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Richter macht (wieder) alles klar

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Von: Volker Fehrs

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Nichts da! Der Homberger Kaan Kurnaz will den Ball weit wegschlagen, da kommt ihm Burkhardsfeldens Sebastian Leonhard in die Quere. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (vf/grm/cnf/mol). In der Fußball-Kreisoberliga Gießen/Marburg Süd dauert die Siegesserie der SG Obbornhofen/Bellersheim nach einem 3:1 über die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod weiter an. Deutliche Siege gab es für die SG Birklar und die FSG Biebertal, die sich gegen die FSG Lumda Geilshausen und den TSV Klein-Linden jeweils mit 5:1 durchsetzten.

Die SG Treis/Allendorf schlug den ASV Gießen ebenfalls klar mit 6:1, während die Partie zwischen der FSG Wettenberg und dem Kurdischen FC Gießen mit einem spektakulären 5:3 endete.

Weiter in der Spitzengruppe bleiben auch der TSV Lang-Göns (3:2 gegen den SV Hattendorf) und die TSG Leihgestern, die zu einem ungefährdeten 2:0 bei der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod kam. Die FSG Homberg/Ofleiden sicherte sich durch ein 2:1 bei den SF Burkhardsfelden ihren achten »Dreier« aus den letzten neun Spielen.

SF Burkhardsfelden - FSG Homberg/Ober-Ofleiden 1:2 (0:1): Christoph Weiser feuerte nach 180 Sekunden den ersten FSG-Warnschuss ab, SFB-Keeper Fabian Döpfer ließ sich aber noch nicht überwinden. In der 25. Minute hatte Sebastian Leonhard die erste und einzige nennenswerte Möglichkeit der Hausherren auf dem Fuß, setzte das Leder aber knapp am Homberger Kasten vorbei. Besser lief es für FSG-Mann Eenes Üngör, der nach Flanke von Eduard Bulach in der 27. Minute aus elf Metern zur Führung für seine Farben ausholte. Kurz vor der Pause vergab dann noch zweimal Weiser hochkarätige Chancen für die angereiste Kepenek-Elf.

Auch nach dem Wiederanpfiff hatten die Vogelsberger mehr vom Geschehen und legten in der 65. Minute, nach Vorarbeit von George-Bogdan Ganu, nach. Erst gegen Ende wurden die Sportfreunde noch einmal gefährlich. Zunächst in der 84. Minute, als Albin Dzemaili am Homberger Schlussmann Eric Bressler scheiterte, sowie in der 89. Minute: Hier klärte Bressler zunächst einen Schuss von Besim Kücükkaplan, ehe Marian Hild zum Burkhardsfeldener Anschluss abstaubte. Dieser kam für eine Wende jedoch zu spät.

FSG Biebertal - TSV Klein-Linden 5:1 (3:1): Fünf Minuten waren gespielt, als Nils Steffen die Gastgeber mit einem abgefälschten Schuss in Führung brachte. Die Gäste schlugen jedoch postwendend zurück: Eric Jan Schneider nutzte einen missglückten Klärungsversuch von Patrick Diener zum 1:1 (7.). Nach einer guten Kombination gelang Steffen aus knapp 20 Metern sein zweiter Treffer (20.). Kurz vor der Pause war Steffen auch am 3:1 beteiligt, das auf das Konto von Julian Reinhardt ging (40.).

Auch im zweiten Durchgang erwischte die FSG den besseren Beginn, als Raffael Szymanski eine Hereingabe von links annahm und erfolgreich verwertete (47.). Nachdem das Spiel über längere Zeit vor sich hingeplätschert war, verhinderte Diener gegen Eric Jan Schneider das 4:2 (82.). Vier Minuten vor Schluss sorgte der eingewechselte Seiyithan Aksoy für das 5:1, bei dem er sich um seinen Gegenspieler drehte und den Ball anschließend ins Eck beförderte. Szymanski hatte in der 90. Minute sogar noch das 6:1 auf dem Fuß, aber scheiterte am Pfosten. »Unterm Strich ist es ein verdienter Sieg für uns, wenn auch aufgrund der ersten Halbzeit um ein, zwei Tore zu hoch«, bilanzierte FSG-Sprecher Benjamin Failing.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod - TSG Leihgestern 0:2 (0:1): In der 15. Minute prüfte Dominik Göttsche TSG-Keeper Jan Hendrik Jäger, der jedoch den Schuss parieren konnte. Sechs Minuten später ging Leihgestern in Führung: Eine Hereingabe von Alexander Stöhr ließ Niklas Launert passieren und Christoph Dietrich vollendete zum 1:0. Es dauerte bis zur 55. Minute, als Launert auf Vorarbeit von Jonas Thies auf 2:0 erhöhte. Nur wenig später verhinderte Daniel Horn gegen Niklas Port den dritten Treffer der Gäste (58.). Die nächste gute Möglichkeit hatte Dietrich, doch auch er scheiterte im Eins-gegen-eins am starken Torwart der FSG (70.).

