1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Personalnot, Zeitstrafen, Wurfpech

Erstellt: Aktualisiert:

Hattersheim (mol). Einmal mehr hat die junge und zudem ersatzgeschwächte Truppe der HSG Kleenheim-Langgöns einem Ligaschwergewicht der Dritten Frauenhandball-Liga über weite Strecken prächtig Paroli geboten, sich dafür am Ende aber nicht mit Punkten belohnen können.

TSG Eddersheim - HSG Kleenheim-L. 26:22

Obwohl das Team von Trainer Martin Saul gut zehn Minuten vor Ende der Partie bei der TSG Eddersheim noch eine knappe Führung in Händen halten konnte, setzte sich der Tabellenzweite in eigener Halle letztlich noch mit 26:22 (13:15) durch. Bei sechs Zählern Rückstand auf den sicher »rettenden« Platz sechs und noch vier zu absolvierenden Hauptrundenpartien dürfte der Gang in die Abstiegsrunde trotz einer erneut guten Leistung für die Kleebachtalerinnen kaum mehr zu vermeiden sein.

»Trotz guten Kampfes, tadellosen Einsatzes und grenzenlosen Willens stehen wir heute wieder ohne Punkte da. Leider war die Personaldecke letztlich zu dünn, um dem Druck Eddersheims über 60 Minuten standhalten zu können. Was sich am Ende auch in den Zeitstrafen widerspiegelt, vor allem in der letzten Phase sind wir mehrfach in Unterzahl geraten«, fand SGK-Coach Saul, der auf einige Spielerinnen aufgrund von »Corona-Auswirkungen nicht zurückgreifen konnte, trotz der Niederlage viele lobende Worte für sein Team. Halbzeit eins in Hattersheim war von vielen extremen Phasen und Läufen geprägt. So startete Kleenheim-Langgöns bärenstark und setzte sich über das 4:1 durch Emelie Bachenheimer (8.) sogar auf 8:4 (14.) ab.

0:7-Lauf

Doch wie in der Vorwoche gegen Düsseldorf erlaubten sich die Gäste in der Folge einen 0:7-Lauf, weil in dieser Phase zu überhastet abgeschlossen wurde und auch der Zugriff in der Abwehr nicht vorhanden war. Doch es spricht für die Kleebachtalerinnen, dass sie sich - angeführt von der bärenstarken Katha Weber - davon nicht beeindrucken ließen und zurückschlugen. Nachdem die Kreisläuferin vier Mal in Folge getroffen hatte, wurde aus dem 8:11 (23.) ein 12:11 (28.). Zwei weitere Treffer von Weber, die am Ende zehn Mal erfolgreich war, bedeuteten sogar eine 15:13-Halbzeitführung der HSG.

Weber überragt

Und trotz der personellen Ausfälle konnte die Saul-Sieben auch bis weit in Hälfte zwei gegenhalten und das Spiel offen gestalten. Lisa-Marie Kiethe traf nach 40 Minuten zum 18:15, nach einer 4:1-Serie Eddersheims gelang Eggers nach 49 Minuten das 20:19. Doch die Torschützin kassierte wenig später ihre dritte Zeitstrafe, was die Möglichkeiten noch mehr beschnitt. Der Kräfteverschleiß machte sich nun zudem deutlich bemerkbar. So glich die routinierte TSG-Truppe zunächst aus und zog nach Webers 21:21 (51.) spielentscheidend auf 26:21 davon.

Dennoch sollte die Leistung der HSG Kleenheim-Langgöns für die »englische Woche«, die nun ansteht, Mut machen. Bereits am Mittwochabend (20 Uhr) wartet mit der Nachholpartie bei der HSG Rodgau Nieder-Roden ein weiteres Hessenderby, in dem es um wichtige Punkte für den Ligaverbleib geht.

Eddersheim: Diana Rhein, Kirchner - Brocke (3), Flebbe, Gempp (3), Müller (2/2), Helena Rhein (1), König (5/1), Krämer (2), Feick (4), Thoß (4).

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann - Eggers (1), Lotz, Bachenheimer (5/3), Rüspeler, vom Hagen (3), Kiethe (2), Klug, Schäfer (1), Weber (10).

Schiedsrichter: Kaplan/Scheld (Wiesbaden/Hüttenberg). - Zuschauer: 105. - Zeitstrafen: zwei (Müller, König) - sechs (Eggers drei, Bachenheimer, Klug, Weber). - Rote Karte: Eggers (52., dritte Zeitstrafe). - Siebenmeter: 8/4 - 3/3.

Auch interessant