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Paradies für Derby-Liebhaber

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Die Landesliga-Frauen der HSG Kleenheim-Langgöns mit ihrem Trainerteam. Foto: HSG © HSG

Gießen (pie) In der Handball-Landesliga der Frauen gehen sechs mittelhessische Teams an den Start. Neben der HSG Kleenheim-Langgöns II, der TSG Leihgestern II, der HSG Wettenberg II und der HSG Duttenhofen/Münchholzhausen gesellen sich Oberliga-Absteiger TV Hüttenberg und Aufsteiger HSG Hungen/Lich in die Runde.

Damit sind viele spannende Derbys im Raum Gießen vorprogrammiert. Als Favoriten werden der TVH und die HSG Eibelshausen/Ewersbach ausgemacht, aber auch Hungen/Lich Außenseiter-Chancen zugesprochen. Allgemein wird eine ausgeglichene Runde erwartet, die am Samstag startet.

HSG Kleenheim-Langgöns II: Das Konzept der U23 ging in den letzten Jahren für die HSG sehr gut auf. In der kommenden Saison wird der Mix zwischen der ersten und zweiten Mannschaft jedoch verringert. So ist vorgesehen, dass lediglich Kira Suchantke, Stephanie Klug, Marie Manfraß in beiden zum Einsatz kommen. Auch die Toptorschützin der Vorsaison, Stephanie Klug, wird hauptsächlich in der 1. Mannschaft spielen.

»Daher werden wir uns im Rückraum neu erfinden müssen«, erklärte Trainer Christian Manderla. »Es wird darum gehen, welche drei, vier, fünf Mannschaften hinter uns sein werden.« Als Saisonziel gibt Kleenheim/Langgöns einen guten, etablierten Platz im Mittelfeld aus. »Wir haben eine sehr junge, lernwillige Mannschaft«, so Manderla. »Die anderen Mannschaften sind uns vom Alter her ein bisschen was voraus. Es wird darum gehen, welche PS kriegen wir in die Halle transportiert.«

Tor: Ronja Dickhaut, Neele Hartung, Marlen Stahl.

Rückraum: Anna-Marie Arch, Luise Kirschner, Stephanie Klug, Lisa Paliga, Olivia Pietzner, Johanna Wolf, Charlotte Wulf.

Kreis: Su Kleinpell, Marie Manfraß, Kira Suchantke, Lisa Ulm.

Außen: Marie Böhm, Lauren Bretz, Pauline Bühler, Alica Heidt, Leonie Knop, Julia Laudt.

Zugänge Pauline Bühler (HSG Mörlen), Luise Kirschner (TVH), Neele Hartung (HSG Großenlüder-Hainzell, Gast-Doppelspielrecht), Marie Manfraß (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen).

Abgänge: Emelie Bachenheimer, Vanessa Bork, Celina Rüspeler (1. Mannschaft), Natalie Krol (Karriereende), Sarah Marwald (HSG Pohlheim).

TSG Leihgestern II: Nach dem denkbar knappen Klassenerhalt in der letzten Saison startet die TSG nahezu unverändert in die Saison. Coach Florian Roesch schätzt die Liga in diesem Jahr zwar höher ein, sagt aber dennoch: »Wir haben als Ziel natürlich den Klassenerhalt ausgegeben und wollen diesen möglichst früh klar machen.«

Seine Mannschaft will alles daransetzen, sich in der Liga endgültig zu etablieren und eine bessere Saison als die letzte zu spielen. Dank des größtenteils gleich gebliebenen Kaders konnte Roesch auf die gute Abstiegsrunde der letzten Saison aufbauen. Mit 18 bis 20 Spielerinnen steht ihm ungewöhnlich viel Personal zur Verfügung. »Wobei sowohl aus Team 1 Spielerinnen bei uns Spielzeit erhalten werden als auch Spielerinnen aus dem Landesligakader in Team 3.« Roesch ist der Überzeugung, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. »Deshalb werden wir erst im neuen Jahr ein klareres Bild haben, wer unsere direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sind.«

Torhüter: Janina Kraus, Lilly Hounshell.