Dasselbe Bild bot sich in der Schlussphase, als Horn weitere Gelegenheiten von Dietrich und Port zunichtemachte (82., 83.). In der siebten Minute der Nachspielzeit vergab Tobias Gerneth freistehend vor dem leeren Tor - auch zum Frust von FSG-Sprecher Stephan Hahn: »Nach sowas hat man auch keinen Punkt verdient, das 2:0 geht in Ordnung.«

FSG Wettenberg - Kurdischer FC Gießen 5:3 (3:0): Spielerisch begegneten sich beide Seiten vor 100 Zuschauern auf Augenhöhe. Die Gäste hätten in der Anfangsphase gut und gerne bei einigen Chancen in Führung liegen können, waren aber nicht treffsicher genug. Deutlich effektiver trat die FSG auf, die durch den Doppelpack von Leon Walpert (20., 22.) die Schwächen der KFC-Abwehr gnadenlos bestrafte. Auch beim 3:0 von Yasim Kara (35.) wirkte die KFC-Defensive nicht sattelfest.

Fünf Zeigerumdrehungen nach Wiederbeginn verkürzte Hakan Yilmaz, doch durch den Kopfball von Paul Reger (60.) nach einer Ecke wurde die Aufholjagd der Gäste im Keim erstickt. Auf Flanke von Michel Wagner baute Moritz Panz (75.) den Vorsprung aus. Der KFC, der sich dennoch nicht vorzeitig aufgegeben hatte, schaffte dank Yilmaz (80.) und Mehdi Ouahid (85.) die Ergebniskorrektur zum 5:3-Endstand.

SG Treis/Allendorf - ASV Gießen 6:1 (3:0): In der Anfangsviertelstunde stellte der ASV die aufgrund der zuletzt erlittenen Rückschläge leicht verunsichert wirkenden Lumdataler ein ums andere Mal vor Probleme, bei der Chancenverwertung haperte es jedoch vor gut 100 Zuschauern aufseiten des Tabellenschlusslichts. Die einzige nennenswerte Großchance der Gastgeber durch Marcel Temme (6.) lenkte ASV-Schlussmann Nick Reuschling bravourös um den Pfosten. Der 16-Meter-Schuss von der Strafraumkante von Noel Baar (24.) war der Dosenöffner für die Platzherren. Nachdem Neuling Almeida, der erstmals in der Startelf stand, im ASV-Sechzehner gelegt worden war, traf Chris Dürr (30.), der nach langer Verletzung zurückgekehrt war, per Foulelfmeter zum 2:0. Nur 180 Sekunden brauchte Heimakteur Artur Schwabauer, der als Dreh- und Angelpunkt das Spiel der Gastgeber dominierte, um aus 16 Metern ins Schwarze zu treffen.

Kurz nach Wiederanstoß nahm auch Marcel Krieb (47.) von der 16er-Kante zum 4:0 erfolgreich Maß. Eine Unsicherheit der ansonsten stabilen SG-Abwehr um Temme und Nachtigall wurde durch Gästeakteur Kevin Zill (51.) prompt bestraft. Die Gastgeber zogen die Zügel anschließend wieder straffer, sodass Fatih Köse (71.) die schöne Hereingabe von Schwabauer zum 5:1 abschloss. In der vorletzten Minute machte Carsten Junge das halbe Dutzend der Gastgeber voll. »Heute zählten nur die drei Punkte. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung haben wir verdient gewonnen, auch wenn sich der ASV gut verkauft hat«, fiel SG-Urgestein Peter Steinbach spürbar ein Stein vom Herzen.

SG Birklar - FSG Lumda/Geilshausen 5:1 (3:1): Gerade 120 Sekunden waren vor 70 Zuschauern absolviert, schon ließ es Heimakteur Mecier Grouls mit einem platzierten 18-Meter-Freistoß über die Lumdaer Mauer erstmals klingeln. Die ebenso wie die Platzherren ersatzgeschwächte Dreier-SG konnte nur wenige Minuten später egalisieren, als Nils Vogt (7.) per Kopf nach dem Eckstoß von Tim Schönberg erfolgreich einnickte. Doch Grouls, der als »Birklarer Toni Kroos« (so Pressewart Bernhard Müller) die Fäden im Spielaufbau zog, war Auslöser zum erneuten Führungstreffer, denn sein Zuspiel leitete Aday Uras weiter auf Mathay Göktas (15.), der vollendete. Damit nicht genug, denn Grouls flankte nur 180 Sekunden auf Mahir Marankoz, der aus zehn Metern per Kopf auf 3:1 erhöhte.

