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»Ordentliche Botschafter«

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Gießen (twi). Noch bevor Teamchef Eric Baumann die Jahresbilanz des Gießen Achters vorlegte gab es bereits von Sparkassen-Vorstand Peter Wolf und Stadtwerke-Marketingleiter Ulli Boos die Zusage, dass beide Unternehmen auch im kommenden Jahr die Ruderer wieder unterstützen.

Für diese war 2022 ein schwieriges Jahr. Denn waren zunächst alle Ruderer bis zum Saisonstart gut durch die Pandemie gekommen, nicht an Corona erkrankt, gab es schließlich doch noch einige coronabedingte Ausfälle bei den insgesamt 25 Rennen des Jahres.

An fünf Regatten nahm der Gießener Achter teil, legten die Ruderer insgesamt 8,75 Wettkampfkilometer zurück und mussten überwiegend mit mittleren Platzierungen zufrieden sein. »Sie sind ordentliche Botschafter unserer Stadt gewesen. Sie gehören zum Stadtbild, wenn sie auf der Lahn rudern«, lobte Wolf das Team des Achters mit Fabian Kröber, Alexey Jukubov, Michel Dromka, Stefan Wahner, Nils Braden, Sven Keßler, Felix Weber, Michael Wieler, Maxim Dyck, Steuerfrau Greta Puvogel, Kapitän Johannes Birkhan und die bei der Jahresabschlussbilanz verhinderten Simon Bahr, Sven Förster, Christian Knapp, Nico Weber, Michel Zörb und Ersatzsteuerfrau Lara Bot.

Teamchef Baumann hob auch den guten Zusammenhalt der Ruderer hervor, habe doch gerade der in den letzten Jahren unter Corona schwer gelitten. 2020 durften überhaupt keine Rennen gefahren werden und im vergangenen Jahr sei es nur eine kurze Saison »mit diversen Eigenheiten« gewesen. »In diesem Jahr hatten wir wieder eine ganz normale Saison mit normalem Training und einer Pfingstregatta. Normalität war vor vier Jahren ein Synonym für Langeweile. Normalität wissen wir nun mehr zu schätzen und sehnen uns danach. In Zeiten von Corona ist es gut, dass wir diesen Sport machen dürfen. Vielen Dank an die beiden Sponsoren, die trotz aller Widrigkeiten uns weiter zur Seite standen und uns gefördert haben - und weiterhin fördern. Wir wissen das sehr zu schätzen«, freute sich Baumann.

Im Juni startete die Regattasaison mit Platz sechs und einem somit erfolgreichen Auftakt in Kassel. Es folgte die heimische Pfingstregatta, die nur ersatzgeschwächt nach Corona-Ausfällen über die Bühne gebracht werden konnte. In Tegel gab es einen siebten Platz, in Minden im August auf dem Mittellandkanalgab waren erneut Ausfälle zu verkraften. Das Resultat war dann auch nicht so, » wie wir es uns erhofft hatten, Platz15 bedeutet die schlechteste Platzierung seit Jahren.

In Krefeld, auf einer klassischen Regattastrecke, kam es erneut zum Duell mit dem Dauerrivalen aus Mainz, den Baumann als »unseren Lieblingsgegner« bezeichnete und dem Gießen um Fähnchenlänge äußerst knapp unterlag. In Hamburg war man nach vielen Jahren zum Hafenfest wieder einmal auf der Binnenalster vor zahlreichen Zuschauern angetreten, »bei klassisch hanseatischem Wetter. Wir hatten nicht ganz so viel Glück. Es kam gleich zweimal zum Hessenderby mit Hanau und beide Rennen haben wir zwar gewonnen, doch Platz 13 war trotzdem nicht überragend«.

Erst langsam komme man nun wieder in Fahrt, mache sich auch das Training bemerkbar. Nach Abschluss der Saison. So fiel das Fazit Baumanns gleichwohl zuversichtlich aus. »Es war halt schwierig. Die Ergebnisse wurden nach gutem Training besser. Aber es war deprimierend. Wir wollten, doch nicht alle konnten. Wir haben über die Saison versucht, den Spaß aufrechtzuerhalten und auch als Team gut zusammengearbeitet. Jetzt steht das Wintertraining an. Es geht weiter. Und es geht wieder aufs Wasser«.

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