Per Eilantrag: Steinbach und Gießen klagen gegen Re-Start

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HAIGER - (tig). Die Pläne für den Re-Start der Fußball-Regionalliga Südwest noch im Dezember sind nicht bei allen der 22 Vereine in der Liga auf Gegenliebe gestoßen. Nun gehen sechs Vereine den juristischen Weg. Der TSV Steinbach Haiger, der FC Gießen, Eintracht Stadtallendorf, FC-Astoria Walldorf, Bahlinger SC sowie TSV Schott Mainz haben eine einstweilige Verfügung gegen den Re-Start des Spielbetriebs am 11.

Dezember eingereicht. Dies bestätigte Steinbachs Vorstandssprecher und Hauptsponsor Roland Kring dieser Zeitung auf Nachfrage. Geklagt wird gegen die neun Landesberbände, die als Gesellschafter der Regionalliga GbR fungieren. Noch an diesem Freitag wird die 34-seitige Klageschrift der sechs Clubs, die von der Wetzlarer Anwaltskanzlei Unützer, Wagner, Werding vertreten werden, beim Landgericht Karlsruhe eingereicht. Dort hat die Regionalliga GbR ihren Sitz. "Uns geht um die Rechtssicherheit", betont Kring. Es sei ein Urteil zu fällen zwischen dem Recht auf Berufsausübung und dem Recht auf Gesundheit. Gegenstand der Anklage ist allen voran der Paragraf 4a der Spielordnung der Regionalliga Südwest, der die "Wertung im Falle höherer Gewalt" regelt. Darin geht es um die Frage der Zumutbarkeit. Diese sei, neben dem Gesundheitsaspekt in Pandemie-Zeiten, auch aufgrund des organisatorischen Aufwands, der einzuhaltenden Vorschriften, dem Thema Datenschutz oder auch der Organisation der Corona-Testungen nicht mehr gegeben. Es handelt sich um ein Eilverfahren, da bis zum geplanten Re-Start am kommenden Freitag eine Entscheidung getroffen werden muss.

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