1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Richtige Reaktion zum richtigen Zeitpunkt

Erstellt:

gispor_1710_spandau_1710_4c
Auszeit: Axel Spandau gibt Anweisungen, die fruchten. Die HSG überzeugt gegen Kirchzell. Foto: Gümbel © Gümbel

Dutenhofen (flo). War das schon der Befreiungsschlag? Das werden wohl erst die nächsten Spiele zeigen. Zweifelsfrei aber war dieser 36:30 (17:17)-Heimsieg gegen den TV Kirchzell ein eminent wichtiger für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - sowohl in punktetechnischer als auch in psychologischer Hinsicht. »Wir haben nach der Klatsche gegen Saarlouis eine Reaktion gezeigt«, freute sich Trainer Axel Spandau.

Dutenhofen/Mü. - TV Kirchzell 36:30

Drei Dutzend Treffer - das ist eine Ansage. Von wegen fehlende offensive Durchschlagskraft. Zumindest gegen Kirchzell war davon nichts zu sehen. »Wir haben das, was wir uns taktisch erarbeitet haben, umgesetzt und so immer wieder unsere Lücken gezogen«, lobte der HSG-Trainer. Dessen Team gegenüber dem Saarlouis-Auftritt kaum wiederzuerkennen war. Die Grün-Weißen erlaubten sich vorne nur wenige Fehler, imponierten mit Beweglichkeit, Spielwitz und gutem Umschaltspiel. Mindestens genauso bedeutsam: Die Spandau-Truppe schloss hochprozentig ab. 76 Prozent der Würfe fanden ihren Weg ins Ziel - eine starke Quote.

Obwohl sich Dutenhofen/Münchholzhausen offensiv nahe am Optimum befand, schafften es die Gastgeber aber über weite Strecken nicht, ihren Gegner abzuschütteln. Da half auch die frühe 4:0-Führung (5.) nicht. Nicht ohne Grund: Denn hinten bekam die HSG den Laden lange nicht dicht. »Wir haben in der Deckung kleine Fehler gemacht, haben mal nicht konsequent auf der Wurfhand gestanden, sind teilweise zu offensiv geworden«, haderte Spandau. Zur Pause stand es beinahe folgerichtig 17:17.

Dass die beiden Kontrahenten im Gleichschritt marschierten, daran änderte sich auch nach Wiederbeginn erst einmal nichts. Nach 45 Minuten leuchtete ein 26:25-Zwischenstand auf der Anzeigetafel. Dann aber kippte die Begegnung ganz allmählich zugunsten der Grün-Weißen, weil die 6:0-Deckung nun zusehends an Kompaktheit und Zweikampfstärke gewann.

Mit der Folge, dass Kirchzell es gezwungenermaßen aus der zweiten Reihe versuchte, dabei aber in der Schlussphase gleich fünf Mal am zuvor blass gebliebenen Schlussmann Lorenz Rinn scheiterte. »Wir haben ihnen nicht mehr so viele Räume gegeben und die Zuspiele sowie das Eins-gegen-Eins besser verteidigt«, lobte Spandau, dessen Ensemble einen kühlen Kopf bewahrte und sich vorne für die defensiven Mühen belohnte. Als Rückraumakteur Leon Boczkowski erst zum 33:28 (56.) und dann zum 34:29 (58.) traf, war der zweite Saisonsieg verbucht. Inklusive der Hoffnung auf einen nachhaltigen Befreiungsschlag.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Knop (bei einem Siebenmeter); Gümbel (9), Hoepfner, Boczkowski (7), Lindenstruth (1), Belter, Bremond (4), Datz, Rüdiger (9), Werth (2), Geffert (3), Steinmüller, Okpara (1), Müller.

Kirchzell: Löffelmann, Jörg; Polixenidis (6), Blank, Soloviov, Häufglöckner (7/3), David (7), Hauptmann, Mattern, Heinrich, Spieß (6), Ihmer (1), Osifo (3), Meyer-Ricks.

Schiedsrichterinnen: Kleinhenz/Wenzke (Bad Kissingen/Salz) - Zuschauer: 200. - Zeitstrafen: vier (Lindenstruth, Geffert, Okpara/2) - vier (Häufglöckner, David, Osifo/2) - Siebenmeter: 1/0:4/3.

Auch interessant