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Nur noch wenige Fragen offen

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Himmelfahrts-Kommando: Es war ein ganz wichtiger Sieg für den MTV 1846 und eine ganz bittere Niederlage für den TSV Lang-Göns im Kampf um den Klassenerhalt in der Gruppenliga. Hier im Zweikampf MTV-Torschütze Leon Malleh (links), der es mit Betim Omura zu tun hat. Der MTV muss nun in Wettenberg antreten, der TSV erwartet Ederbergland II. Foto: Bär © Bär

Gießen (mol). Mit großen Schritten geht die Fußballsaison 2021/22 dem Ende entgegen. Von der Kreisoberliga bis hinein in die B-Klassen steht am Wochenende bereits der letzte Spieltag an. Einzig die mit 18 Teams besetzte Gruppenliga Gießen/Marburg hat aufgrund der regulär ausgespielten und 34 Spiele umfassenden Runde noch drei Spieltage zu absolvieren.

Vor dem Saisonendspurt bzw. -finale haben wir einen Blick auf die Ligen geworfen und geschaut, welche Entscheidungen bereits gefallen sind und wo noch Spannung angesagt ist.

Gruppenliga

In der Gruppenliga hat der VfL Biedenkopf dank eines 1:0-Erfolges in Braunfels bereits den Aufstieg klargemacht. Wer den Tabellenführer begleiten wird, machen der SSC Juno Burg und der FC Burgsolms unter sich aus. Beide treffen am Sonntag im direkten Duell aufeinander, bei einem aktuellen Drei-Punkte-Vorsprung könnte der Zweite Burg mit einem Erfolg gegen den arg schwächelnden FCB (nur ein Punkt aus den vergangenen sechs Spielen) den schon entscheidenden Schritt Richtung Verbandsliga machen.

Da davon auszugehen ist, dass im günstigsten Fall drei, wahrscheinlich aber vier Mannschaften den Gang in die Kreisoberliga antreten müssen, sind im Tabellenkeller die ersten Entscheidungen ebenfalls bereits gefallen. So stehen der SV Emsdorf sowie der RSV Büblingshausen bereits als Absteiger fest, auch für den Drittletzten TSV Lang-Göns sieht es aktuell schlecht aus. Der sichere fünftletzte Platz ist drei Spieltage vor Schluss bereits neun Punkte entfernt, einzig die FSG Wettenberg, die vier Punkte mehr aufweist, scheint noch in Schlagdistanz zu sein.

Allerdings sprechen zudem sechs Niederlagen in den letzten sieben Spielen im Endspurt nicht für die Grün-Weißen, die den Klassenerhalt dann aber wohl eher in der schwachen Hinrunde (zehn Punkte) verspielt hätten.

Die Elf von Bastian Panz dagegen sammelte zuletzt sieben Punkte in drei Partien ein und triumphierte unter der Woche auch beim Topteam FC Burgsolms (2:1).

Ein Schlüsselspiel steht für die FSG nun am Sonntag an, denn mit einem Dreier im Heimspiel gegen den MTV 1846 Gießen könnten die Herren aus dem Gleiberger Land bis auf zwei Zähler an die Männerturner - und bei den passenden Spielausgängen - auch an die SG Eschenburg und den FSV Braunfels heranrücken. Sollte der MTV hingegen nach dem 3:1 gegen den TSV Lang-Göns auch in Wißmar einen Dreier einfahren, ist der Klassenerhalt sicher. Sehr gute Aussichten darauf hat bei sechs Punkten Vorsprung auf den Viertletzten aus Wettenberg auch die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen, die unter der Woche einen 2:0-Befreiungsschlag gegen Büblingshausen landen konnte und bei einem weiteren Erfolg beim TSV Bicken praktisch gerettet wäre.

Kreisoberliga Süd

Ein echtes Endspiel um den Titel gibt es in der Meisterrunde der Kreisoberliga Gießen Süd, denn am Sonntag treffen in Wieseck der gastgebende Tabellenführer TSG und der Zweite SG Obbornhofen/Bellersheim aufeinander. Drei Punkte trennen die beiden Kontrahenten vor der finalen Partie zwar nur, für den Aufstieg der Landgraf-Elf müsste aber viel zusammenkommen. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidet und das erste Aufeinandertreffen mit 5:1 an das Team von Stefan Frels und Martin Selmo ging, ist der Gruppenliga-Aufstieg der Wiesecker doch nahezu in trockenen Tüchern.

In trockenen Tüchern ist auch die Abstiegsfrage: Und das nicht aus rein sportlichen Gründen, wenn man die Tabelle zu Rate zieht, sondern durch den Rückzug des TSV Großen-Linden, der schon lange klar ist und den aktuellen Wunsch der FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf in der kommenden Saison eine Klasse tiefer antreten zu wollen. Mit der bereits abgeschlagenen SG Trohe/Alten-Buseck stehen damit die drei Absteiger fest und die TSG Leihgestern - zuletzt nochmal ins Schwimmen geraten - muss sich keine Sorgen mehr machen.

Kreisliga A Gießen

Die Meisterfrage in der Kreisliga A ist schon seit zwei Wochen entschieden, die FSG Biebertal hat sich souverän den Titel und den Aufstieg in die Kreisoberliga Süd gesichert.

Und auch im Abstiegskampf gibt es keine Geheimnisse oder offene Fragen mehr, denn die FSG Wettenberg II und der TSV Rödgen können die Nichtabstiegsplätze nicht mehr erreichen.

Kreisliga A Alsfeld

Spannung pur dagegen in der Alsfelder A-Liga: Die Entscheidung um den Aufstieg in die Kreisoberliga fällt am letzten Spieltag zwischen der FSG Kirtorf und der FSG Laubach. Dabei hätten die Laubacher - einer Kuriosität des Spielplans war es zu verdanken - bereits am Mittwoch im Duell mit den Kirtorfern die Chance, die Meisterschaft klarzumachen. Doch nach der 0:1-Heimniederlage ist das Team von Trainer Benno Strunk auf Platz zwei zurückgefallen und muss nun das zweite Aufeinandertreffen am Sonntag gewinnen, um Meister zu werden. Bei allen anderen möglichen Resultaten schafft die bereits vor der Saison favorisierte Krätschmer-Elf den Aufstieg.

Kreisligen B

In Kreisliga B1 ist die Entscheidung über den Aufstieg bereits gefallen, so hat sich der VfR Lich am vergangenen Wochenende dank eines 3:0-Erfolges über Schwarz-Weiß Gießen die Krone aufgesetzt und die Rückkehr in die Kreisliga A Gießen perfekt gemacht.

In der Kreisliga B2 wird über die Meisterschaft dagegen erst am letzten Spieltag entschieden. Dabei könnte die FSG Biebertal II den »Hattrick« perfekt machen und neben dem A-Liga-Team und der Reserve des Vereins ebenfalls den Titel erringen. Und da die Weinecker-Elf durch den Aufstieg in die Kreisoberliga »den Platz auch freigemacht hat«, könnte die FSG-Zwote - sollte die Meisterschaft errungen werden - in der kommenden Saison dann auch in der Kreisliga A Gießen antreten. Zwei Punkte Vorsprung weisen die Biebertaler vor dem letzten Spieltag auf die TSG Leihgestern II auf, weshalb der Aufstieg aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen den Verfolger bereits bei einem Heimremis gegen den Vierten Burkhardsfelden II perfekt wäre.

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