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Niklas Römer holt die Goldmedaille nach Wettenberg

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Glänzende Vorstellung bei den Süddeutschen Meisterschaften: der Wettenberger Niklas Römer. © Herrmann

Gießen (uw). Zum ersten Mal seit zwei Jahren wurden wieder die Titelträger im Schwimmen im Süddeutschen Schwimmverband ermittelt. Bei den Meisterschaften der Jahrgänge 2007 und älter, die in Riesa ausgetragen wurden, sowie der Jahrgänge 2008 und jünger, die Ihre Meister in Dresden ermittelten, gingen knapp 800 Aktive an den Start. Mit dabei auch neun Aktive des TV Wetzlar, die elf Medaillen mit nach Hause brachten.

Süddeutscher Meister der offenen Klasse ist nun der Wettenberger Niklas Römer über 200m Freistil.

Bei den »jüngeren« Jahrgängen in Dresden hielt Clemens Stark die Fahne des TV Wetzlar hoch. Der 13-Jährige hatte sich im Vorfeld für Starts über 200m und 400m Freistil qualifiziert. 2:11,69 Minuten über die 200m Strecke bedeuteten im Ranking Platz 17, zwei Ränge besser platzierte er sich über 400m Freistil in 4:33,75 Minuten - beide Rennen beendete Stark in neuer Bestzeit. In Riesa wurden neben den Titel in den Jahrgangsentscheidungen auch die Titel in der offenen Klasse vergeben. Zudem wurden die Süddeutschen Staffelmeister über 4x 100m Lagen und Freistil sowie 4x 200m Freistil ermittelt.

»Wir hatten in allen Staffeln eine Mannschaft am Start und konnten uns am Ende über sechs neue Vereinsrekorde in diesen freuen« stellte Reinhard Felten fest. Besonders stolz war der Abteilungsleiter über den Gewinn der Bronzemedaille in der Königsstaffel über 4x 200m Freistil. In der Besetzung Niklas Römer, Moritz Wrzesniewski, Keanu Wittig (alle Jg.2005) sowie Egor Formuzal (Jg.2004) belegten die Domstädter nach sehr guten 8:00,65 Minuten den dritten Platz.

»Das ist die erste Staffelmedaille in der offenen Klasse in der Geschichte der Schwimmabteilung des TVW« wusste Felten zu berichten. Großen Anteil daran hatte Niklas Römer, der auch im Einzel zu überzeugen wusste. Süddeutscher Jahrgangsmeister ist der 16-Jährige nun über 400m Freistil (4:05,38 Minuten), zugleich Platz drei in der offenen Wertung. Dem zweiten Platz im Jahrgang über 200m Rücken fügte er im Finale den dritten Platz in der offenen Klasse bei. Mit seiner Zeit von 2:12,30 Minuten stellte er zudem einen neuen Vereinsrekord auf.

Sein bestes Rennen zeigte er aber in der Entscheidung über 200m Freistil. In der Jahrgangswertung sorgte er zusammen mit Moritz Wresniewski (2./1:58,56) für einen Wetzlarer Doppelsieg. Im Finale dreht Römer dann mächtig auf und holte sich den Titel des Süddeutschen Meisters in guten 1:54,28 Minuten. »Zwei Wochen vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin zeigen diese Leistungen, dass wir auf einem guten Weg sind«, war der Zwei-Meter-Mann zufrieden mit seiner aktuellen Form. Wrzesniewski schaffte es dann noch über 200m Lagen in 2:15,99 Minuten als Dritter auf das Treppchen. »Moritz hat am Wochenende mit den Staffeln insgesamt elf Starts absolviert, das war ein hartes Programm, dafür waren die Leistungen sehr gut« beurteiltet Coach Uwe Hermann die Leistung seines Schützlings.

In blendender Form präsentierte sich Egor Formuzal in Sachsen. Neben seiner neuen Bestzeit über 100m Freistil (5. / 53,71 Sekunden) und 400m Freistil (4. / 4:15,51 Minuten) blieb er im Rennen über 200m Freistil erstmals unter der Zwei-Minuten-Grenze. In 1:59,03 Minuten knackte er erstmals diese »Schallmauer« und gewann völlig verdient die Bronzemedaille.

Schnellste Schwimmerin in Süddeutschland in ihrem Jahrgang 2004 ist nun Helene Weber (Lahnau) auf der 400m Freistilstrecke. Die 17-Jährige zeigte ein taktisch perfektes Rennen mit zwei zeitgleichen Rennhälften und gewann nach 4:40,32 Minuten souverän die Goldmedaille. Eine Silbermedaille über 200m Freistil in neuer Bestzeit von 2:13,55 Minuten rundeten die Meisterschaften ab.

Nicht optimal lief das Wochenende in Riesa für Clara Connert, Liana Köhlinger aus Lahnau (beide Jg. 2007) und die Hüttenbergerin Emma Nikles (Jg. 2006), die mit Medaillenambitionen angereist waren. Connert zeigte in der Staffel mit »fliegenden« 1:17 Minuten über 100m Brust eine starke Leistung, konnte dies im Einzel ( 8./1:19,26) aber nicht bestätigen. Ein neuer Vereinsrekord über 200m Freistil (2:12,25 Minuten) trösteten über den achten Platz nicht hinweg. Mit Platz sechs über 200m Lagen (2:33,48) erzielte sie Ihr bestes Ergebnis.

»Bei den Deutschen werde ich schneller sein« gab sich Köhlinger direkt nach dem Wettkampf aber schon wieder motiviert. In 1:09,01 Minuten über 100m Rücken stellte auch Emma Nikles erneut einen neuen Vereinsrekord auf, verpasste als Sechste eine mögliche Medaille aber knapp. Auch sie hat bei den nationalen Meisterschaften in zwei Wochen in Berlin erneut die Chance auf neue Bestmarken.

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