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Noch etwas gutzumachen

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Von: Benjamin Volkmann

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Alle springen - dabei Keanu Hagley am höchsten und erwischt den Ball. So soll es auch gegen Weidenhausen sein. Foto: Ben © Ben

FC Gießen erwartet SV Weidenhausen zur Revanche. Akulinin und Beal einsatzbereit

Gießen (tsu). Acht Spiele hatte Fußball-Hessenligist FC Gießen bis zum vergangenen Samstag am Stück gewonnen, die Serie begann am 24. September und brachte dem Regionalliga-Absteiger als Tabellenführer einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung ein, der nun durch das 1:1 gegen den FC Erlensee auf vier Zähler auf die U21 der Frankfurter Eintracht geschmolzen ist.

FC Gießen - SV Weidenhausen (Samstag, 14 Uhr)

Ein Remis gegen Drittletzten ist gewiss auf den ersten Blick enttäuschend, doch Trainer Daniyel Cimen war »nicht ganz unzufrieden«, was natürlich Gründe hat. Schließlich war im Vorfeld und während der 90 Minuten nahezu die gesamte Offensivabteilung ausgefallen. Flügelflitzer Connor Filsinger und Zehner Matheus Beal sowie Mittelstürmer Leonid Akulinin verletzungsbedingt vor dem Anpfiff, Neuner Michael Gorbunow musste zum zweiten Durchgang ausgewechselt werden. Dem erst 18-Jährigen Mika Gärtner, der Filsinger ersetzte und damit erstmals in der Anfangsformation auftauchte, attestiert Cimen »eine sehr ordentliche zweite Hälfte.«

Notgedrungen brachte Cimen nach dem Seitenwechsel in vorderster Front den eigentlichen Abwehrmann Pietro Besso, der auch gleich den Ausgleich zum Unentschieden schoss. Nun trifft der FCG am heutigen Samstag auf einen von zwei Gegnern, gegen die er aus der Vorrunde eine Rechnung offen hat. Es steht die Revanche im Duell mit dem SV Weidenhausen an. Die »Adler« hatten den Gießenern am dritten Spieltag eine 0:1-Niederlage beigebracht. Die Euphorie trug den Aufsteiger eine ganze Weile weiter, ehe das Team in eine Negativspirale geriet. Aus den letzten 14 Spielen holten die Nordhessen lediglich einen Dreier. Daniyel Cimen warnt trotzdem vor »einem sehr unangenehmen Gegner, der jeder Mannschaft weh tun kann, wenn man ihm Umschaltmomente gibt. Da sind sie wirklich sehr stark, und darüber hinaus bei Standardsituationen sehr wuchtig.«

Gießens Coach hofft, in puncto Personal im vorderen Bereich nicht »extrem improvisieren« zu müssen. Gorbunow fällt mit einem kleinen Muskelfaserriss aus, für Filsinger ist das Fußballjahr 2022 mit einem Muskelbündelriss höchstwahrscheinlich beendet. Gute Nachrichten gibt es hingegen von Akulinin und Beal, die doch wieder einsatzbereit sind. Für Francesco Calabrese kommt ein Einsatz nach überstandener Erkrankung hingegen zu früh. Offensivoptionen wie Denis Mangafic und Mert Pekesen bekleideten jüngst mangels Alternativen die Außenverteidiger-Positionen, sodass ein Angriffsfeuerwerk vom Klassenprimus nicht zwangsläufig zu erwarten ist. Dafür eher ein Geduldsspiel? »Das kann gut sein, wobei das auch auf den Spielverlauf ankommt und ob du vielleicht ein frühes Tor machst«, antwortet Cimen, der selbstredend mit seiner Truppe trotz dieser Voraussetzungen auch im elften Heimspiel unbezwungen bleiben und das Konto auf 46 Zähler aufstocken möchte.

Aufgebot FC Gießen: Lapcic, Duschner - Fink, Besso, Tatchouop, Vural, Hagley, Kireski, Gärtner, Calabrese (?), Mangafic, Mahmuti, Beal Akkus Rodriguez, Pekesen, Akulinin.

- Es fehlen: Assar (gesperrt), Filsinger, Gorbunow, Abdel-Ghani, Öztürk, Harder (alle verletzt).

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