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Personelles Schauermärchen

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Dutenhofen (flo). Eines schickt Axel Spandau voraus. »Wir fahren nirgends chancenlos hin«, stellt der Trainer des Handball-Drittligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen klar. Beispiellose Verletzungsmisere hin oder her. »Denn die, die wir haben, sind alles gute Handballer«, stärkt der 59-Jährige seiner Truppe den Rücken. Nach dem 22:30-Rückrundenauftakt gegen den TV Gelnhausen sind die Grün-Weißen am Samstagabend (19.

30 Uhr, Sporthalle TSG-Sportzentrum) beim Rangvierten TSG Haßloch zu Gast.

TSG Haßloch - HSG Dutenhofen/M. (Samstag, 19.30 Uhr)

Die Liste der Ausfälle hat es nicht nur in sich, nein, sie kommt eher wie ein Schauermärchen daher. Fünf Rückraumspieler stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Neben Paul Geffert (Kreuzbandriss), Erik Irle, Tim Lauer (beide Schulterverletzungen) und Jonas Müller (Mittelhandbruch) mittlerweile auch noch Leon Boczkowski (Fußfraktur), der sich zuletzt gegen Gelnhausen verletzte. Für den Blondschopf, der zuvor einen nicht unerheblichen Anteil am Aufschwung der Grün-Weißen hatte, ist die Saison wohl beendet.

Bleibt also - neben den U 19-Aushilfen wie Phil Spandau - ein Trio für die Aufbaureihe: Routinier Lukas Gümbel sowie die Youngsters Noel Hoepfner und Florentin Datz. Dass sich deren Einsatz krankheitsbedingt eher kurzfristig entscheiden wird, passt da beinahe schon ins Bild. Spandau, so jedenfalls wirkt es, hat sich an die Notwendigkeit des Improvisierens längst gewöhnt. Ein Beispiel gefällig? »Diese Woche haben wir im Training unseren Kreisläufer Malvin Werth schon einmal im Rückraum getestet«, sagt der HSG-Coach.

Trotz der personellen Situation, trotz der Tatsache, dass die Wetzlarer Vorstädter zum formstarken Rangvierten reisen, der aus den letzten sechs Partien neun von möglichen zwölf Punkten geholt hat, traut Spandau seinen Mannen eine Überraschung zu. Woraus sich seine Zuversicht angesichts dieser Ausgangslage denn speise? »Das kann ich gar nicht so genau sagen, das ist einfach ein Gefühl«, lacht Spandau. »Haßloch spielt einen routinierten Handball. Aber man hat auch gesehen, dass sie verwundbar sind.«

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