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Pokalknüller

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Auch heute obenauf? Das wird für Nicolas Strack (links) und den FSV Fernwald gegen Offenbach ungemein schwer. © Bär

Fernwald. »Wir haben zwar keine Chance, aber die wollen wir nutzen!« Diese ironische Äußerung von Daniyel Bulut, dem Trainer des FSV Fernwald, drückt einerseits den Respekt aus, den er bei der heutigen (Anstoß 19 Uhr) Viertelfinalpartie des Fußball-Hessenligisten vor dem Gegner Kickers Offenbach hat, zeigt aber auch seinen durchaus vorhandenen Optimismus, den Regionalligisten auszuschalten.

«Der OFC hat ein großes Potential, ist physisch und spielerisch stark und besitzt schon Drittligaformat«, hat Bulut den höherklassigen Traditionsklub bei der Vorbereitung auf diesen Pokalknaller genau unter die Lupe genommen.

Während sein FSV das Viertelfinale durch den 2:1-Erfolg gegen den Liga-Rivalen Türk Gücü Friedberg erreicht hat, haben die Kickers den Verbandsligisten FV Biebrich 02 mit 4:0 aus dem Wettbewerb geworfen. Vor zweieinhalb Jahren hatte sich die neue Offenbacher Vereinsführung zum Ziel gesetzt, in den folgenden drei Jahren den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen; und jetzt nach zwei erfolglosen Versuchen ist nach dem Start der Regionalliga Südwest das Team von Trainer Sreto Ristic auf dem besten Wege dorthin.

Nach zunächst einer Serie von vier Partien ohne Sieg und mit Verletzungs- und Corona-bedingten Problemen hat der OFC seit Anfang März alle Spiele gewonnen. Zuletzt am Wochenende 2:0 beim Tabellenschlusslicht FSV Schott Mainz, was Platz zwei mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer SV Elversberg bedeutet.

Dabei mit einem Treffer geholfen hat mit Philipp Hosiner ein ehemaliger österreichischer Nationalspieler, der in der Winterpause vom Zweitligisten Dynamo Dresden verpflichtet worden ist. Ebenfalls seit dem Rückrundenstart neu dabei ist Abwehrspieler Paul Milde, der über den TSV Steinbach vom Chemnitzer FC gekommen ist.

»Wir freuen uns auf diese Partie und werden uns so teuer wie möglich verkaufen, das Spiel soll möglichst bis zum Schluss spannend bleiben«, verkündet ein trotz des Klassenunterschieds hoffnungsvoller FSV-Coach, der auch weiß, wie das heute klappen könnte: »Wir müssen kompakt stehen und hinten wenig zulassen. Aber wir wollen auch nicht nur hinten drinstehen, sondern auch vorne Nadelstiche setzen.«

Dabei setzt Bulut auf die gleiche erfolgreiche Formation um den dreifachen Torschützen Nicolas Strack wie letzten Samstag beim 5:2-Hessenliga-Erfolg gegen den TuS Dietkirchen, denn es hat keine Verletzungen oder neue Corona-Fälle gegeben.

Weiter fehlen werden die bisher schon Pandemie-geschädigten Kevin Kaguah, Erdinc Solak, Yannis Grönke, Lucas Burger und Samuel Sesay.

Aufgebot des FSV Fernwald: Sahin, Sinkel, Hoang-Nam, Göbel, Dinler, Bender, Simon, Goncalves, Dursun, Vural, Mukasa, Strack, Schäfer, Hendrich, Freese, Markiewicz, Dervishi.

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