Rückraum: Nele Klarner, Simone Walther, Janine Ferber, Anna Keuken, Madeleine Ivenz, Marie Engel, Janina Stein, Lisa Junker, Manuela Sanchez Perez, Nicole Gehdt, Su Voelkel.

Kreis: Carolin Käs, Annalena Reichhart.

Außen: Elena Mohr, Tara Gerbich, Sandra Penning, Lilia Lehmann, Nicole Kunzig, Nina Port.

Zugänge: Janina Kraus (HSG Wettenberg), Sandra Penning, Nicole Kunzig (1. Mannschaft).

Abgänge: Anna Janoth (HSG Fernwald), Tizia Weier (1. Mannschaft).

HSG Wettenberg II: Der Wettenberger Kader wurde massiv verjüngt. Etliche Spielerinnen stoßen aus der A-Jugend zum Team. Der neue Trainer Michael Chadim will mit seiner Mannschaft nichts mit dem Abstieg zu tun haben und peilt die Top fünf an. »Ich habe mir schon einige unserer Gegner in der Liga in der Vorbereitung angesehen. Wir brauchen uns definitiv nicht zu verstecken.«

Bereits in der letzten Saison überraschte die HSG in der Liga mit dem zweiten Platz der Aufstiegsrunde. Daran will Chadim anknüpfen und ist gespannt, wie die Mannschaften die neuen Regeln, schnelle Mitte und Vier-Pass-Regel, umsetzen. »Die Teams, die damit aufgrund ihrer Strukturen Schwierigkeiten haben, werden es dann auch im Spielverlauf schwerer haben.« Chadim setzt von jeher auf viel Laufarbeit und nennt sich selbst »Der Felix Magath des Handballs«.

Tor: Jacquline Stöhr, Lena Reuschling.

Rückraum: Alina Ebert, Carla Weise, Anne Risse, Franziska Müller, Lisa Fischermanns, Antonia Schäfer, Marie Schmidt, Marie Blumrich, Nele Seegräber, Katrin Schmidt.

Kreis: Celina Lack, Sina Drommershausen, Franziska Till.

Außen: Julia Krombach, Lena Herbert, Frederike Till, Juliane Franke, Hannah Strauß, Lisa Frank.

Zugänge: Franziska Müller TV Dornholzhausen), Katrin Schmidt (TV 06 Burgsolms), Nele Seegräber, Anne Risse, Marie Schmidt, Marie Blumrich (eigene Jugend), Juliane Franke, Hannah Strauß (3. Mannschaft).

Abgänge: Michelle Rollshausen, Rica Jansche, Anna Krüger (1. Mannschaft), Line Schmitt (KSG Bieber), Janina Kraus (TSG Leihgestern II), Tamara Simon, Luisa Rückel (Karriere Ende).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Christian Grzelachowski verlief eher holperig. Drei Testspiele wurden von den Gegnern abgesagt, sodass die Mannschaft erst beim Spanferkel-Cup in Buseck die ersten Spielminuten absolvieren konnte. Dementsprechend ging gleich das Eröffnungsspiel gegen den TV Hüttenberg mit 16:27 in die Hose. »Da haben wir leider nicht so gut ausgesehen«, erklärte Mannschaftsverantwortlicher Lars Will. Dennoch ist man bei der HSG mit der Vorbereitung und der Trainingsbeteiligung zufrieden. »Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen und hat die erarbeiteten Dinge sehr gut umgesetzt«, so Will.

Tor: Katharina Scholz, Birgül Sarikaya.

Rückraum: Gloria Walter, Regina Walter, Sina Schmidt, Jule Naumann, Nina Schoppe, Tabea Neul, Lisa Schäfer, Johanna Müller, Juliana Hels, Jönna Bender.

Kreis: Lena Klein, Chisara Okpara.

Außen: Lea Weimer, Bianca Otto, Anna Neumann, Frauke Kaminski, Miriam Schmidt.

Zugänge: Naumann, Regina Walter (TVH), Schmidt, Kaminski zurück nach Babypause.

