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Ohne Schmerzen zum Klassenerhalt

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Maduwuike Okpara HSG Dutenhofen/M. U23 © Red

Dutenhofen (flo). Wenn man so will, dann ist Maduwuike Okpara für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen U23 das, was einst Oliver Roggisch für die deutsche Nationalmannschaft war: Einer, der in der Deckung aufräumt - und das nahezu ausschließlich.

Bad Neustadt - Dutenhofen/M. II (Sa., 19.30 Uhr)

Denn Okpara hat sich bei den Grün-Weißen als Abwehrspezialist etabliert. In dieser Rolle soll der 23-Jährige auch am Samstag wieder seinen Teil zum Erfolg beitragen.

Den gegnerischen Sechs-Meter-Raum sieht Okpara, der erst in der A-Jugend vom Rückraumspieler zum Kreisläufer umgeschult wurde, zugegebenermaßen eher selten aus allernächster Nähe. Nämlich dann, wenn die Grün-Weißen in den erweiterten Gegenstoß umschalten. Ansonsten aber ist sein Aufgabenprofil klar umrissen: Hinten für Ordnung sorgen - ob in der 6:0-Formation im Innenblock oder im 3:2:1-System auf der Halbposition. Und das nicht erst in dieser Saison, sondern bereits seit einigen Jahren.

Okpara, dessen Vater Enyi Ende der 90er-Jahre den damaligen Zweitligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen trainiert hatte, sieht’s gelassen. »Ich spiele absolut gerne Abwehr. Ich denke, dass ich der Mannschaft so sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit am besten helfen konnte. Ein Block, ein gewonnener Zweikampf oder ein Ballgewinn sind für mich genauso viel wert wie ein Tor.« Das sieht auch Trainer Klimpke, der weiterhin auf Spielmacher Lukas Gümbel (Mittelhandbruch) verzichten muss, ähnlich: »Madu weiß um seine Aufgabe, darüber haben wir geredet. Er hat das Abwehrspiel gut drauf. Madu weiß, wann er rausgehen muss, wann er im Block bleiben sollte und wie er sich mit seinem Nebenmann abstimmen muss.«

Und das, obwohl der Biotechnologie-Student, der in diesem Jahr seine Bachelorarbeit schreiben wird, eine mehrwöchige Pause hinter sich hat. Ende Oktober nämlich hatte er sich bei der Auswärtspleite in Groß-Bieberau einen Innenbandriss zugezogen. Erst Anfang diesen Jahres stieg Okpara wieder ins Training ein. Die Bandage am linken Knie trägt er noch immer. »Aber ich habe seit gut vier Wochen fast gar keine Probleme mehr«, sagt er.

Beste Voraussetzungen also, um seiner Mannschaft auch in Bad Neustadt wieder zur notwendigen defensiven Stabilität zu verhelfen. Mit einem Auswärtssieg im Unterfränkischen könnten die Grün-Weißen - je nach Ausgang des Duells zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und dem TV Gelnhausen - bereits den letzten Schritt auf dem Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt gehen und sich ein brisantes Saisonfinale zuhause gegen Gelnhausen ersparen. Zumindest die eigenen Hausaufgaben erscheinen machbar, schließlich hat Bad Neustadt 14 seiner 18 Spiele verloren. »Die ganze Mannschaft weiß«, betont Okpara, »dass wir dort einen sehr großen Schritt machen können und gleichzeitig den Gegner nicht unterschätzen dürfen. Wenn wir die Leistung aus den letzten Spielen bringen, bin ich guter Dinge.«

Foto: Gümbel

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