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Nur ein Viertel überzeugend

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So sieht es über weite Strecken der Partie aus: Justin Martin (l.) kommt gegen Tübingens Bakary Dibba einen Schritt zu spät. Foto: imago © imago

Gießen/Tübingen. Von einem Positiv- zu einem Negativlauf. So könnte man den aktuellen Trend der Gießen 46ers in der 2. Basketball-Bundesliga ProA betiteln. Nachdem das Team von Headcoach Branislav »Frenki« Ignjatovic zuvor noch von Sieg zu Sieg geeilt war, setzte es am Freitagabend bei den Tigers Tübingen (80:96) die dritte Niederlage in Serie.

Tigers Tübingen - Gießen 46ers 96:80

Knapp zwei Minuten hat es gedauert, bis Stefan Fundic die 46ers punktemäßig auf die Anzeigetafel brachte. Problem an der Sache: Bis hierhin zeigten sich die Tigers insbesondere im Fastbreak bissig, hatten bis zum Fundic-Korb bereits mit 7:0 geführt. Und auch in der Folge sahen die Lahnstädter nur die Rücklichter der Hausherren. Nachdem diese auf 5:11 (4.) aus Gießener Sicht enteilt waren, zog »Frenki« Ignjatovic die erste Auszeit. Bis hierhin sorgte aufseiten der 46ers lediglich Big Man Stefan Fundic für Aufsehen, der weitestgehend nur mit Fouls zu stoppen war. Drei an der Zahl waren es bis zum 12:15-Zwischenstand (6.). Dennoch: In der Defense verpassten es die 46ers, den Tigers den Maulkorb anzulegen. Zwar kamen die Gäste durch Luis Figge auf einen Zähler heran (17:18, 8.), ein folgender 7:0-Lauf ließ das Tübinger Polster aber wieder anwachsen. Am Ende ging es mit einer machbaren 19:24-Hypothek in den zweiten Durchgang.

Zu dessen Beginn ließ Hausherr Mateo Seric erfolgreich einen Dreier durch die Gießener Reuse fliegen, auf der anderen Seite verkürzte Roland Nyama von der Freiwurflinie nur marginal (21:27, 12.). Stattdessen bescherte der quirlige Bakary Dibba die erste zweistellige Führung für seine Farben (21:32, 13.). Symptomatisch: Zwei schlechte Pässe binnen weniger Sekunden - einer von Nico Brauner, einer von Karlo Miksic - beschrieben das ungenaue Gießener Spiel bis hierhin perfekt. Über 28:39 (16.), 30:40 (17.) und 33:48 (19) wuchs das Tübinger Polster kontinuierlich an. Mit einem von zwei verwandelten Freiwürfen durch Jordan Barnes ging es schließlich mit 34:50 (20.) in die Halbzeit.

Nachdem sich am Bild zunächst wenig geändert hatte (42:59, 23.), starteten die nun defensiv besser agierenden Gäste einen Zwischenspurt. Ein 7:0-Run durch Justin Martin, Jordan Barnes und Stefan Fundic ermöglichte den 46ers, wieder auf zehn Punkte heranzukommen (52:62, 26.). Als Sekunden darauf Gießens Big Man den Rückstand sogar auf neun Zähler gedrückt hatte, zogen die Tigers ihre erste Auszeit. Diese zeigte insofern Wirkung, dass die Gießener Aufholjagd eingedämmt wurde (56:65, 28.). Dank des Wurfs von Justin Martin ging es mit nur noch acht Punkten Rückstand in den finalen Abschnitt (60:68, 30.).

Schlussoffensive bleibt aus

Also alles angerichtet für eine spannende Crunchtime? Von wegen. Im Laufe des vierten Viertels ging den Gästen merklich die Puste aus. Wurde nun nicht nur in der Verteidigung völlig der Zugriff verloren, auch im Angriff agierten die Lahnstädter mehr und mehr ideenlos. Nach fünf Minuten wurden nur vier Punkte verbucht (64:81, 35.). In der Folge wurde es im Gang nach vorn zwar wieder etwas besser, eine Wende vermochten die 46ers aber nicht mehr herbeizuführen. Luca Kahl sorgte 20 Sekunden vor Ablauf der Zeit für den 80:96-Endstand.

Viel Zeit zum Wundenlecken haben die Ignjatovic-Recken aber nicht. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) schlägt Jena in der Osthalle auf.

Tübingen Tigers: Seljaas (19), Lanmüller (8), Helmanis (8), Otto (2), Ersek (19), Kivimäki (5), Beck (2), Seric (22), Osei, Jönke (n.e.), Keppeler (n.e.), Dibba (11).

Gießen 46ers: Barnes (20), Brauner (2), Döntgens, Fundic (21), Figge (10), Kahl (2), Martin (16), Strangmeyer (3), Nyama (6), Miksic.

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