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» Noch zu viele infizierte Spieler«

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Hüttenberg (niha). Das Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen am vergangenen Wochenende: verlegt! Das Auswärtsderby beim Tabellenvorletzten TuS Ferndorf, das für diesen Samstagabend geplant war: verlegt! Johannes Wohlrab, Trainer von Handball-Zweitligist TV Hüttenberg hat die Nachricht der HBL, die am Donnerstagmorgen bekanntgegeben wurde, freudig aufgenommen - aus nachvollziehbaren Gründen.

»Wir haben einfach immer noch zu viele kranke und mit Covid infizierte Spieler und hätten in Ferndorf keine spielfähige Mannschaft auf die Platte schicken können«, verrät der 35-Jährige, der deshalb gesteht: »Ich bin froh, dass die Partie verlegt worden ist. Auch wenn das für uns im späteren Verlauf der Saison natürlich wieder eine höhere Belastungsphase durch die englischen Wochen bescheren wird, geht die Gesundheit der Spieler ganz klar vor.« So brachten die sportmedizinischen Belastungstests bei jenen Spielern, die die Infektion bereits überstanden hatten, unter der Woche keine zufriedenstellenden Ergebnisse, die einen Einsatz im Hochleistungssport erlauben würden. »Unsere medizinische Abteilung hat den Großteil unseres Lizenzkaders für wettbewerbsunfähig empfunden, so dass wir von der HBL-gemacht und eine Spielverlegung beantragt haben. Die Verantwortung für die Gesundheit unserer Spieler steht aktuell ganz deutlich im Vordergrund, weshalb wir der HBL und dem TuS Ferndorf dankbar für die Spielverlegung und die transparente Kommunikation sind«, gibt TVH-Geschäftsführer Fabian Friedrich Einblick in den Entscheidungsprozess.

Nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus sportlicher Sicht wäre der Auftritt in Ferndorf einem Himmelfahrtskommando gleichgekommen. »Unsere Trainingswoche war natürlich extrem eingeschränkt, wir haben nur mit sechs Leuten arbeiten können. Neben kleinen Intervallspielchen im Ausdauerbereich haben wir dann Passformen und ein drei gegen drei spielen können«, klärt Wohlrab über die bescheidene Trainingsbeteiligung auf, die sich gegen Ende der Woche immerhin auf acht Spieler steigerte. »Wir hätten mit sieben oder acht Jungs auflaufen können, mehr negativ Getestete haben wir derzeit schlicht nicht«, so der Coach, der jedoch bereits über das Ferndorf-Spiel hinausblickt. Denn am Mittwochabend gastiert der Tabellenzweite Nordhorn beim Rangdritten. Ein Spitzenspiel unter denkbar schlechten Voraussetzungen: »Ich hoffe natürlich, dass wir irgendwie eine schlagfertige Truppe zusammenstellen können und dass die Belastungstest für die aktuell noch Infizierten bis dahin positiv ausfallen«, so Wohlrab.

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