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Olle Forsell Schefvert verlässt HSG Wetzlar

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Verlässt die HSG: Olle Forsell Schefvert. © Ben

Wetzlar (red). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar muss ab der kommenden Saison auf die Dienste von Rückraumspieler Olle Forsell Schefvert verzichten. Der 28-Jährige, der im Sommer 2017 vom schwedischen Erstligisten IK Sävehof an die Lahn gewechselt war, hat eine Option in seinem Arbeitsvertrag gezogen und verlässt den aktuellen Tabellenfünften der Handball-Bundesliga ein Jahr vor dem eigentlichen Vertragsende.

Forsell Schefvert wird in der kommenden Runde für die Rhein-Neckar Löwen auflaufen. Die Mannheimer bauen nach dieser enttäuschenden Saison ihren Kader um und setzten auch ab sofort auf den neuverpflichteten Trainer Ljobomir Vranjes. »Mit Olle haben wir einen kompletten Handballer verpflichtet. Er kann ein Spiel lenken, ist stark in der ersten und zweiten Welle und deckt im Abwehrzentrum«, sagte Löwen-Sportkoordinator Oliver Roggisch über den Neuzugang. »Es ist extrem schade, dass Olle die HSG Wetzlar verlässt, da er ein Handballer durch und durch ist und eine wichtige Rolle bei uns einnimmt«, so Björn Seipp. »Er hat uns im persönlichen Gespräch seine Gründe genannt, warum er sich eine neue Herausforderung gesucht hat. Diese haben wir zu akzeptieren!« Der HSG-Geschäftsführer erklärte weiter: »Letztlich hätten wir es sehr gerne gesehen, wenn er mindestens noch ein Jahr bei uns geblieben wäre - gerne länger. Wie vielen Spielern vor ihm, die sich hier in Wetzlar zu gestandenen Bundesliga-Akteuren entwickelt haben, wünschen wir auch Olle viel Erfolg.«

Auch Wetzlars Trainer Ben Matschke bedauert den Abschied des Familienvaters, »denn er ist im Paket Abwehr und Angriff wohl Eins zu Eins kaum zu ersetzen. Wir müssen dies in der kommenden Saison über das Kollektiv kompensieren. Zudem müssen die Spieler auf diesen Positionen nochmal einen Schritt nach vorne machen und sich weiterentwickeln. Ich wünsche Olle alles Gute und freue mich auf ein Wiedersehen. Wir sind uns sehr sicher, dass er bis zum Ende der laufenden Runde, wie immer, alles für unsere Mannschaft reinhauen wird.«

Der Spieler selbst sagte zu seinem Abschied: »Als Erstes möchte ich mich bedanken, für das in mich gesetzte Vertrauen und die Chance, die die Verantwortlichen und Fans der HSG Wetzlar mir gegeben hat«, so Olle Forsell Schefvert. »Die HSG ist mein erster Bundesligaverein und wird deshalb immer etwas Besonderes für mich sein und bleiben. Ich bin dankbar, dass ich diesen Club fünf Jahre lang repräsentieren durfte. Die Fans machen die HSG Wetzlar so besonders. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren, sie unterstützen uns immer. Wir haben viele tolle Momente, aber auch weniger gute Stunden zusammen erlebt, aber immer standen und stehen unsere Fans mit Herzblut hinter uns. Ich hoffe, wir können auch nach der Pause weiterhin so erfolgreich als Team spielen und im besten Fall, den fünften Platz verteidigen. Das wäre natürlich ein großartiger Abschied.«

Über die Modalitäten, die einen vorzeitigen Vereinswechsel des schwedischen Rechtshänders zulassen, machen die Vereinsverantwortlichen keine Angaben. »Für uns gilt es nunmehr den Markt zu sondieren, um einen passenden Ersatz für Olle zu finden, vor allem für den Abwehr-Mittelblock«, erklärte Björn Seipp.

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