Oberau verpflichtet Christoph Werner

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OBERAU - Fußball-Gruppenligist Sportfreunde Oberau setzt in der kommenden Saison auf zwei starke Männer an der Seitenlinie. Neben dem vor knapp drei Wochen verpflichteten Chefcoach Mario Anthis (53) wird Ex-Profi Christoph Werner (34) als Co-Trainer fungieren.

"Christoph hat dem Verein und seinem damaligen Förderer Dieter Böttcher viel zu verdanken. Jetzt kann er den Sportfreunden etwas zurückzahlen", sagt Oberaus Spielausschusschef Peter Kuhl. Bei den Sportfreunden begann Werners Karriere. In Oberau und bei Eintracht Frankfurt ausgebildet, schoss der Stürmer seine ersten Tore im Seniorenbereich für die Sportfreunde in der früheren Bezirksoberliga Frankfurt Ost. Im Sommer 2006 heuerte der damals 20-Jährige beim hessischen Oberligisten SV Bernbach an, um nur ein halbes Jahr später zum 1. FC Kaiserslautern zu wechseln. Dort kam er im März 2007 beim Auswärtsspiel in Aue zu seinem einzigen Zweitliga-Einsatz. Der in Bleichenbach lebende Polizist spielte zudem für Regionalligist FC Bayern Alzenau, den TSV Grebenhain, Viktoria Nidda, die SG Meilingen und noch einmal für die Sportfreunde Oberau. Dort gewann er in der Saison 2011/12 den Kreisoberliga-Torschützenpokal (30 Treffer). Im Juli 2017 trat Werner seine erste Spielertrainerstelle an und führte den KSV Aulendiebach von der A-Klasse in die Kreisoberliga. Seit Sommer 2020 steht er dem KSV nur noch als Aushilfsspieler zur Verfügung.

Großteil des Kaders bleibt

"Jetzt bin ich wieder bereit für eine neue Aufgabe. Ich halte sehr viel von Mario Anthis. Und weil Oberau quasi mein Heimatverein ist, passt irgendwie alles", sagt Werner. Ein neuer Job als Chefcoach komme für ihn aktuell nicht infrage. "Wegen meines Schichtdienstes ist es fast unmöglich, eine Mannschaft alleine zu trainieren. Das habe ich zuletzt in Aulendiebach gesehen."

Werners Ziel: "Ich gehe mal davon aus, dass die Saison annulliert wird und Oberau damit in der Gruppenliga bleibt. Nach solch einer langen Spielpause müssen wir dann erst einmal wieder in Schwung kommen und eine gute Vorbereitungsphase auf die kommende Runde hinlegen. Unsere junge Mannschaft hat das Potenzial, sich langfristig in der Gruppenliga etablieren zu können. Das oberste Ziel lautet aber Klassenerhalt", sagt der 34-Jährige, der - Stand jetzt - bei den Sportfreunden nicht mehr aktiv ins Spielgeschehen eingreifen wird.

Nun geht es an die Kaderzusammenstellung für die Runde 2021/22. "Die meisten Spieler, circa 80 Prozent, haben ihre Zusage gegeben. Einige sind sich noch nicht sicher. Für uns wäre es zum Beispiel wunderbar, wenn auch Tim Rackensperger als Kapitän und wichtige Stütze im Abwehrbereich eine weitere Spielzeit bleiben würde", betont Peter Kuhl, der sich an dieser Stelle noch einmal bei dem scheidenden Trainer Ralph Rackensperger für "die gute Arbeit" bedanken möchte.

Den Verein verlassen werden außerdem Pierre-Maurice Jung (Spielertrainer beim KSV Eschenrod), Vincent Tessin (wird mit Eschenrod in Verbindung gebracht) und Johannes Kinzer (Ziel unbekannt). Neuzugänge stehen noch nicht fest. "Aber es wird welche geben. Wir haben einiges vor, planen langfristig mit Mario Anthis und Christoph Werner", betont Kuhl.

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