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Obbornhofen für Spitzenspiel gerüstet

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Pascal Markloff (FSG Bessingen) hebt ab - und erwischt den Ball vor seinem Burkhardsfeldener Kontrahenten. © PeB

Gießen (vf). In der Aufstiegsrunde der Fußball-Kreisoberliga Süd musste Spitzenreiter TSG Wieseck beim 2:2 gegen die ersatzgeschwächte FSG Lumda/Geilshausen erste Federn lassen, konnte aber mit zwei Zählern Vorsprung auf den Zweiten SG Birklar (4:0 bei Altenberg/Eu./Schw.) und Dritten SG Obbornhofen/Bellersheim (2:0 gegen SG Treis/Allendorf), der am kommenden Ostermontag die Wiesecker zum Spitzenspiel empfängt, ihren Topplatz behaupten.

In der Abstiegsrunde keimen beim Kurdischen FC Gießen mit dem 3:2-Auswärtserfolg beim FSG Homberg/Ober-Ofleiden wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib.

Meisterrunde

SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod - SG Birklar 0:4 (0:1): Die Alsfelder erwischten einen ordentlichen Start, hielten gut dagegen, offensiv machte sich jedoch das Fehlen von unter anderem Henrik Mohr und Till Braun bemerkbar. Und so gingen bereits in der 14. Minute die Gäste durch ihren Kapitän George-Bogdan Ganu - nach einem Angriff über links - in Front. Das gastgebende Fink-Team hatte kurze Zeit später die beste Möglichkeit zum Ausgleich vor der Pause: Julian Schaub vergab einen Freistoß aus 18 Metern nur knapp.

Eine Viertelstunde war in Durchgang zwei gespielt, da setzte sich Sidon Beyene zum zweiten Birklarer Treffer durch. Die SGB erwies sich in der Folge als spielbestimmend und vor allem effektiver. Den Sack machte Mahir Marankoz in der 80. Minute zu, ehe erneut Ganu in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 4:0-Endstand aus Sicht ausholte. »Das war heute hochverdient für Birklar«, erklärte Altenburgs Berichterstatter, der sich nach dem Abpfiff der Partie vor 100 Zuschauern auf die anstehenden Osterfeiertage freute: »Danach stoßen dann auch die coronabedingten Ausfälle wieder zum Kader.«

SG Obbornhofen/Bellersheim - SG Treis/Allendorf 2:0 (1:0): In den Anfangsminuten der von 150 Zuschauern besuchten Begegnung fehlte nicht viel zur Obbornhofener Führung. Nach 360 Sekunden verschätzte sich Tim Hufnagel geringfügig bei seinem Heber, der am linken Pfosten vorbeistrich. Drei Zeigerumdrehungen später setzte sich Patrick Werner an der Strafraumkante in einer Eins-gegen-Eins-Situation durch, um dann die Kugel über das vom Treiser Keeper Niklas Hettche gehütete Gehäuse zu befördern. Als Heimakteur Jonas Kowalski die Kugel über den Keeper lupfte, köpfte ein Treiser Verteidiger das Spielgerät ins eigene Netz. Die Gäste sorgten durch gefährliche Standards von Artur Schwabauer wiederholt für knifflige Situationen. Der Schuss von Thomas Diehl (37.) wurde zur leichten Beute von Schlussmann Yannik Zander. Im zweiten Durchgang waren die Platzherren spielbestimmend, die einzige nennenswerte Chance der Gäste durch den 20-Meter-Distanzschuss von Schwabauer (58.) machte Keeper Zander zunichte. Mit dem 2:0 von Patrick Werner (66.), der bei seinem Solo Keeper Hettche umkurvte, waren die Würfel zu Gunsten der Gastgeber gefallen.

