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Pohlheim hat mehr Körner übrig

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Oberkleen. Die HSG Pohlheim hat auch das zweite Saisonduell mit der HSG Kleenheim-Langgöns in der Männerhandball-Oberliga für sich entschieden. Am Freitagabend setzte sich das Team von Andi Lex in der Weidig-Sporthalle mit 32:27 (15:15) durch und sicherte sich damit nicht nur die Tabellenführung der Nordstaffel, sondern auch zwei wichtige Punkte für die Meisterrunde.

HSG Kleenheim/Langgöns - HSG Pohlheim 27:32

»Kleenheim hat uns wirklich vor eine große Aufgabe gestellt, ihr Angriff hat uns lange Zeit enorme Probleme bereitet. Unser Vorteil war, dass ich frühzeitig wechseln konnte und wir im Laufe der zweiten Halbzeit dann wesentlich mehr Körner übrighatten«, lobte Lex den Gegner, aber auch seine eigene Truppe.

Zwar kamen die Gastgeber besser in die Partie und lagen beim 4:2 nach fünf Minuten vorne, doch fortan drückten die Pohlheimer dem Spiel zunächst ihren Stempel auf. So gelang beim 5:5 (9., Stefan Lex) erstmals der Ausgleich, nach dem 6:6 (10.) zog der Favorit beim 9:6 durch Thimo Wagner sowie beim 10:7 durch Lex auf drei Treffer davon.

Doch nun war es wieder die Wendlandt-Sieben, die in einer Partie mit wechselnden Phasen den Ton angab, beim 11:11 (23.) wieder ausglich und bis zur Pause immer wieder eine kleine Führung vorlegte. Was auch daran lag, dass SGK-Torhüter Manu Eckhard mehrfach bärenstark parierte. Wagner hatte mit dem 15:15 dann allerdings das letzte Wort in einer ausgeglichenen, aber auch sehr fehlerbehafteten ersten Halbzeit.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb die Fehlerzahl auf beiden Seiten hoch, was Kleenheim-Langgöns zunächst zu einer 20:18-Führung (37.), die Pohlheimer aber wenig später wieder zum 20:20-Ausgleich nutzten.

Und diesen Schwung nahmen die Gäste in der Folge mit. Die Abwehr der Lex-Sieben stand nun unangefochten, während den Hausherren nach bis dato kräfteraubendem Kampf doch die Puste ausging. Und weil Keeper Jannik Schlegel nun auch mehrere wichtige Bälle abgriff, setzte sich Pohlheim nach einer starken Eins-gegen-Eins-Aktion von Max Rühl bis zur 50. Minute vorentscheidend auf 27:22 ab. Da auch der Versuch einer offenen Abwehr und einer Manndeckung gegen Lex seitens der Kleenheimer keine Früchte mehr trug, geriet der Sieg der Gäste am Ende nicht mehr in Gefahr.

»Der Sieg von Pohlheim war verdient. Ich kann meiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen, denn sie hat lange Zeit richtig stark mitgehalten. Man hat einfach gemerkt, dass uns die Kräfte dann doch verlassen haben und uns auch der Ausfall von Niklas Roth natürlich enorm wehgetan hatte«, resümierte SGK-Coach Matthias Wendlandt im Anschluss eines dann doch recht deutlich geendeten Derbys.

HSG Kleenheim-Langgöns: Weber, Eckhard - Hoepfner (8/6), Straßheim (4), Scheibel (2), Frenko (1), Mohr, Hantl (1), Kollmann (2), Leger, Patt (4), Friedrich (2), Wolf (2), Lang (1).

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst - Friedl (1), Happel, Weisel (2), Rühl (9/1), Lex (6), Niclas (1), Drommershausen (7), Lambrecht (2), Kludt, Gilbert (1/1), Johannes Träger, Wagner (3).

Schiedsrichter: Tafferner/Tröller (Wettenberg). Zeitstrafen: fünf (Friedrich zwei, Straßheim, Scheibel, Kollmann) - eine (Niclas). - Siebenmeter: 6/6 - 3/2.

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