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Reiprich mit Dreierpack zum Remis

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Das sieht turbulent aus: Großen-Busecks Keeper Moritz Roll ist im Getümmel aber Herr der Lage. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (rol). In der Kreisliga A Gießen schaffte die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen mit einem 3:3 bei Türkiyemspor Gießen einen nicht erwarteten Punktgewinn. Die FSG führte durch drei Tore von Sean Louis Reiprich bis zur 58. Spielminute mit 3:1, kassierte später aber noch zwei Gegentore und überstand dann mit viel Glück und Geschick den mächtigen Druck des Tabellenführers.

Derweil trug Sergej Maro mit einem Dreierpack wesentlich zum 4:0-Auswärtssieg seiner Lollarer beim FSV Fernwald II bei. Eintracht Lollar erledigte damit seine Hausaufgaben ähnlich souverän wie der SV Annerod, der einen 5:0-Sieg über die FSG Biebertal II feierte und damit auch weiterhin in der Verfolgerspur von Türkiyemspor Gießen bleibt.

Indes führte der FC Großen-Buseck seine Serie fort und kam zum achten Sieg in Folge. Insbesondere der Großen-Busecker Torwart Moritz Roll zeigte beim 2:1-Sieg über den TSV Großen-Linden eine herausragende Leistung. Aber auch Swen Bulut sorgte mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für ein Aha-Erlebnis. Einen ausgesprochen wichtigen Sieg landete der VfR Lich mit dem 2:1 in Lang-Göns. Damit konnte der Aufsteiger den Abstand auf die gefährliche Abstiegszone etwas vergrößern.

TSV Lang-Göns II - VfR Lich 1:2 (1:1): Nach der frühen TSV-Führung, die Oktay Özcelik erzielte (5.), kamen auch die Gäste durch Marius Dumitrache zur ersten Torchance, die am Pfosten endete (8.). Nach fast einer halben Stunde scheiterte dann Chris Jost mit einem Foulelfmeter am Licher Torwart Tom Schwab. Der VfR, der in der ersten Halbzeit optisch überlegen war, glich durch Nico Uhl zum 1:1 aus, nachdem dieser von Dumitrache in Szene gesetzt worden war (36.). Mit dem Halbzeitpfiff verpasste Özcelik die erneute Führung, als er den Ball über Schwab hinweg am Tor vorbei hob. Aufgrund der besseren Torchancen wäre eine Lang-Gönser Führung durchaus verdient gewesen. Doch der zweite Durchgang gehörte dem Aufsteiger, der eine Viertelstunde vor Schluss durch Marius Spohn zum jetzt verdienten 2:1 kam. Das Aufbäumen der Heimelf kam zu spät und wurde auch nicht mehr mit dem Ausgleich belohnt.

FC TuBa Pohlheim II - FSG Garbenteich/Hausen 5:0 (2:0): Der FC zeigte sich von Beginn an hoch überlegen, sodass die Gäste kaum einmal einen geordneten Spielaufbau betreiben konnten. Der Lohn waren die beiden Treffer von Simon Tekin, der später ein besonderes Lob seines Spielertrainers Matay Ölmez zu hören bekam. Auch die zweite Halbzeit gehörte komplett den Gastgebern, die keine gefährliche Offensivaktion der FSG zuließen und selbst durch die weiteren Tore von Malke Abrohom, wiederum Simon mit seinem dritten Tagestreffer sowie Adrian Agirman auch offensiv vollends zu überzeugen wussten.

FSG Biebertal II - SV Annerod 0:5 (0:4): Die Heimmannschaft hatte die erste Chance der Partie, die Simon Alsmeier knapp über das Tor setzte. Der SVA ging aber seinersits mit der ersten Chance in Führung, als Patrick Wallbott eine Flanke souverän einschob (11.). Im direkten Gegenzug scheiterte erneut Alsmeier, diesmal am Innenpfosten. Kurz darauf erhöhte Marc Schmidt mit einem Schuss im Strafraum auf 2:0 (17.). In der Folge verflachte die Partie mit Ausnahme der 32. und 34. Spielminute; Tobias Schulz und erneut Wallbott verwandelten hier zwei Handelfmeter zur Vorentscheidung für die Gäste. In der zweiten Halbzeit stand die Heimelf besser in der Abwehr, konnte aber vorne keine Akzente setzen. Die Gäste verwalteten die Führung souverän, ohne sich viele Chancen zu erspielen. Den Schlusspunkt setzte Lucas Smajek zum verdienten 5:0-Endstand (85.).

FSV Fernwald II - Eintracht Lollar 0:4 (0:1): Die Eintracht arbeitete von Beginn am Führungstreffer, der schließlich Sergej Maro kurz vor der Pause gelang (38.). In der zweiten Halbzeit kam der FSV etwas mehr zur Geltung, auch wenn erneut Maro kurz nach Wiederanpfiff zum 2:0 traf (46.). Spätestens mit dem 3:0 - erneut war Maro mit seinem dritten Tagestreffer erfolgreich (69.) - war die Partie entschieden. Schließlich sorgte Karahan Aydin mit seinem Treffer für den 4:0-Gästesieg (80.).