TSG Wieseck - FSG Lumda/Geilshausen 2:2 (1:0): Gegen die massierte Deckung der Gäste, die zeitweise mit neun Mann ihren Strafraum absicherten, hatte es die TSG vor 120 Zuschauern schwer, wie in den Partien zuvor ihr schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Vier Minuten vor dem Pausengang setzte sich Steve Tougang auf der rechten Außenbahn durch, dessen Hereingabe schloss Nico Götz zur Führung für die Gießener Vorstädter ab. In Hälfte zwei spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Nicht zu verhindern war aus Wiesecker Sicht eine Flanke aus dem Mittelfeld auf Patrick Sagrauske (56.), der TSG-Keeper Jonas Bettin keine Abwehrchance ließ. Die Gäste drehten dann mit einem weiteren Kopfballtreffer von Fabrice Römer (65.) die Partie. Erst in der Schlussphase rettete Justin Dörr (81.) dem Tabellenprimus die Punkteteilung mit einem präzisen Schuss aus zehn Metern ins obere Tordreieck. Aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung hatte sich die Dreier-SG den Punkt aber nach Ansicht vom Wiesecker sportlichen Leiter Jörg Hildebrand redlich verdient.

Abstiegsrunde

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod - TSG Leihgestern 2:2 (2:1): Die Gallusstädter kamen vor 80 Zuschauern gut aus den Startlöchern und hatten das Spiel in der Anfangsphase klar unter Kontrolle. Auf Vorlage von Marvin Helm markierte Tobias Gerneth nach 17 Minuten die verdiente Führung. Mit dem 2:0 von Dominik Göttsche (23.) schwanden die Leihgesterner Hoffnungen weiter. Anschließend wurden von den Gastgebern zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen. 60 Sekunden vor der Pause brachte der Anschlusstreffer von Tim Horvat die Gäste wie aus dem Nichts wieder in die Partie zurück. Nach einer Stunde Spieldauer zeigten sich erste Abnutzungserscheinungen, die Gästeakteur Niklas Port zum 2:2-Endstand nutzte.

FSG Homberg/Ober-Ofleiden - Kurdischer FC Gießen 2:3 (1:2): Die Gäste aus Gießen hatten vor 80 Zuschauern in den Anfangsminuten zunächst einen schweren Stand, da Heimakteur Demir Cokovic nach acht Minuten ins Schwarze traf. Dankbar nahm der KFC danach zwei individuelle Fehler der Homberger Hintermannschaft an, erst egalisierte Özcan Alkan (18.), ehe Essam Alfajr (30.) das Spiel auf den Kopf stellte. Mit etwas Glück überstanden die Gäste zahlreiche Angriffe der Hausherren, doch weder Cokovic, noch Dominik Pfeil und Berat Büyükigen schafften es, ihre erstklassige Chancen zu verwerten. Somit musste ein Elfmeter nach Foulspiel an Dogan Caliskan zum Ausgleich herhalten, der von Cokovic (60.) verwandelt wurde. Mit großer Moral steckte der Kurdische FC diesen Dämpfer weg und so konnte Alkan (62.) mit seinem zweiten Treffer praktisch im Gegenzug die Führung erneuern. »Ein verdienter Sieg für den Kurdischen FC. Der überragende Mann heute war Özcan Alkan - ich habe schon lange keinen so guten Spieler gesehen«, würdigte FSG-Sprecher Helmut Wilker die Leistung des Gegners, insbesondere aber ihres Doppelpackers Alkan.

FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf - SF Burkhardsfelden 0:2 (0:0): Beide Mannschaften gingen vor 80 Zuschauern aufgrund von Corona- und verletzungsbedingten Ausfällen arg ersatzgeschwächt in die Partie. Nach gerade einmal 120 Sekunden verdaddelte Heimakteur Pascal Markloff die Chance zur Führung, als er erst Sportfreunde-Keeper Jan Schneider aus kurzer Distanz anschoss und beim Nachschuss ausrutschte. Die Gäste scheiterten danach durch Albin Dzemaili (21.) knapp.

Mehr wurde von beiden Seiten bis zum Pausenpfiff nicht angeboten, folglich ging es torlos in den zweiten Durchgang. In Minute 51 blockte ein Verteidiger der Sportfreunde den 16-Meter-Schuss von Markloff wenige Meter vor dem Tor ab. 240 Sekunden darauf angelte sich Dzemaili den Ball von FSG-Akteur Henrik Fischer und vollstreckte zur Burkhardsfeldener Führung. In der 78. Spielminute leisteten sich die Gastgeber einen weiteren Abwehrschnitzer, den sich Patrick Agirman nicht entgehen ließ. Auch nach dem 0:2 gab sich die FSG nicht geschlagen, doch sie konnten ihr Glück nicht erzwingen. Die späte Zehn-Minuten-Strafe für FSG-Akteur Yannick Becker spielte daher keine Rolle mehr.

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