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Noah Jung für Deutschland auf der Alb

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Von: Stephan Dietel

Albstadt/Gießen (die). Vor einem enthusiastischen Publikum durfte Noah Jung von der RSG Gießen und Wieseck das Weltcup-Rennen im süddeutschen Albstadt bestreiten. Jung startete im Trikot der deutschen Nationalmannschaft in eines der weltweit ranghöchsten Cross Country Rennen.

Am vergangenen Wochenende mutierte die Schwäbische Alb zum Mekka des olympischen Mountainbikesports. Rund vier Wochen nach seinem Saisonauftakt in Brasilien zog der internationale Tross der UCI Mountainbike Cross Country Weltcupserie nach Albstadt-Tailfingen. Erstmals seit der Pandemie durften sich wieder unzählige Zuschauende entlang des anspruchsvollen Rundkurses versammeln.

151 Teilnehmer aus 30 Nationen

Für den Wiesecker Noah Jung ist es Ehre und Freude zugleich, für das deutsche Nationalteam auf die Alb reisen zu dürfen. Er genoss die Atmosphäre nicht nur als Zuschauer inmitten der Weltelite, sondern auch selbst als Rennfahrer zwischen den Absperrbändern. Dabei startete der amtierende U23-Hessenmeister in seiner Klasse im 151 Spitzenathleten aus 30 Nationen umfasssenden Teilnehmerfeld von Startplatz 112. Um 15.30 Uhr fiel der Startschuss auf eine vier Kilometer lange Rundstrecke, die mit 190 Höhenmetern starke Kletterfähigkeiten erfordert. Auf eine verkürzte Einführungsrunde folgten fünf weitere in voller Länge. Noah Jung kennt die Strecke bereits aus vorangegangenen Jahren und unterlag den Tücken eines hinteren Startplatzes.

Platz 85 im Zielsprint

Im Zielsprint ergab sich, nach Problemen aufgrund von vor ihm stürzenden Fahrern zu Beginn, letztlich ein kämpferisches Duell gegen den belgischen Nationalfahrer Sander Hubrechts, das Noah Jung auf dem 85. Platz für sich entscheiden konnte. Insgesamt gelang es nur vier seiner deutschen Kollegen, sich auf vorderen Plätzen einzufinden. Tobias König belegte als schnellster Deutscher den 39. Platz. Mit einem Vorsprung von 37 Sekunden dominierte der amtierende Weltmeister Martin Vidaurre aus Chile (Lexware MTB Team) das Rennen als überlegener Sieger.

Angesichts seines Sturzes mit Aufgabe des Rennens in 2021 zeigte sich der Wiesecker Noah Jung äußerst erleichtert: »Ich bin super stolz für Deutschland an der Startlinie gestanden zu haben und glücklich über meine sehr solide Leistung im Rennen.«

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