener Spielmacher ein Technisches Foul. Den fälligen Freiwurf auf der anderen Seiten ließen die Hausherren zum 42:46-Pausenstand in die Reuse fliegen.

Nahdistanz mit grausigen Werten

Beim Blick auf die Statistiken las sich aus Gießener Sicht eine Sache weiterhin schlecht: Elf von 26 erfolgreichen Versuchen (42 Prozent) aus der Nahdistanz waren schlicht zu wenig, um dem Ligaprimus dauerhaft gefährlich werden zu können. Am Ende kam Gießen sogar nur auf 39 Prozent in dieser am Ende entscheidenden Kategorie.

Zu Beginn des dritten Akts sorgten zunächst Joel-Sadu Aminu sowie Siler Schneider für die erste deutliche Führung im gesamten Spiel (42:52, 21.), doch hielt auf der anderen Seite Nico Brauner die Gießener Chancen aufrecht. Dennoch: Die Abschlussschwäche vermochten die 46ers nicht abzustellen, sodass Vechta wieder ein wenig davonziehen konnte. Mehr noch: Bis zum verwandelten Freiwurf von Roland Nyama blieben die Gäste über zwei Minuten lang ohne Korberfolg, sammelten aber fleißig Fehlwürfe (51:61, 26.). Aufgrund unnötiger Fouls und daraus resultierender Freiwürfe zogen die Gastgeber zum Viertelende sogar auf 55:70 aus 46ers-Sicht davon.

Schlusslauf wird nicht belohnt

Was also ging noch für die Gäste von der Lahn? Erstaunlich viel. Stefan Fundic und Justin Martin - der den ersten Dreier seit einer gefühlten Ewigkeit durch die Reuse jagte - bliesen zum Angriff. Und so kämpften sich die Gäste wieder heran, nach einem 19:5-Lauf waren die 46ers wieder dran. Beim Stand von 76:79 rief Rasta-Coach Ty Harrelson sein Team noch einmal zu sich. Näher als auf drei Punkte sollten die Jungs um Nico Brauner aber nicht mehr kommen, stets hatte Vechta eine Antwort parat. Dass es am Ende doch deutlicher wurde, lag daran, dass Gießen in der Schlussminute die Verteidigung vernachlässigte.

Nun heißt es für die Gießen 46ers, zunächst einmal die Wunden zu lecken. Bereits am kommenden Samstag kommt mit den Uni Baskets Paderborn ein Gegner in die heimische Osthalle, um den nächsten positiven Lauf zu starten.

Rasta Vechta: Schneider (4), Bayram, Jones (11), E. Wolf (2), Ferner (17), Lodders (5), Agee (21), J. Wolf (4), Aminu (16), Flanigan (5).

Gießen 46ers: Barnes (11), Brauner (21), Begue, Fundic (12), Figge (5), Kahl, Martin (17), Strangmeyer (2), Nyama (14), Miksic (7).

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