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Packendes Derby mit jungem Star

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Gesprächsbedarf: EC-Trainer Harry Lange. © Andreas Chuc

Bad Nauheim (wbe). Der EC Bad Nauheim verlor am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gleich zweimal: Erst das Derby gegen die Frankfurter Löwen und dann auch noch die Tabellenführung der DEL2.

Vor 3000 Zuschauern - mehr durften aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht in das Colonel-Knight-Stadion - hieß es am Ende 3:1 (0:0, 0:0, 3:1) für die Gäste vom Main, die sich insgesamt als cleverer erwiesen und im Schlussdrittel kaltschnäuzig und abgezockt agierten.

Die personelle Situation hatte sich vor dem Hessenderby beim EC Bad Nauheim etwas entspannt, indem Taylor Vause und Tristan Keck in den Kader zurückkehren konnten. Lediglich auf der Torwart-Position blieb es beim Ausfall von Felix Bick und Philipp Maurer. Dafür bestritt Niklas Lunemann vom Kölner Kooperationspartner sein erstes Profispiel und der 19-jährige U20-Nationalspieler wurde im EC-Kasten zum »Star des Abends«. Mit unglaublicher Gelassenheit stellte er sich über weite Strecken den Frankfurter Stürmern in den Weg, zeigte von Beginn an keine Nervosität und erhielt oftmals Szenenapplaus der Fans. »Er hat mit seiner unfassbaren Leistung dafür gesorgt, dass wir praktisch bis zum Schluss um den Sieg mitgespielt haben«, sagte hinterher EC-Headcoach Harry Lange.

Dass es am Ende für die Roten Teufel doch nicht reichte, hatten sich die Badestädter eigentlich selbst zuzuschreiben. Zumindest in den ersten beiden Dritteln verfügten sie über die besseren Möglichkeiten, scheiterten aber immer wieder an Frankfurts Keeper Jake Hildebrand. Der parierte gleich zweimal gegen Tristan Keck und Eric Stephan, die frei vor ihm aufgetaucht waren. Frankfurt wirkte über weite Strecken dagegen nicht entschlossen genug. »Wir waren zu verspielt«, meinte Löwen-Coach Bohuslav Subr nach der Partie.

Mit der immer mehr zunehmenden Spannung im Schlussdrittel fielen dann auch die Tore. Nach einer aus EC-Sicht umstrittenen Zeitstrafe für Taylor Vause nutzten die Gäste die Überzahl durch Dylan Wruck zur Führung und legten auch gleich erfolgreich nach, als der Ex-Nauheimer Manuel Strodel die Scheibe zum 2:0 für die Frankfurter abfälschte.

Bad Nauheim ließ sich dadurch aber noch nicht aus der Ruhe bringen und kam - wie entfesselt nach vorn gepeitscht durch die eigenen Fans - noch einmal zurück durch den 1:2-Anschlusstreffer von Verteidiger Kevin Schmidt. Aber auch darauf hatten die Mainstädter wieder die passende Antwort. Bei erneuter Überzahl besorgte Rylan Schwartz das vorentscheidende 3:1 (51.), Bad Nauheim nahm zwar in der Schlussphase noch seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch die Löwen ließen vor ihrem eigenen Tor nichts mehr anbrennen.

Bad Nauheim - Frankfurt 1:3 (0:0, 0:0, 1:3): Tore: 0:1 Wruck (44.), 0:2 Strodel (47.), 1:2 K. Schmidt (50.), 1:3 Schwartz (51.). - Zuschauer: 3000. - Strafminuten: Bad Nauheim 6 plus 5 (Reiter), Frankfurt 4 plus 5 (Strodel).

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