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Revanche der etwas anderen Art

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). In der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) steigt am Wochenende ein Rückspiel, zu dem gar kein Hinspiel stattfand: Die Gießen Pointers empfangen den Rangsiebten Rasta Vechta II.

Gießen Pointers - Rasta Vechta II (Samstag, 20 Uhr)

Das erste Aufeinandertreffen zwischen den Lahnstädtern und Vechtas ProA-Reserve war im vergangenen Oktober kurzfristig abgesagt und gegen die Pointers gewertet worden. Ursächlich hierfür war ein Verkehrsstau, der den Mittelhessen eine rechtzeitige Anreise zu den Niedersachsen unmöglich gemacht hatte. Diesmal steigt das Geschehen in der Sporthalle Gießen-Ost.

»Das Hinspiel ist ausgefallen, aber natürlich haben wir sie beobachtet«, äußert sich Pointers-Headcoach Daniel Dörr zum kommenden Gast und der Scouting-Arbeit seiner Farben. Vechtas zweite Garde spielt bis dato eine ordentliche Saison und kommt immerhin auf eine ausgeglichene Bilanz von sieben Siegen bei zugleich sieben Niederlagen.

Okpara kehrt in die Osthalle zurück

»Die sind relativ erfolgreich, das ist eine sehr junge Mannschaft. Die bringen viel Energie mit und außerdem haben sie einen guten Amerikaner«, warnt der Pointers-Trainer, der dabei den Rasta-Topscorer J.J. Culver im Sinn hat. Der US-Small Forward markiert im Schnitt immerhin 16,7 Punkte sowie 6,6 Rebounds.

Darüber hinaus kommen aber auch noch weitere Akteure der Norddeutschen regelmäßig auf ordentliche Werte. Zu nennen wären beispielsweise Aufbauspieler Kevin Smit (16 PpS, 4,6 ApS) sowie der ehemalige Shooting Guard der Gießen 46ers Rackelos (2017 bis 2020), Leon Okpara, der durchschnittlich 11,6 Zähler und ebenfalls 6,6 abgefangene Korbabpraller stemmt.

Generell dürfte es für die Gießen Pointers vor allem unter den Brettern nicht ganz einfach werden, gilt Vechta II aktuell doch als das zweitstärkste Team in der Rebound-Statistik der Nordstaffel (42,9 RpS). In dieser Rubrik befindet sich die Mannschaft von Daniel Dörr im Gegenzug auf dem letzten Rang (33,8 RpS).

In personeller Hinsicht sieht es bei den Pointers vorab gut aus, Ausfälle hat Dörr keine zu beklagen. »Wir versuchen, jedes Spiel positiv anzugehen. Die Stimmung könnte nach so vielen Niederlagen aber natürlich besser sein«, gewährt der Pointers-Headcoach Einblicke in die Gefühlslage seines Teams, das bekanntlich mit zwei Niederlagen ins neue Jahr gestartet ist. Hierbei setze es erst letzte Woche eine 65:75-Pleite bei den Itzehoe Eagles, wobei Daniel Dörr seinen Spielern nachträglich eine über weite Strecken ordentliche Leistung attestiert: »Bis auf das zweite Viertel waren wir immer dran.«

Weiter erklärt der Übungsleiter: »Es fehlt uns nicht viel, aber es fehlt immer noch so ein Tick. Wir müssen einfach dahinkommen, dass wir unsere Leistung über 40 Minuten aufs Feld bekommen.« Diese Zielsetzung wollen die Pointers freilich auch gegen Vechta II wieder verfolgen.

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