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Osthalle vor einem mehr als besonderen Spiel

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). Am Sonntag ist es endlich soweit: Am zehnten Spieltag der laufenden Regionalliga-Saison kommt es zum ersten Mittelhessen-Derby zwischen dem noch punktlosen Rangletzten der Basketball Akademie Gießen 46ers und dem Aufsteiger sowie Tabellenneunten Lich Basketball. Beide Seiten erwarten im Vorfeld einen heißen Tanz im Nachbarschaftsduell in der Sporthalle Gießen-Ost.

BBA Gießen 46ers - Lich Basketball (Sonntag, 17.30 Uhr)

Vor dem Sprungball plagen die Lahnstädter allerdings personelle Sorgen. »Ein Derby ist immer etwas Besonderes, wir müssen aber schauen, dass wir wieder acht, neun Mann zusammenbekommen. Letzte Woche hatten wir ja auch nur acht Spieler dabei«, erklärt BBA-Coach Ivica Piljanovic.

Eher schlecht steht es, so der Gießener Übungsleiter, etwa um die Einsätze von Christopher Herget, Tristan Göbel sowie Christian Mann. Darüber hinaus seien noch einige weitere Akteure der Universitätsstädter angeschlagen: »Da wird sich erst am Freitag im Abschlusstraining entscheiden, ob die mit dabei sein können.«

Unabhängig von der schwierigen Ausgangssituation im Akademie-Lager geht Ivica Piljanovic von einem umkämpften Match gegen das Licher Team aus: »Eben weil es ein Derby ist - und auch weil die Situation in Lich, ähnlich wie bei uns, nicht das widerspiegelt, was die Mannschaft eigentlich leisten kann.«

Nachdem das 46ers-Farmteam am vergangenen zuletzt dem derzeitigen Rangzweiten MTV Stuttgart unterlegen war, möchte es diesmal den Brauereistädtern die Stirn bieten. Für sein mögliches Erfolgsrezept führt Piljanovic vor dem Spiel einige aus seiner Sicht wichtige Komponenten zusammen: »Grundsätzlich musst du aggressiv spielen, mit Druck in der Defensive und am besten variabel. Dann schauen wir mal, wie die darauf reagieren.«

Eine Hiobsbotschaft ereilte indes das Team von Lich Basketball nach dem jüngsten 72:66-Heimerfolg gegen den MTV Kronberg vor heimischer Kulisse. Finn Jakob, der sich während des letzten Spiels den Daumen ausgekugelt hatte, wird Stand heute wohl für mehrere Wochen ausfallen. »Die Hand ist dick«, bedauert LB-Headcoach Viktor Klassen, der allerdings auch darauf hinweist, dass eine abschließende MRT-Untersuchung für seinen Spieler erst im Laufe des Freitags stattfinden wird.

Warnung vor US-Boy Winn III.

Darüber hinaus werden die Wetterstädter im Derby wohl erneut ohne ihren Routinier Johannes Lischka auskommen müssen. Dafür kehren aber die zuletzt fehlenden Einsatzkräfte Julian Bölke, der unter den Brettern für Entlastung sorgen dürfte, sowie Kevin Hoxhallari in den Kader zurück.

Trotz der tabellarischen Favoritenrolle, die Lich Basketball am Wochenende einnehmen wird, glaubt Klassen nicht an einen Selbstläufer: »Klar, die sind Letzter, aber das hat für mich nichts zu heißen. Ein Derby ist immer ein besonderes Spiel - da sind immer zehn Prozent mehr im Tank. Ich denke, das wird von der Intensität her ein ziemlich gutes Spiel. Die Gießener sind jung und werden bestimmt motiviert sein.« Doch auch seine eigenen Schützlinge brennen auf die Partie, versichert der Licher Übungsleiter: »Wir sind ebenfalls motiviert bis in die Haarspitzen.«

Ein besonderes Augenmerk möchte Viktor Klassen am Wochenende auf den Gießener Top-Scorer Terry Winn III. legen. Der US-Flügelspieler führt die Scoring-Statistik der gesamten Südwest-Staffel an und kommt auf einen starken Schnitt von 29,7 Punkte. Doch damit nicht genug: Auch in Sachen Rebounds stemmt der Amerikaner mit 14,2 abgefangenen Korbabprallern pro Begegnung die Bestmarke. »Wir wollen schauen, dass wir ihn so gut wie möglich vom Punkten abhalten. Wenn das irgendwie aufgeht, dann wollen wir schauen, dass wir das Ding schaukeln«, betont Viktor Klassen.

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