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Olivia Nash überragt im Derby

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Gießen (grm). Die Zweitliga-Basketballerinnen der Bender Baskets Grünberg haben das Derby bei den Young Dolphins Marburg mit 73:65 (29:32) für sich entschieden. Hauptverantwortlich für diesen Erfolg zeichnete sich Olivia Nash, die 40 Punkte zum Grünberger Erfolg beisteuerte und noch dazu zehn Rebounds holte. »Wir sind sehr froh über den Sieg. Wenn man bedenkt, wie bescheiden die Vorbereitung mit nur einem echten Training war, ist es sensationell, dass wir hier gewonnen haben«, freute sich Baskets-Coach René Spandauw und ergänzte:

»Es gab Momente im Spiel, in denen wir sehr diszipliniert aufgetreten sind, und andere, in denen es totales Chaos war. Gott sei dank hatten die Momente die Überhand, wo wir gut gespielt haben.«

Young Dolphins Marburg - B. B. Grünberg 65:73

Nash erzielte die ersten sechs Punkte ihres Teams, das mit einem 7:1-Lauf in die Partie startete (4.). Die Gastgeberinnen kämpften sich jedoch ins Spiel zurück und kamen - auch dank ihrer aggressiven Defense - zum 9:9-Ausgleich durch Jasmin Weyell (5.). Die Baskets hielten jedoch dagegen, so war es Nele Weinand, die das 21:18 aus Baskets-Sicht erzielte (10.). Das zweite Viertel wurde von Nora Jacob mit einem Dreier eröffnet, in dessen Folge Marburg jeweils immer knapp führte (25:24, 15.) und schließlich auch mit 32:29 in die Pause ging.

Obwohl Sarah Lückenotte und Frieda Schlebusch im dritten Viertel weitere Distanzwürfe auf Marburger Seite versenkt hatten, gab es eine Spielerin, die Grünberg im Spiel hielt: Olivia Nash. Von 25 Grünberger Punkten in diesem Viertel gingen 19 auf das Konto der US-Amerikanerin, die von der Marburger Defense nicht in den Griff zu bekommen war. »Was Olivia gezeigt hat, war fantastisch. Am Donnerstag ist sie im Training umgeknickt, sodass vor ihrem Einsatz ein Fragezeichen stand«, sagte Spandauw und ergänzte: »Sie verdient ein großes Lob, weil sie eine unglaubliche Leistung gebracht hat. Aber die Mannschaft verdient auch ein Lob, weil sie ihr den Ball immer in die richtige Position gebracht haben«.

Cora Horvath markierte zwei Sekunden vor dem Viertelende das 54:55, sodass vor dem Schlussabschnitt alles offen war. Die Führung wechselte mehrfach hin und her, ehe Grünberg das Spiel mit einem 8:0-Lauf in den letzten zwei Minuten für sich entschied. Abschließend hatte Spandauw noch ein Extralob für einige Spielerinnen: »Es war enorm wichtig, dass Elisa Dapper und Linn Villwock gespielt haben. Beide hatten nur Kraft für etwa sechs Minuten, aber sie waren so wichtig, weil ich so Cora oder Isi mal Ruhe geben konnte. Auch Nele Weinand hat im ersten Durchgang stark gespielt.«

Bender Baskets Grünberg: C. Horvath (14), Herzberger, Meinhart (5), Poelstra (3), Weinand (5), Koszewski, Seegräber (3), Dapper, Villwock (3), Nash (40).

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