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Rackelos starten mit Derby in Playdown-Runde

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Giessen (cnf). Nach der bitteren Niederlage in Hanau im letzten und entscheidenden Hauptrunden-Spiel der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Süd), sowie in buchstäblich letzter Sekunde, führt für die Gießen 46ers Rackelos kein Weg an den Playdowns der dritthöchsten deutschen Spielklasse vorbei. Das erste von sechs Abstiegsrundenpartien gegen drei Gegner steigt am Sonntag:

Mit dem Hessen-Derby gegen die Frankfurt Skyliners Juniors.

Nach dem wichtigen 73:66-Sieg gegen die TSG Reutlingen Ravens und den parallelen Niederlagen der unmittelbaren Verfolger, haben die Gießen Pointers ihren Platz an der Sonne in der 1. Basketball-Regionalliga Südwest zunächst einmal verteidigt. Drei Pflichtspiele haben die Mittelhessen nun noch vor der Brust. Gewinnen sie alle drei, wäre ihnen der Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB gewiss - unabhängig der Resultate der Konkurrenz. Am Sonntag empfängt das Dörr-Team zunächst einmal den Vorletzten aus Mannheim.

Gießen 46ers Rackelos - Frankfurt Skyliners Juniors (Sonntag, 17 Uhr): »Wir müssen es einfach verkraften«, sagt Rackelos-Co-Trainer Ivica Piljanovic nach der 74:76-Pleite bei den White Wings Hanau am vergangenen Wochenende und über die Gewissheit, dass die Mittelhessen in diesem Jahr keinen Top-8-Rang belegen. Entschlossen betont der Coach aber auch: »Du musst das jetzt durchziehen.«

Bei aller Enttäuschung müssen die Blicke bei den Lahnstädtern nun wieder nach vorne gerichtet werden. Nun geht es - trotz einer guten Startvoraussetzung der Rackelos für die Playdowns - um den Klassenerhalt. Wichtig zu wissen: Von allen acht Team der Süd- und der Nordstaffel, die ihre Punkte aus der Hauptrunde behalten und nun in zwei Vierergruppen die Playdowns ausspielen, sollen voraussichtlich nur drei in der ProB bleiben - für den Rest geht es in die Regionalliga. Diesen Gang möchte das Unger-Team natürlich unbedingt verhindern.

Mit den Frankfurt Skyliners Juniors treffen die Mittelhessen nun auf ein Team, das in der Abschlusstabelle der Südstaffel einen Sieg mehr vorzuweisen hat - auf dem Papier geht es also gegen den schwierigsten Gegner der Südstaffel-Playdowns zur Sache. Am 9. April gastieren die Rackelos dann bei den College Wizards Karlsruhe, ehe sie am 17. April den FC Bayern München Basketball II empfangen und im Anschluss die Rückspiele gegen die genannten Gegner beginnen.

»Deren erste Mannschaft spielt zeitgleich, daher werden die wohl nicht komplett sein. Aber sie spielen sicher dennoch mit einem guten Team«, sagt Ivica Piljanovic über den Playdown-Auftaktgegner aus Frankfurt.

Beide hessischen Teams waren erst Mitte März aufeinandergetroffen, damals siegten die Rackelos auswärts mit 82:70. »Es weiß jeder, was auf einen zukommt: Ein intensives Spiel und Derby«, warnt Piljanovic, dessen Team vor dem Sprungball immerhin keine Ausfälle zu beklagen hat.

Gießen Pointers - SG Mannheim (Sonntag, 17:30 Uhr): Die Baden-Württemberger kämpfen aktuell noch um den Klassenerhalt, entsprechend findet Pointers-Headcoach Daniel Dörr vorab mahnende Worte: »Die werden versuchen, alles rauszuhauen, die kämpfen ums Überleben. Solche Mannschaften sind gefährlicher als die Teams, die im Mittelfeld rumdümpeln und für die es um nichts mehr geht.«

Außerdem betont der Gießener Übungsleiter: »Mannheim hat in den letzten Spielen ziemlich starke Gegner geschlagen, da müssen wir aufpassen.«

Tatsächlich triumphierte die SG erst letztes Wochenende mit 93:83 gegen die Sunkings Saarlouis (6.) und hatten Anfang Mai, also erst vor wenigen Wochen, den damaligen Primus MTV Stuttgart mit 77:70 in die Schranken gewiesen. Der beste SG-Scorer ist zugleich der beste Punktesammler der Liga: Jeremy Ingram, der pro Partie auf einen Schnitt von satten 32,2 Zähler kommt.

»Klar, wir müssen uns in ein paar Dingen verbessern, gerade offensiv, aber wir haben uns gut gefangen. Daran müssen wir jetzt anknüpfen«, so Daniel Dörr, der am Wochenende voraussichtlich auf den angeschlagenen David Wiegard verzichten muss.

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