Die Gäste hatten auch nach der Pause dem Birklarer Angriffswirbel nichts entgegenzusetzen. In der 58. Minute tankte sich Grouls durch, seinen Schlenzer wehrte Gästekeeper Hollmeyer genau vor die Füße von Torjäger Marankoz ab, der sich die Gelegenheit zum vorentscheidenden 4:1 natürlich nicht entgehen ließ. Auch beim 5:1-Endstand unterstrich Marankoz (60.) seine Qualitäten als Knipser, sein Schuss von der Strafraumkante landete genau im oberen Lumdaer Torknick. Neun Minuten vor dem Ende kassierte Gästeakteur Patrick Sagrauske eine Zeitstrafe, den folgenden Freistoß von Muhammed Dalkilic parierte Keeper Hollmeyer. Mit dem deutlichen Erfolg setzt Birklar seinen Aufwärtstrend fort.

SG Obbornhofen/Bellersheim - SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod 3:1 (1:0); In der ersten Halbzeit zeigten die Hausherren, warum sie die Liga bislang dominieren. Das Team von Trainer Ralf Landgraf erspielte sich beste Möglichkeiten und hätte durch Tim Richter (6., 23.) früh in Führung gehen können. Nach 36 Minuten landete dann ein Kopfball des O/B-Torjägers nur am Querbalken. Nachdem die Gastgeber beste Chancen nicht hatten nutzen können, gingen sie kurz vor der Pause durch Till Schwing in Führung, der in der 43. Minute ie Kugel aus der Distanz in den Winkel jagte

Nach der Pause war es dann Richter (52.), der seinen bereits 19. Treffer der Saison anbrachte und schnell auf 2:0 erhöhte. Die Entscheidung war das aber noch lange nicht, da die Fink-Elf nicht aufgab und neun Minuten später einen Foulelfmeter zugesprochen bekam, den Erik Schnell-Kretschmer (61.) zum 1:2 verwandelte. Im Anschluss ging Partie hin und her, Treffer waren auf beiden Seiten jederzeit möglich. So verpasste zunächst Richter (71.) per Kopf knapp das Tor und damit die Vorentscheidung, ehe Altenburg/Eudorf/Schwabenrod nach 79 Minuten die große Ausgleichschance besaß. Doch OB-Keeper Yannik Zander, der zuvor noch den Elfer verschuldet hatte, machte diesen Lapsus mit einer tollen Fußabwehr bei einem Schuss von Schnell-Kretschmer mehr als wett. Zuvor hatten sich bereits Claudio Pinheiro da Cruz und Maximilian Seipp gute Gelegenheiten geboten. Bis weit in die Nachspielzeit hinein stand die Partie auf des Messers Schneide, ehe Goalgetter Richter mit dem 3:1 alles klar machte.

TSV Lang-Göns - SV Hattendorf 3:2 (2:0): Möglicherweise hätte die Partie einen anderen Verlauf genommen, hätte Mehmed Omerovic (3.) früh getroffen, doch sein Lupfer wurde von der Torlinie befördert. Und so waren es stattdessen die Gastgeber, die zunehmend besser wurden und sich mit dem 1:0 durch Philipp Rühl (30.), der per Kopf nach Ecke traf, belohnten. Schlecht standen dann die Vorzeichen vor den zweiten 45 Minuten für den SVH, nachdem Mergim Omura (40.) für den Tabellenzweiten sogar auf 2:0 erhöht hatte.

Doch nachdem Hattendorf im Laufe der Saison nach Auswärtsrückständen schon das eine oder andere Mal eingebrochen war und hohe Klatschen kassiert hatte, kämpfte sich die Loch-Elf in Hälfte zwei dann nochmal zurück und verkürzte durch den eingewechselten Christian Andreev (47.) auf 1:2. Abermals schien Lang-Göns im Anschluss für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben, als Betim Omura nach toller Kombination zum 3:1 getroffen und den alten Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt hatte. Doch auch nach diesem Rückschlag gab sich Hattendorf noch nicht geschlagen und verkürzte durch einen Treffer von Edgar Klaus (64.) auf 2:3. Doch in der Schlussphase lagen die Chancen, unter anderem bei zwei Lattentreffern, dann nur noch beim TSV.

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