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Pohlheimer Hoffnungen werden spät zerschlagen

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Saarlouis (mol). Die HSG Pohlheim hat zum Auftakt der Rückrunde in der Dritten Männerhandball-Liga an die starke Vorwochenleistung beim VfL Gummersbach II (27:25) anknüpfen, sich diesmal aber nicht mit Punkten belohnen können. Bis in die Schlussphase hinein war Zählbares für das Team von Andreas Lexmöglich, am Ende setzte sich die favorisierte HG Saarlouis vor gut 500 Zuschauern auf eigenem Parkett mit 24:

22 (9:10) durch. Während die Gastgeber damit nun ein positives Punktekonto aufweisen können (15:13), bleibt der Aufsteiger mit vier Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz.

»Wir haben in der Abwehr gekämpft wie die Löwen, gegen 24 Tore kann man rein gar nichts sagen. Leider sind unsere 22 Tore am Ende zu wenig, wobei uns einfach die Alternativen gefehlt haben«, merkt HSG-Coach Lex an, dass sein Bruder Stefan nicht spielen konnte und Max Rühl mit einer Knieverletzung im Laufe der ersten Hälfte passen musste. »Dennoch ein großes Kompliment an die gesamte Mannschaft. Wenn wir so weiterspielen, werden wir unsere Punkte noch machen.«

HG Saarlouis - HSG Pohlheim 24:22

Trotz der guten Kulisse in der Stadtgartenhalle ließen sich die Pohlheimer davon von Beginn an nicht beeinflussen und begegneten dem Team aus dem Saarland im Laufe der gesamten ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Nach knapp zehn Minuten hatte Leon Friedl für die Mittelhessen zum 3:3 ausgeglichen, auch beim 6:6 (18.) und 7:7 (24.) war noch alles offen. Erstmals an diesem Abend lagen bei der 9:7-Führung der Gastgeber nach 25 Minuten zwei Treffer zwischen den Kontrahenten, doch die Lex-Sieben zeigte darauf die genau richtige Reaktion, ließ bis zum Pausenpfiff keinen Gegentreffer mehr zu und konnte selbst noch drei Treffer anbringen. So war es ein Siebenmetertor von Daniel Schier, das für die 10:9-Halbzeitführung Pohlheims sorgte und die Hoffnungen nährte, nach dem Vorwochencoup den nächsten Auswärtserfolg landen zu können.

Und diese Hoffnungen hatten auch im zweiten Durchgang lange Bestand. In einer doch sehr torarmen Partie, in der die Abwehrreihen und starke Torhüter wie Jannik Schlegel auf Pohlheimer Seite dem Spiel ihren Stempel aufdrücken, lagen beide Mannschaften sowohl beim 12:12 (35.) als auch beim 15:15 rund zwölf Minuten vor dem Ende noch gleichauf. Danach gelang Saarlouis aber der letztlich entscheidende Vorstoß, zunächst hieß es 18:16 (52.), wenig später sogar 20:17 (55.). Pohlheim gab sich nie geschlagen und kämpfte sich nach einem Treffer von Christoph Träger zunächst auf 20:22 (58.), kurz darauf nach Daniel Schiers Tor auf 22:23 heran. Doch in den verbleibenden 34 Sekunden gelang der Punktgewinn nicht mehr, nach einer Auszeit setzten die Hausherren durch Tom Paetow den entscheidenden Treffer zum 24:22-Endstand.

HG Saarlouis: Schlingmann, Jonczyk - Kurotschkin (1), Rastoder (2), Paetow (3), Noh, Hüller (4/1), Reitz (1), Watz (8), Altmeyer, Welsch, Marcel Becker (5), Vujovic, Nico Becker.

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner, Johannes Träger (4), Christoph Träger (1), Lambrecht, Weinandt (3), Neul (2), Drommershausen, Niclas (5), Schier (2/2), Rühl, Nikolas Happel (3), Friedl (2).

Schiedsrichter: Müller/Seeger (Ermstal) - Zuschauer: 510 - Zeitstrafen: drei (Watz zwei, Reitz) - vier (Niclas zwei, Christoph Träger, Rühl) - Siebenmeter: 3/1 - 3/2.

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