Abgänge: Rafaela Carotenuto, Helena Knorz (Karriereende), Laureen Pafla (Studium).

TV Hüttenberg: Es war ein bitterer Abstieg aus der Oberliga für die Damen von Trainer Peter Tietböhl. »Corona hat bei uns gewütet ohne Ende. So hatten wir selten die Chance, auf einem hohen Level zu spielen«, erklärte er. In der Vorbereitung wurde eng mit der 2. Mannschaft zusammengearbeitet, in der einige junge, talentierte Spielerinnen unterwegs sind. »Die Zielsetzung ist schon, ganz oben mit dabei zu sein«, so Tietböhl. Dabei sollen auch die jungen Talente aus der zweiten Mannschaft ihre Chancen und Spielzeiten bekommen. Beim Spanferkel-Cup in Buseck holte sich seine Truppe den Turniersieg und konnte sich ein Bild der kommenden Gegner machen. »Aufgrund der dort gezeigten Leistungen sehe ich die Liga ein bisschen zweigeteilt«, meinte Tietböhl, der mit Marc Langenbach einen neuen Co-Trainer an der Seite hat.

Tor: Marieke Waellwey, Luisa Plutzas, Lea Krieglstein.

Rückraum: Lisa Tietböhl, Kaya Saul, Fabienne Löffler, Laura Fischer, Lisa Naumann, Alina Rüspeler.

Kreis: Melanie Braun, Verena Seipp.

Außen: Ida Tietböhl, Julia Stankewitz, Lara Roos, Louisa Andermann.

Zugänge: Kaya Saul (spielt 1. und 2. Mannschaft), Julia Stankewitz (spielt 1. und 2. Mannschaft).

Abgänge: Janina Timmermann (2. Mannschaft), Luisa Hickel (HSG Kleenheim), Regina Walter (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), Luisa Rühl (Laufbahnende).

Trainer: Peter Tietböhl und Marc Langenbach.

HSG Hungen/Lich: Mit dem Aufstieg in die Landesliga hat die HSG aus Hungen und Lich ihr vorrangigstes Ziel der letzten Jahre erreicht. Die junge Truppe um das Trainerteam Tim Straßheim und Brian Whisnant will in der neuen Liga Fuß fassen.

Dass man mit ehrgeizigen Zielen umgehen kann, hat die Mannschaft in der letzten Runde eindrucksvoll bewiesen, als sie ohne Niederlage durch die Bezirksoberliga marschierte und den angestrebten Titel holte. Doch die neuen Gegner sind vor allem in Sachen Erfahrung ein Stück weit voraus und können das hohe Tempo, das die HSG bevorzugt, mitgehen. »Wir brauchen uns nicht zu verstecken«, erklärte Straßheim. »Doch uns ist auch klar, dass bei uns viel passen muss, um eine ruhige Saison zu erleben. Die Mädels sind es nicht mehr gewohnt, zu verlieren. Doch das wird auch mal passieren. Dann zeigt sich der wahre Charakter einer Mannschaft. Aber unser Vertrauen in das Team ist groß.«

Tor: Nele Liebich, Rika Schneider und Lilli David.

Rückraum: Aimée Mitzkat, Rabea Wehrum, Carmelina Mulch, Lucia Schneider und Lina Richter.

Kreis: Mia Kreß, Stefanie Dickel, Lena Staub und Gretha Nau.

Außen: Livi Gleim, Marie Truckenmüller, Jil Jackl, Emely Nau, Annalena Knoblauch, Larissa Schön und Kassandra Rink.

Zugänge: Emely Nau (HSG Gedern/Nidda), Jil Jackl, Livi Gleim, Marie Truckenmüller, Nele Liebich, Lina Richter (eigene Jugend), Gretha Nau, Lilli David, Rika Schneider und Liska Steinruck (A-Jugend).

Abgänge: Chiara Schneider (beruflich nach München), Lena Kötter (studienbedingt nach Darmstadt), Leonie Blümig (beruflich nach Hamburg), Nina Platzdasch (beruflich nach Koblenz), Kune Jetishi (Pause) und Dorothee Blasig (Standby).

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