FSG Horlofftal - SG Trohe/Alten-Buseck 1:3 (0:1): Die FSG musste auf gleich neun Stammkräfte verzichten, kam aber durch David Volpp zur ersten Torchance (22.). Doch sechs Minuten später traf Nico Hahn zur Gästeführung, die Flo Misar (47.), Jannis Büttel (54.) und Freddy Schmidt (65.) bei ihren Gelegenheiten hätten ausgleichen können. Doch stattdessen erhöhte Vedat Kocas mit einem 16-Meter-Schuss auf 2:0 (68.). Trotzdem blieb die Heimelf hartnäckig und verkürzte durch Marlon Parr auf 1:2 (78.). Und beinahe hätte Parr auch für den Ausgleich gesorgt, als er freistehend nur noch hätte einschieben müssen, den Ball aber nicht traf (85.). Schließlich sorgte erneut Hahn in der Nachspielzeit für den schmeichelhaften 3:1-Sieg der Gäste (90. + 3).

FC Großen-Buseck - TSV Großen-Linden 2:1 (2:0): Der TSV hatte zehn starke Anfangsminuten, bevor dann aber der FC das Heft in die Hand nahm. Nach einem sehenswerten Pass von Niklas Nolte brachte Jonas Becker den Ball zur Großen-Busecker Führung im Gästetor unter (20.). Später sorgte Swen Bulut mit einem Traumtor für das 2:0, nachdem er einen Einwurf mit der Brust gestoppt und aus 30 Metern in den Winkel des TSV-Tores getroffen hatte (38.). Neun Minuten nach dem Wechsel köpfte Maximilian Dörfler eine Ecke zum 1:2 ein und machte das Spiel auch deshalb spannend, weil der TSV Großen-Linden zum einen durch Standards weiterhin gefährlich blieb und die Heimelf es verpasste, das dritte und vierte Tor nachzulegen. Hervorzuheben ist zudem FC-Torwart Moritz Roll, der sich in der ersten Halbzeit verletzte, trotzdem weiterspielte und in der zweiten Halbzeit einige Glanzparaden zeigte.

FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf - SV Staufenberg 1:3 (1:2): Bereits nach zwei Spielminuten jubelte die FSG; doch der Treffer wurde wegen vorangegangenen Foulspiels nicht anerkannt. Aber die Heimelf wollte es wissen und kam durch Pascal Markloff zu zwei sehr guten Torchancen, die jedoch nicht zum Erfolg führten (13./17.). Stattdessen gelang Gästespieler Daniel Stein der unhaltbare Treffer zum 1:0 (24.). Und als sich Agit Yumusak einen FSG-Fehlpass erlaufen konnte, stand es plötzlich 2:0 für den SV Staufenberg (38.). Kurz darauf bekam auf der Gegenseite Lucas Gronemeyer den Ball nicht über die gegnerische Torlinie (37.), ehe Mannschaftskollege Patrick Ott dann doch aus dem Gewühl heraus zum 1:2-Anschlusstor traf (38.). Auch nach dem Wechsel blieb die Partie abwechslungsreich. So parierte Gästekeeper Marcel Groneveld gegen Nico Lotz sehenswert zur Ecke (58.), die Gronemeyer gefährlich in Richtung SVS-Tor köpfte, Groneveld aber wieder zur Stelle war (59.). Und auch Yannick Becker setzte bei der folgenden Ecke einen Kopfball nur knapp am Tor vorbei (60.). Trotzdem erhöhten die Gäste durch Janis Sitte auf 3:1, als dieser einen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und dann ungehindert einschob (78.). Die FSG hatte in der Folge weitere gute Möglichkeiten, noch einmal heranzukommen, doch letztlich fiel kein weiterer Treffer mehr, sodass der Gästesieg als schmeichelhaft zu bezeichnen ist.

Türkiyemspor Gießen - FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen 3:3 (1:1): Sofort ergriff der Spitzenreiter die Initiative und machte Druck in Richtung Gästetor. Doch bereits in der elften Minute schloss die FSG einen Konter durch Sean Louis Reiprich erfolgreich zum 1:0 ab. Danach verpassten Berkan Genc und Vural Koyuncu gute Ausgleichschancen, bevor Tarkan Genc dann doch noch vor der Pause zum 1:1 für den Favoriten traf (43.). Auch im zweiten Durchgang übte Türkiyemspor viel Druck aus, musste aber die weiteren Kontertore durch Reiprich zum 1:2 (51.) und 1:3 (56.) aber erst einmal verdauen. Nun zeigte der Gastgeber Moral und kam durch Volkan Genc zum 2:3 (58.) bzw. 3:3 (73.).

Die Offensivbemühungen der Heimelf wurden auch weiterhin verstärkt, sodass Berkan Genc am Pfosten scheiterte, ehe sich auch für Tarkan Genc und Barbaros Koyuncu Möglichkeiten zum Siegtreffer ergaben. Doch letztlich hielt die FSG-Abwehr dem Bollwerk mit viel Glück und Geschick stand. Zum FSG-Erfolg dürfte auch das eine oder andere taktische Foul beigetragen haben; letztlich kassierten die Gäste in der letzten halben Stunde gleich sechs Gelbe Karten.

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