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Nur 1250 Fans bei Hessenderby erlaubt

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Wetzlar (red). Aufgrund der deutlich verschärften Coronaschutzverordnung der hessischen Landesregierung, die am Sonntag in Kraft tritt, ist Handball-Bundesligist HSG Wetzlar gezwungen, die Zuschauerzahl für das anstehende Heimspiel gegen die MT Melsungen (Sonntag, 16 Uhr) deutlich zu reduzieren.

Vorbehaltlich der noch ausstehenden Gestattung durch das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises bedeutet das, dass beim Hessenderby nur 1250 Zuschauern der Zugang zur Rittal Arena gewährt werden darf. Das sind knapp die Hälfte, der bislang an die Fans verkauften Tickets und nur rund ein Viertel der möglichen Gesamtauslastung der Rittal Arena. Stehplätze sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Dementsprechend ist die HSG Wetzlar durch die neue Coronaschutzverordnung gezwungen, alle bisher erworbenen Eintrittskarten zu stornieren, d.h. alle Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Zugang zum Heimspiel am Sonntag erhalten ausnahmslos Sponsoren und Dauerkarteninhaber (auch Inhaber einer Stehplatz-Dauerkarte haben ein Anrecht auf einen Sitzplatz). Deren zu Saisonbeginn ausgegebenen Saisontickets haben keine Gültigkeit. Alle VIP- und Dauerkarteninhaber müssen sich im Vorfeld der Partie oder am Spieltag an der Rittal Arena neue Eintrittskarten abholen. Dies ist am Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, am Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr sowie am Sonntag ab 10 Uhr im Ticketshop möglich.

»Es tut uns wirklich unheimlich leid, dass wir zu diesen Maßnahmen gezwungen sind. Wir wissen, dass sich viele Fans auf das Derby gefreut haben«, so Geschäftsführer Björn Seipp. »Auch uns treffen die Einschränkungen hart und wir bitten um Verständnis aller, dass wir bei der Vergabe der Eintrittskarten unsere treuen Sponsoren und Dauerkarteninhaber bevorzugen. Aus Sicht der HSG Wetzlar ist diese politische Entscheidung in höchstem Maße bedauerlich. Auf der anderen Seite unterstützen wir selbstredend jede Maßnahme, die zum Infektionsschutz beiträgt und hilft, die immer ernster werdende Pandemie-Lage zu entschärfen.« Der Online-Vorverkauf für das Hessenderby ist seit gestern gestoppt. Alle Fans, die bereits ein Einzelticket für die Partie gegen die MT Melsungen erworben haben, bekommen das Geld erstattet. Kunden, die online gekauft haben, erhalten den Eintrittspreis automatisch zurück überwiesen. Eintrittskarten, die vor Ort an der Rittal Arena gekauft wurden, müssen dort zurückgegeben werden.

Falls von den Sponsoren und Dauerkarten-Inhabern nicht alle verfügbaren Eintrittskarten abgerufen werden sollten, gehen die überzähligen Tickets ab 60 Minuten vor Spielbeginn in den freien Verkauf. Diese sind dann für Geimpfte und Genesene mit Negativtest zum Stückpreis von 20,- Euro an der Tageskasse erhältlich.

Die Einschränkungen durch die hessische Landesregierung bedeuten für die Zuschauer, dass sie am Sonntag ausnahmslos unter 2G+ Bedingungen die Partie besuchen dürfen, d.h. sie müssen geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. Ein AntiGen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test 48 Stunden. Maßgeblich ist die Anwurfzeit. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre gilt das Schultestheft. Selbsttests sind nicht gültig und werden nicht akzeptiert. Zusätzlich muss während des gesamten Aufenthalts vor und in der Rittal Arena ein medizinischer Mund-Nasenschutz (OP-Maske oder FFP2-Maske) getragen werden, also auch auf dem Sitzplatz.

Des Weiteren gibt die neue, hessische Verordnung ab Sonntag vor, dass trotz der obengenannten Maßnahmen, zusätzlich noch Abstände auf den Tribünen eingehalten werden müssen. Im Sitzplatzbereich hat ein 1:1-Schachbrettmuster die Abstände zu gewährleisten, jeder zweite Sitzplatz muss frei bleiben. Dies reduziert die verfügbaren Tickets dramatisch.

»Aus diesem Grund können wir leider keine festen Sitzplätze und schon gar keine Stammplätze anbieten. Es gilt für alle freie Sitzplatzwahl. Dementsprechend bitten wir um frühzeitiges Erscheinen«, erklärt Björn Seipp. »Wir können uns nur entschuldigen und hoffen auf das Verständnis unserer Zuschauer. Die politischen Entscheidungen, auf die wir keinen Einfluss haben, wurden in Bezug auf das Hessenderby sehr kurzfristig getroffen. Meiner Auffassung nach hätten Impfschutz- oder Genesenennachweis, Negativtest und FFP2-Maske einen Vollschutz für die Besucher garantiert. Die Abstandsregelung und die damit verbundene deutliche Kapazitätseinschränkung macht die Durchführung des Spiels für uns absolut unwirtschaftlich! Trotzdem wollten wir in keinem Fall auf Zuschauer verzichten, vor allem im Sinne unserer Mannschaft.«

Aus der neuen Coronaschutzverordnung resultiert die weitere Einschränkung, dass die HSG Wetzlar ihren Sponsoren keinen VIP- und Hospitalityservice anbieten kann. Die Räumlichkeiten in der Rittal Arena lassen es bei der entsprechenden notwendigen Personenanzahl nicht zu, die geforderten Abstände zu gewährleisten. »Dementsprechend müssen die VIP-Bereiche geschlossen bleiben. Auch dies bedauern wir sehr«, so der Geschäftsführer. Somit ergibt sich für alle Besucher, dass diese ausnahmslos das gastronomische Angebot der Rittal Arena im öffentlichen Bereich wahrnehmen können.

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